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Die Schottin Sophie McIntosh hat ihren Vater schon so manches Mal graue Haare gekostet. Und als sie gleich ein ganzes Bergwerk einstürzen lässt, platzt ihm der Kragen! Er stellt sie vor die Wahl: entweder heiratet sie - oder er verbannt Sophie nach England zur Familie ihrer Mutter! Ergrimmt wählt Sophie England.
Doch auch dort steckt sie rasch Hals über Kopf in neuem Ärger: Sophie kommt einer Schmugglerbande auf die Schliche und entdeckt, dass nicht nur ihr Vetter Mitglied der Bande ist, sodern offenbar auch der undurchsichtige Lord Edward, den Sophie heiraten muss, nachdem man sie in seiner Gesellschaft im Mittelpunkt einer Orgie entdeckt.
Lord Edwards Zwillingsschwester, die ebenfalls mit den Schmugglern zu tun hat, scheint nach der Hochzeit jedoch weit mehr Interesse an Sophie zu haben, als ihr unterkühlter Bruder. Es dauert nicht lange, und Sophie befindet sich in einem verwirrenden Strudel aus Gefahr, Liebe und ... süßer Verführung!

 

Suesse_Verfuehrung 

Autor: Mona Vara
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag (Bertelsmann Ausgabe)
Erschienen: Plaisir d'Amour Verlag (2009), Bertelsmann (2010)
ISBN: 978-3938281437
Seitenzahl: 398 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Nachdem Sophie McIntosh die Geduld ihres Vaters endgültig überstrapaziert hat, ist sie gezwungen nach England zu reisen und für die nächsten Monate bei der Cousine ihrer Mutter - Lady Elisabeth - zu leben. Sophie glaubt, diese Strafe für ihre Taten sei noch das kleinere Übel im Vergleich zur anderen Strafe, die sie hätte wählen können; nämlich eine Heirat mit Phaelas McGregor. Da nimmt die sture Schottin lieber einen Zwangsaufenthalt von 12 Monaten (oder 6 - bei guter Führung) im spröden England in Kauf. Nur ahnt sie nicht, dass diese Monate in England Sophies ganzes Leben komplett auf den Kopf stellen werden. Eine Schmugglerbande bereitet Sophie mehr Ärger, als sie für möglich halten würde und ehe sie sich versieht, wird sie in zwielichtige Kreise gezogen, die ihrem Vater sicherlich mehr als nur graue Haare bescheren würden. Was als gefürchteter langweiliger Zwangsaufenthalt beginnt, entwickelt sich schon bald in ein reines Abenteuer voller Spannung, Intrigen und ... sinnlicher Erotik.


Stil und Sprache
Humorvoll, leicht und mitreißend vermag Mona Vara den Leser in ihre Geschichte zu ziehen. Die Geschehnisse werden in der dritten Person in der Vergangenheitsform geschildert, sodass man einen umfangreichen Überblick bekommt. Der Satzbau sowie die Wortwahl sind schlicht, aber keinesfalls anspruchslos - im Gegenteil. Durch die durchdachten Strukturen und die Leichtigkeit, mit der Mona Vara den damaligen Sprachgebrauch dem Heutigen anpasst, erlangt die Geschichte etwas erfrischend Lebendiges. Die Erotik, die sich durch die Seiten schlängelt und mit herrlich süßer Romantik flirtet, wirkt nicht zu aufdringlich oder plump. Zwar werden die Sex-Szenen explizit beschrieben, doch dies mit geschmackvollen Be- und Umschreibungen, die in mir das richtige Gefühl für diese Geschichte geweckt haben.
Von der ersten bis zur letzten Seite hatte ich das Gefühl, im historischen Eastbourne zu verweilen und mit Sophie durch Straßen voller Kutschen, Pferden, Klatschbasen und gutaussehenden Herzensbrechern zu schlendern, während Sophie und Edward in 22 Kapiteln sowie einem Vor- und Nachwort zum Leben erweckt werden.

"Armer Edward Harrington. Zu dem Zeitpunkt, als diese Geschichte begann, hatte er noch keine Ahnung, was auf ihn zukam. Die Frage ist nur: Hätte er etwas anders gemacht? Ja, hätte er es überhaupt verhindern wollen? Wäre er an Sophie McIntoshs Hintern vorbeigeritten? Oder hätte er trotzdem zugegriffen?"  (Seite 5). Dies ist das Vorwort und hat mir gleich zu Beginn ein Schmunzeln abgerungen. Nun im Nachhinein, wo ich den Roman gelesen habe, bringen diese Zeilen mich zum breiten Grinsen. Und das ist eine Reaktion, die nicht jedes Buch in mir auslöst. Zusätzlich zur Erotik und Romantik in diesem Roman, hat Frau Vara einen herrlichen Humor bewiesen und in ihre Charaktere fließen lassen, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.


Figuren
Als Hauptfiguren des Romans stehen ganz klar Sophie und Edward im Vordergrund. Unterschiedlicher und doch in so vielen Punkten gleich kann ein Liebespaar gar nicht sein. Während Sophie eigensinnig, stur, naiv und abenteuerlustig durch das Leben stolpert und stets auf der Suche nach dem Neuen und Unbekannten ist, wirkt Edward Harrington am Anfang eher reserviert, kühl und wie ein wahrer Gentleman. Man merkt jedoch über die Seiten hinweg, wie Sophie den zurückhaltenden Kerl auftaut und seine wahre Natur aus ihm herauskitzelt - und das ganz ohne sich dessen bewusst zu sein. Auch in Edward steckt ein wahrer Abenteurer - ein Mann, der in anderen historischen Geschichten wohl sehr einfach die Rolle des düsteren Piraten übernehmen könnte. Dennoch hat er ein Ehrgefühl, welches wohl ebenso groß ist, wie sein Herz. Man kann gar nicht anders, als diese zwei Protagonisten gern zu haben. Die liebevollen Zankereien und gelegentlichen Maskeraden zwischen beiden sind einfach köstlich mit anzusehen und tragen einiges zu der knisternden Erotik bei, die ein wahres Feuer der Leidenschaft auf dem Papier entfachen.

Obwohl der Fokus auf den beiden bereits benannten Charakteren liegt, sind auch Personen wie Lady Elisabeth, Sophies Eltern oder auch Jonathan Hendricks sehr wichtig für den Verlauf der Geschichte. Sehr gut gefallen hat mir, dass Frau Vara es geschafft hat, heiße Erotik so in eine Geschichte einzubinden, dass auch eine mehr als vernünftige und spannende Handlung den Leser fesselt und nicht nur der Sex. Daher wurde bei der Gestaltung der Charaktere wahrscheinlich so viel Liebe ins Detail gesteckt - und das kommt an!


Aufmachung des Buches
Ich besitze die Ausgabe von 2010 vom Bertelsmann Verlag, wo das Cover wie auch der Buchrücken und die Rückseite in tiefem Schwarz gehalten sind. In Rot und Weiß heben sich der Titel, der Name der Autorin sowie eine Kirsche mit dem Wort "Verführungen" im oberen rechten Rand vom Hintergrund ab. Darunter vollendet der Bildausschnitt einer halbnackten Frau das Ganze und verleiht dem Buch Stil und etwas Geheimnisvolles.
Positiv zu vermerken ist noch das Nachwort, denn hier adressiert die Autorin den Leser direkt und gibt schwungvoll und locker leicht die Geschehnisse preis, die zeitlich gesehen nach dem Roman mit den liebgewonnenen Charakteren stattgefunden haben. Einziges Manko: Für meinen Geschmack wird etwas zu viel auf der Buchrückseite verraten. Man hätte die Inhaltsangabe kürzer und knackiger halten können.


Fazit
Süsse Verführung ist ein erstklassiger Erotik-Roman mit historischem Flair. Humor, Romantik, Spannung und heißer Sex vermischen sich zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Dieses Buch kann ich ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen!


4 5 Sterne


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