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Kann Liebe verlorene Seelen retten?

Wer ist dieser geheimnisvolle Fremde, der jeder Menschenseele in Philadelphia aus dem Weg zu gehen scheint? Und warum glaubt Maya, in diesen dunklen Augen eine vertraute Melancholie zu erkennen, die eine unendlich tiefe Sehnsucht in ihr weckt?
Fragen, auf die sie keine Antwort hat. Maya weiß nur, dass sie der Anziehung nachgeben und diesen Mann kennenlernen muss. Ein verhängnisvoller Fehler, denn mit Noah verbindet sie mehr als nur der Schmerz der Einsamkeit, und das tödliche Geheimnis, das er hütet, droht, nicht nur ihre gerade erst entdeckten Gefühle, sondern auch ihr Leben zu zerstören …

 

Soul Hunter Ruf des Todes 

Autor: Simone Olmesdahl
Verlag: Romance Edition
Erschienen: Mai 2014
ISBN: 978-3902972064
Seitenzahl: 240 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Simone Olmesdahl kreiert ein Setting, welches düster gespickt ist mit einer Spur Übernatürlichem, ganz gemäß des Paranormal Genre. Mit einer Leichtigkeit entführt sie uns in die Welt Mayas und ihres geheimnisvollen und extrem attraktiven Nachbarn Noah. Entgegen aller Vernunft fühlt sie sich ihm hingezogen, was ihren bisherigen Alltag völlig aus den Fugen geraten lässt.

Ein düsterer Plot in Kombination mit einer Liebesgeschichte, die einfach zu fesseln vermag, präsentiert uns die Autorin den ersten Teil ihrer Trilogie „Ruf des Todes“. 


Stil und Sprache
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, es liest sich flüssig. Zum Teil werden etwas altmodisch anmutende Begriffe verwendet, allerdings tun diese dem Lesefluss keinen Abbruch. Daneben haben wir des öfteren die Verwendung von modernen Kraftausdrücken, ebenfalls absolut gerechtfertigt, da das Setting Philadelphia in der Jetzt-Zeit ist.

Oft wird das Geschehen aus Mayas Sicht geschildert, dennoch liegt  hier und da ein Wechsel vor. So erfährt der Leser in den Passagen, in dem Noah redet, so einiges. Dabei bleibt es aber immer bei der dritten Person. Neben Schilderungen der Handlungen von Noah wird die Figur Alex ins Licht gerückt, die für den Roman nicht unwichtig ist. Die Autorin hält ein gutes Maß an beschreibenden Elementen sowie direkter und indirekter Rede. Die Liebesszenen der beiden Protagonisten sind allerdings etwas kurz geraten, so liegt der Fokus in der gesamten Handlung eher auf dem Geheimnis, welches Noah umgibt. Dieser Umstand ist allerdings nicht gravierend, da die spannende Story ein seitenlanges Ausschweifen erotischer Szenen mehr als entschädigt. Dennoch wünsche ich mir für den zweiten Teil gerne mehr Interaktion der beiden.

Simone Olmesdahls Stil schafft es wunderbar, Mayas Melancholie einzufangen und sie gut umzusetzen. Obwohl ihrer Figur recht viel widerfahren ist, erscheint sie einem nicht unsympathisch, trotz der ab und ab düsteren Einschläge. Der Wendepunkt in der Story kommt mit dem Lüften des Geheimnisses um Noah. Damit nicht genug endet der erste Band der Trilogie mit einem Cliffhanger. Man ist regelrecht erleichtert, dass noch zwei weitere Teile folgen werden.

Bezogen auf die Altersgruppe ist der Stil der Autorin absolut passend, sowohl was die Wortwahl angeht, als auch die Dichte der Schilderungen.


Figuren
Maya, Krankenschwester und dem Tod sehr nahe, ist eine Protagonistin, die sehr viel durchgemacht hat. Schnell wird dem Leser ihr Unglück offenbart. Es scheint, als schwebe immer eine Wolke des Unglücks und der Melancholie um sie. Trotz der düster anmutenden Figur ist sie einem nicht unsympathisch, man leidet und fühlt mit ihr mit. Im Verlauf des Buches wird ihre „Rolle“ nach und nach offenbart, wieso der Tod sie scheinbar wie ein Mantel zu umhüllen scheint. Auch ihre Anziehung zu Noah lüftet sich. Jenseits des Paranormalen ist Maya eine Figur, die relativ unscheinbar anmutet, das ist allerdings kein Kritikpunkt, da sich sich der Leser so mit ihr besser identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen kann.

Mit der Figur Noahs entwirft Autorin Olmesdahl einen geheimnisumwitterten Charakter. Dabei ist seine körperliche Attraktivität ein Aspekt, der Maya dazu bringt, sich angezogen zu fühlen. Daneben scheint aber noch mehr um Noah zu kreisen als nur äußerliche Attribute. Das Geheimnis, welches ihn umgibt, ist schließlich der Schlüssel zu Mayas und seiner Verbundenheit, die weit tiefer liegt als jede Körperlichkeit. Der Leser wird sogleich mit dem Konflikt, den Noah hat, konfrontiert. Allerdings tun sich sofort Fragen auf, die erst zu Ende des Buches hin gelüftet werden – wenn auch nicht vollständig. Unter der kühlen Schale, die er zunächst Maya zeigt, verbirgt sich ein durchaus humorvoller Charakter. So erleben wir ihn zusammen mit Maya lockerer und auch leicht frech, z.B. wenn er sich auf  ihre Kosten einen Spaß macht.
Sehr schnell sympathisiert man mit der männlichen Hauptfigur, der sein Schicksal so nicht gewollt hat. Auf eine Art und Weise empfindet man Mitleid für seinen unglücklichen Umstand und fiebert mit.

Die eingeführten Nebenfiguren, wie z.B. Jannis und Alex, die Brüder Noahs, werfen weitere Fragen auf. Mit Jannis wird man wenig warm, hingegen scheint Alex eine tiefgründigere Figur zu sein, als man zunächst angenommen hat. Beide spielen eine bedeutende Rolle in der Aufklärung Noahs Geheimnisses und auch ihre Rolle wird klar.
Mit dem Auftauchen der Figuren Viola, Victor sowie der Gruppe jener, die für Noahs Zustand verantwortlich sind, werden mehr Fragen aufgeworfen, als gelöst. Besonders Viola scheint eine Nebenfigur, die es zu beobachten gilt.

Insgesamt schafft es die Autorin auch Nebenfiguren einzuführen, die eine gewisse Eigendynamik zu besitzen scheinen. Das macht die Aussicht auf die weiteren Bände sehr spannend.


Aufmachung des Buches
Der erste Teil aus dem Genre Paranormal Romance kommt als Taschenbuch daher. Das Cover ist passend zum Inhalt gestaltet. So wird ein Pärchen abgebildet, welches der Beschreibung entspricht, die man von den beiden Protagonisten Noah und Maya hat. Der Titel des Buches ist eine Art Logo. Im „O“ des Wortes „Soul“ befindet sich ein Vogel, daneben sind Schnörkel um den Titel, die wie feine Rauchschwaden anmuten -  beide Aspekte passen zu dem Inhalt. Der untere Teil des Buchcovers und auch der Rückseite zeigen eine nächtliche Stadt, die höchstwahrscheinlich Philadelphia darstellen soll.
Die Rückseite enthält erneut das Titellogo, sowie den Klappentext und einen Ausschnitt des Pärchens vom Frontcover.


Fazit
Der erste Band der Trilogie „Ruf des Todes“ fesselt und macht große Lust auf mehr. Die Liebesgeschichte um Maya und Noah ist ergreifend, man fiebert mit und ist auf die Auflösung in den weiteren Bänden gespannt, nachdem der Erste mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat.


4 Sterne


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