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Rita DellAgnese

Wann bzw. wie hast du deine Liebe zur Literatur entdeckt?

Als ich in der ersten Klasse war. Damals habe ich mit einiger Mühe die Schlagzeile im Tages-Anzeiger entziffert. Es ging um vergifteten Spargel in einem zwielichtigen Etablissement. Als ich meine Mutter darauf ansprach, hat sie sehr ausweichend reagiert. Mir wurde klar, dass hinter den Buchstaben Geschichten stecken, die mir sonst niemand erzählt. Also habe ich alles gelesen, was mir in die Finger kam. Da versuchte meine Mutter das auf eine gute Bahn zu lenken und hat mich mit Büchern eingedeckt.


Kannst du dich noch an dein Lieblingsbuch aus deiner Kindheit erinnern?

Ja, natürlich. Ich hatte zwei und beide stehen noch immer in meinem Regal. Gut behütet! Es sind „Bianca und ihre Freunde“ von Margery Sharp und „Die goldenen Dächer von Lhasa“ von Federica De Cesco. Beide unzählige Male gelesen.


Welches (Hör-)Buch bzw. welche (Hör-)Bücher magst du (derzeit) am liebsten?

„Der Graf von Monte Cristo“ von Alexandre Dumas. Bis jetzt hatte ich noch kein Buch in Händen, das mein Allzeit-Liebling vom Siegertreppchen stoßen konnte. Wobei ich gerade einige wirklich hervorragende Bücher gelesen habe. Es würde aber zu weit führen, die alle aufzulisten.
Bei den Hörbüchern ist mein Favorit „Die Jesuitin von Lissabon“ von Titus Müller. Ich habe das Hörbuch im Auto gehört. Manchmal bin ich noch lange unten vor dem Haus sitzen geblieben, weil ich mich einfach nicht von der Geschichte lösen konnte.


Welche Genres haben es dir besonders angetan?

Wohl den historischen Roman, dabei besonders das 19. Jahrhundert. Ich kann mich aber mehr und mehr auch für den Krimi erwärmen, hier allen voran die regionalen Krimis mit guten Schilderungen der jeweiligen Region, in der sie spielen. Ich finde, da kommt extrem viel Atmosphäre rüber. Manchmal schnuppere ich auch im Fantasy-Bereich, wobei ich offensichtlich noch von keinem Vampir gebissen worden bin, mir sagen diese düsteren Romane nicht besonders zu.


Welche Autoren liest du am liebsten?

Wenn ich jetzt sagen würde: „Alexandre Dumas“ würde das ebenso wenig stimmen, wie „Umberto Ecco“ oder „Patrick Süsskind“, obwohl ich wie schon erwähnt den Grafen von Monte Cristo wie auch „Im Namen der Rose“ oder „Das Parfüm“ sensationell finde. Blind greife ich zu, wenn es um Bücher von Charlotte Lyne oder Dagmar Fohl geht. Beide Autorinnen haben mich tief beeindruckt mit ihrer wunderschönen Sprache und den ganz besonderen Geschichten.


Hast du „Leserituale“? Liest du beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten, an speziellen Orten, immer ein Buch nach dem anderen oder mehrere gleichzeitig?

Ich bin eine „Lust-Leserin“. Das heißt, dass ich meist ungefähr vier bis fünf Bücher parallel lese. Je nach Stimmung versinke ich in das eine oder andere Buch. Nur wenn mich ein Buch besonders berührt, hat kein anderes daneben Platz. Eine Art Ritual ist das Aussuchen des Buches: Ich kann gut und gerne ein paar Stunden vor dem Regal zubringen und mir die neue Lektüre erlesen. Das bedeutet, ich lese in ganz verschiede Bücher rein. Irgendwann bleibe ich hängen. Und oft bin ich überrascht, welches Buch es geworden ist. Es kann sein, dass ich genau dieses Buch schon mehrmals angelesen hatte und immer wieder zurück stellte.


Hörst oder liest du lieber Bücher?

Keine Frage, ich lese lieber. Da kann ich mein Tempo bestimmen, schöne Szenen nochmals lesen und vor allem habe ich das Buch in den Händen, kann es fühlen und riechen. Aber aus zeitlichen Gründen bin ich auf die Hörbücher gekommen und genieße es inzwischen sehr, mir vorlesen zu lassen. Am liebsten aber ungekürzt.


Wie bist du dazu gekommen, (Hör-)Bücher nicht nur zu lesen/hören, sondern diese auch zu rezensieren?

Seit ich schreiben kann, schreibe ich. Das gehört ebenso zu mir, wie das Lesen. Irgendwann kam der Moment, beides miteinander zu verbinden. Da ich als einzige Ernährerin einer mehrköpfigen Familie nicht davon leben könnte, Bücher zu schreiben, rezensiere ich sie.


Was macht dir am Rezensieren Spaß, was vielleicht weniger?

Es macht mir großen Spaß, mich nach dem Lesen mit den Romanen noch auf eine andere Art vertieft auseinander zu setzen. Fast immer fallen mir dann Dinge auf, die ich vorher nicht ganz so beachtet hatte. Und so lerne ich einen Roman um vieles besser kennen, als wenn ich ihn lese und einfach beiseitelege.


Bei der Menge an Literaturportalen stellt sich die Frage, warum du dich entschieden hast, die Leser-Welt mit deinen Rezensionen zu unterstützen?

Wohl deshalb, weil ich hier ein breites Spektrum von Möglichkeiten habe. Ich muss mich nicht auf ein Genre oder Medium festlegen, sondern kann von Krimi über Liebesroman bis zum historischen Roman alles Lesen oder Hören, wonach mir gerade ist. Aber es ist wohl auch ein wenig Sympathie mit im Spiel … sei es nun mit der Leser-Welt selber oder mit der Chefin Jana Trautmann.


Vervollständige bitte folgenden Satz: Lesen ist für mich …

… Lebenselixier.

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