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Tinkturen gehören zu den  wichtigsten Heilmitteln der Naturheilkunde, sind aber aufgrund ihres Alkoholgehalts für viele Menschen  nicht geeignet. Wie viele Methoden der Zubereitung und Konservierung von heilenden Mitteln ohne Alkohol es gibt, ist in Vergessenheit geraten. Gabriela Nedoma beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Wirkung alkoholfreier Extrakte. Für dieses Buch hat sie jahrhundertealte Rezepte aufgestöbert, ausprobiert und gesammelt. Sie erklärt die wichtigsten Gruppen der alkoholfreien Heiltinkturen, bei welchen Beschwerden sie helfen und wie man sie ganz leicht selbst zuhause zubereiten kann.

 

Vergessene Heiltinkturen 

Autor: Gabriela Nedoma
Verlag: Servus Verlag
Erschienen: 12.10.2017
ISBN: 978-3-7104-0150-3
Seitenzahl: 248 Seiten


Umsetzung, Verständnis und Zielgruppe
Bewährte Heiltinkturen, ohne Alkohol angesetzt und haltbar gemacht - wenn man von Tinkturen liest, dann ist meistens von alkoholischen Tinkturen die Rede. Da Kinder und empfindliche Personen Rezepte mit Alkohol besser meiden sollten und viele Kräuterzubereitungen oft wirksamer sind, wenn der Alkohol aus dem Spiel bleibt, sind Heiltinkturen ohne „Geist“ in vielen Fällen oft die bessere, oder manchmal auch einzige Wahl. Gabriela Nedoma erzählt schon zu Beginn des Buches, wie sie auf die Ur-Tinkturen, deren Rezeptur und Wirkungen seit Generationen überliefert wurden, aufmerksam geworden ist und warum sie sich damit beschäftigt hat. Weshalb das alten Wissen, das oft durch die moderne Medizin verdrängt und vergessen wurde, heute noch genauso wichtig und nützlich ist wie damals, wird ebenfalls schon zu Beginn angesprochen.

Im Kapitel „Grundwissen“ und „Basisinformation“ erfährt man nicht nur, wie man auch ohne Alkohol die Wirkstoffe der Pflanzen extrahieren kann, sondern auch viele interessante und nützliche Fakten vom benötigten Zubehör, über das Sammeln und Verarbeiten von Heilkräutern bis hin zur Konservierung. Ob Agrest Verjus, Essig oder Oxymel... in diesem Buch werden Tinkturzubereitungen von A wie Asche bis zu W wie Wasser und ihre Wirkungsweisen beschrieben. Die geschilderten Rezepte sind durch die genauen Schritt-für-Schritt Anleitungen auch für Leser, die sich neu mit dem Thema beschäftigen, unkompliziert nachzumachen. Eines wird jedoch schon während der Lektüre mehr als deutlich - die Möglichkeiten, antialkoholische Pflanzenextrakte herzustellen sind unerwartet vielfältig und die Herstellung ist auch gar nicht so schwierig, wie sie vielleicht im ersten Moment erscheint. Gabriela Nedoma hat sich sichtlich sehr gründlich mit den unterschiedlichen Tinkturen, ihrer Herstellung und Wirkung auseinandergesetzt. Ihre Anleitungen sind klar, deutlich und daher gut verständlich und auch an hilfreiche Anweisungen zu Dosierung und Einnahme hat sie gedacht.

Auch bei der Gestaltung des hochwertigen und extrem leserfreundlichen Sachbuches wurde sehr überlegt vorgegangen. Die einzelnen Kapitel sind farblich zusammengefasst, sodass jede Grundtinktur und deren Beschreibungen bzw. Variationen mittels unterschiedlicher Farbrahmen sogar von außen gut ersichtlich sind. Die Kapitel der Pflanzenextrakte beginnen mit einer Vorstellung des in den Mittelpunkt gestellten Heilmittels sowie wichtigen grundsätzlichen Infos, bevor die Wirkungen und Indikationen in der Naturheilkunde alphabetisch aufgezeigt werden. Dann folgt das Grundrezept der beschriebenen Tinktur mit anschließenden Angaben zur Dosierung und etlichen anderen interessanten und wichtigen Hinweisen. Erst danach folgen weitere Rezepte bei denen ebenfalls Anwendung und Haltbarkeit des jeweiligen Pflanzenextraktes angegeben sind. Kompakter und informativer geht es nicht!

Alle Bücherfreunde, die immer schon wissen wollten, welche Möglichkeiten es gibt, um Heilmittel ohne Alkohol zu verarbeiten oder zu konservieren, sollten dieses Buch unbedingt in ihre Büchersammlung aufnehmen. Mit diesem extrem informativen Sachbuch erhält der Leser alle relevanten Informationen über die unterschiedlichsten alkoholfreien Heiltinkturzubereitungen und hat zudem viele nützliche Rezepte in der Hand.   


Aufmachung des Buches
Das Buch ist fadengebunden und das Coverbild auf dem kartonierten Umschlag passt sehr gut zum Thema. Der Rückseitentext ist spannend und umfasst kurz und prägnant, worum es in dem Buch geht. Dem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis folgen ein Vorwort und ein kurze Einführung in die Urtinkturen der Weltmedizin mit einem Blick auf das Gestern und Heute. Die einzelnen großen Kapitel sind durch die unterschiedliche farbige Gestaltung der Seiten gut erkennbar und wurden durch eine spezielle Doppelseitengestaltung mit Bild und Text deutlich voneinander abgegrenzt. Etliche Farbbilder unterstützen das jeweilige Thema und lockern den Text dabei auf. Ein Recherche- und Literaturverzeichnis sowie eine tabellenartige Erwähnung der vergessenen Heiltinkturen in den Werken der historischen Medizinliteratur ergänzen die gegebenen Informationen zusätzlich, bevor eine kurze Vita der Autorin auf der letzten Seite das Buch abschließt. 


Fazit
Absolute Leseempfehlung für dieses hervorragend informative und sehr übersichtlich gestaltete Sachbuch! Die unkompliziert beschriebenen Schritt-für-Schritt Anleitungen der Rezepte sind nicht nur für Neueinsteiger mühelos nachzumachen, sondern könnten durchaus auch bei „alte Hasen“ für einige Aha-Erlebnisse sorgen. In jedem Fall eine tolle Bereicherung für die persönliche  Büchersammlung!


5 Sterne


Hinweise
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