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Sie war am Strand verabredet. Doch sie kam nie dort an. Was geschah mit Lilli Sternberg?

Mitten am Tag verschwindet die gehörlose 19-jährige Lilli Sternberg spurlos. Das Team um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt durchkämmt sofort die gesamte Umgebung: den Strand, den Ort Sellnitz auf dem Darß, in dem Lilli bei ihren Großeltern lebt, das Hinterland. Ohne Ergebnis. Die einzige Spur ist Lillis letzte Handy-Nachricht: das Foto einer in den Sand gemalten, scheinbar wahllosen Zeichenfolge. Deshalb bekommt Engelhardt Hilfe von der Kryptologin Mascha Krieger vom LKA. Wurde Lilli entführt, und bei dem Foto handelt es sich um eine Botschaft des Täters? Hat Lilli selbst eine Art codierten Abschiedsbrief verschickt? Hat die Schrift im Sand überhaupt etwas mit ihrem Verschwinden zu tun?

 

 Der Strand 1

Autor: Karen Sander
Verlag: rowohlt
Erschienen: 12/2022
ISBN: 978-3499008054
Seitenzahl: 400 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
…wird im Rückentext schon recht gut beschrieben, es geht um die Suche nach Lilli Sternberg. Das reicht für knapp 400 Seiten und wird erstaunlicherweise nicht langweilig – einen großen Haken hat das Ganze allerdings: Der Strand – Vermisst ist der erste Teil einer Trilogie und der Fall Lilli Sternberg zieht sich durch alle drei Teile. Und auch wenn der Pressetext zur Trilogie aussagt, dass man die drei Teile unabhängig voneinander lesen kann, so kann ich das definitiv nicht empfehlen.


Stil und Sprache
Alles beginnt mit einem Prolog, der 19 Jahre vor der aktuellen Handlung spielt und in dem Lillis Mutter Cornelia die Protagonistin ist. Dann geht es nahtlos weiter in Sellnitz und Lilli ist bereits verschwunden. Tom Engelhardt, Mascha Krieger und noch einige andere Beteiligte erzählen abwechselnd ihre Sicht der Dinge und so bekommt man als Leser einen ganz guten Überblick über die Ereignisse, ohne jedoch mehr zu wissen als die Ermittler.

Etwas seltsam sind einige Zwischenkapitel, die sich nur schwer einordnen lassen und die in der Ich-Form geschrieben sind. Erst spät bekommt man eine Ahnung davon, wer hier spricht – ich will aber hier natürlich nicht spoilern und halte mich deshalb dazu zurück. Meine erste Idee dazu war jedenfalls nicht richtig…

Wie gesagt ist der Fall durchaus spannend erzählt und der Cliffhanger am Schluss macht Lust auf Band zwei, dennoch bleibt man mit einer kleinen Unzufriedenheit zurück, wenn die letzte Seite gelesen ist.


Figuren
Die beiden Protagonisten sind natürlich Mascha Krieger und Tom Engelhardt, die sich erst zu Beginn des Falls kennenlernen und sich keineswegs sofort mögen. Sie sind beide komplex ausgearbeitet und tragen diese Trilogie fast allein. Mascha hat ebenso wie Tom ihre eigene Geschichte, mit der sie aber erst nach und nach herausrückt, genau wie Tom, der als alleinerziehender Vater mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Ich freue mich schon darauf, mehr von den beiden zu erfahren.

Es gibt eine Menge Verdächtige und Zeugen und Karen Sander ist es gut gelungen, sie alle mit kleinen Geheimnissen auszustatten und das auch sehr raffiniert darzustellen. So ahnt man zwar, dass da irgendetwas ist, aber ob es mit Lillis Verschwinden zu tun hat oder nicht, das bleibt im Dunkeln. Sehr gut gelöst!


Aufmachung des Buches
Das Taschenbuch zeigt auf dem Cover einen Ostseestrand mit aufgewühlter See und dunklen Wolken darüber. Kein besonders aussagekräftiges Motiv, aber auch nicht unpassend. Innen ist die Handlung in sieben Tage unterteilt, an denen nach Lilli Sternberg gesucht wird. Innerhalb dieser sieben Tage gibt es kürzere Kapitel, die jeweils mit der Tageszeit und manchmal auch einem Ort überschrieben sind.


Fazit
Mein Fazit fällt etwas durchwachsen aus, da der Fall einerseits spannend erzählt ist und die Geschichte mit tollen Hauptdarstellern glänzt, aber eben nicht abgeschlossen ist und ich jetzt einige Zeit auf die Fortsetzung warten muss.


4 Sterne


Hinweise
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