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Seit Domitian Argenis die Polizistin Sarita als seine Seelengefährtin erkannt hat, malt er sich den Moment, in dem er sie gänzlich zu der Seinen macht, in den schillerndsten Farben aus – nicht Teil seiner Fantasie war allerdings, sich gefesselt auf dem Tisch eines geheimen Labors wiederzufinden. Oder dass er und Sarita die Geiseln eines verrückten Wissenschaftlers sind. Die beiden müssen nun ihr Leben aufs Spiel setzen, um die Ewigkeit gemeinsam auf Wolke 7 verbringen zu können!

 

Ran an den Vampir 

Originaltitel: Immoral Unchained
Autor: Lynsay Sands
Übersetzer: Ralph Sander
Verlag: Lyx
Erschienen: Februar 2018
ISBN: 978-3-7363-0618-9
Seitenzahl: 400 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Als Domitian zum ersten Mal seiner Lebensgefährtin begegnet, ist sie als Teenager noch viel zu jung, um sich ihr zu nähern. Daher hat er Sarita über die Jahre im Auge behalten und sich – wenn auch nur mit äußerster Willenskraft – zurückgehalten. Als Sarita jedoch vom Wissenschaftler entführt wird, der schon zahlreiche Unsterbliche in seine Gewalt gebracht hat, setzt Domitian alles auf eine Karte und nimmt auf dem Anwesen einen Job als Chefkoch an, überzeugt davon, dass seine Tarnung wasserdicht ist. Doch es war nur eine Falle und als Domitian wieder zu sich kommt, ist er im Keller auf einem Stahltisch angekettet in einem einsamen Haus auf einer verlassenen Insel zusammen mit Sarita …

Der Beginn ist etwas harzig und der Bezug zu Sarita ungewohnt schwer. Die Entwicklung der gesamten Serie geht jedoch einen gewaltigen Schritt vorwärts und setzt neue Akzente, die für die Serie als solches sehr interessant werden könnten.


Stil und Sprache
Ein kurzer Prolog mit Domitian weckt die Neugier, danach begleitet man Sarita bei ihrer Entführung. Beide Protagonisten führen abwechselnd in der dritten Person durch die Handlung und geben dabei auch jeweils ihre Gedanken preis. Trotzdem bin ich zuerst mit Sarita nicht richtig warm geworden, konnte ich ihre Reaktionen nicht wirklich verstehen und fand mich so zuerst nur schwer in die Handlung ein. Kommen die beiden aber auf der einsamen Insel zusammen, sprühen die Funken und der gewohnte Charme der Serie greift wieder komplett. Trotzdem bleiben auf der Insel die Handlungen vorerst vorhersehbar bis zu einem gewissen Punkt, wo die Flucht beginnt und es neue Mitspieler gibt, die man so nicht erwartet hat. Endlich stößt man auf die verschwundenen Mitglieder der Argeneau-Familie, aber leider wird kaum etwas über deren Entführungen bekannt oder über die Zeit der Gefangenschaft. Die Spannung ist denn auch ein wenig lau, die Dialoge aber teilweise sehr gelungen und die Emotionen teils perfekt ausgearbeitet.

Gegen Ende wird es dann merklich spannender und das Tempo steigt. Der finale Showdown bietet Überraschungen mit einem Ende, das viel Potential für die Fortsetzung offen lässt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, präsentiert die Gefühle meist perfekt und setzt die Schauplätze bildhaft in Szene.


Figuren
Sarita ist eine taffe Polizistin mit einem Hang zur Tollpatschigkeit, doch ihren Beruf mit der dementsprechenden Ausbildung habe ich ihr nicht immer abgenommen. Zu unbedacht und zu impulsiv stürzt sie zu Beginn teilweise unvorbereitet in gefährliche Situationen. Sie mag zwar eine sympathische Protagonistin sein, aber der üblicherweise in dieser Serie vorhandene, messerscharfe Verstand fehlt bei ihr. Erst mit fortlaufender Seitenzahl wurde es besser und konnte mich Sarita in ihrer Rolle überzeugen.

Domitian hat mir da um einiges besser gefallen. Seit er Sarita mit 13 Jahren zum ersten Mal begegnet, hat er sie von einem Privatdetektiv regelmäßig beschatten lassen um zu wissen, wo sie lebt und dass sie wohlauf ist. Seine Selbstbeherrschung ist jedoch auf der Insel in ihrer Nähe schnell dahin und er reagiert auf die erwartete, typische Art.

Die Nebenfiguren treten nach einem eher kurzen Auftritt zwischendurch kaum mehr in Erscheinung. Erst als Domitian und Sarita die einsame Insel verlassen, kommen wieder einige Personen dazu. Sie sind ihrer Rolle entsprechend ausgearbeitet und haben teilweise interessante Fähigkeiten. Vom verrückten Wissenschaftler, der mit seiner gewaltigen Organisation für die verschiedenen Entführungen verantwortlich ist, hätte ich gerne deutlich mehr gelesen und erfahren. Er wirkt eher wie ein durchgeknallter Wissenschaftler und nicht als Kopf des Ganzen.


Aufmachung des Buches
Der gehäkelte Blumentopf mit den zwei Herzblüten in Spotlack passt zu den Covers der Serie, kommt jedoch altmodisch daher und passt in meinen Augen nicht zu den beiden Protagonisten. Ansonsten werden wie gewohnt die schwarzen Burg- und Häuserspitzen über den Buchrücken hin bis zur Rückseite weitergezogen, wo im düsteren Himmel die Inhaltsangabe zu finden ist.


Fazit
Der 25. Band der Serie ist durchzogen, harzt zu Beginn und steigert sich zu einem finalen Showdown, der ausgezeichnet gelungen ist. Daher gibt es auch nur eine durchschnittliche Bewertung mit Leseempfehlung.


3 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 20: Ein Vampir zur rechten Zeit
Band 21: Ohne Vampir nichts los
Band 22: Tatsächlich … Vampir
Band 23: Ein Vampir im Handgepäck
Band 24: Frühstück mit Vampir

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