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Lockwood & Co. stürzen sich in ihren schwierigsten Fall! Denn das Team um Anthony Lockwood steht nun vor dem letzten großen Geheimnis, das all ihre bisherigen Abenteuer bestimmt hat, nämlich der Frage: Wer ist verantwortlich für die mysteriöse und wahrhaft grauenvolle Geisterplage, die London seit nunmehr knapp 50 Jahren heimsucht? Um die letzten Fäden der Verdachtsmomente, die sie in ihren bisherigen Abenteuern entrollt haben, miteinander zu verbinden, müssen die Agenten von Lockwood & Co. einmal mehr alles aufs Spiel setzen.

Ihre lebensgefährliche Spurensuche führt sie sogar in das mit Sprengfallen gesicherte Fittes-Mausoleum, wo die legendäre Urahningn aller Agenten, Marissa Fittes, ruht. Aber tut sie das wirklich?

Im Laufe der Ermittlungen haben die Hinweise sich verdichtet, dass es mit Marissas Tod und dem Aufstieg ihrer Enkelin Penelope Fittes zur Chefin der alles in den Schatten stellenden Geisteragentur gleichen Namens, doch etwas mehr auf sich hat, als der pure Schein vermuten lässt. Es wird nun an den blutjungen Agenten um Anthony Lockwood liegen, herauszufinden, woher die Geisterplage eigentlich rührt – und, ob London je davon befreit werden kann.

 

Das grauenvolle Grab 

Originaltitel: The Empty Grave
Autor: Jonathan Stroud
Übersetzer: Katharina Orgaß,‎ Gerald Jung
Verlag: cbj
Erschienen: November 2017
ISBN: 978-3570174623
Seitenzahl: 512 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Der ausführlichen obenstehenden Verlagszusammenfassung gibt es nichts hinzuzufügen. Lucy, George und Lockwood stellen sich ihrem bisher größten Fall und müssen dabei nicht nur gegen Geister, sondern auch gegen lebendige und sehr gefährliche Gegner kämpfen. Jonathan Stroud hat ein weiteres Mal ein phantastisches und ausgesprochen spannendes Abenteuer zu Papier gebracht. Neulinge sollten allerdings lieber mit dem ersten Band „Die seufzende Wendeltreppe“ beginnen, da der fünfte Band alle Fäden der bisherigen Bücher zusammenführt und somit ohne Vorkenntnisse nur schlecht verständlich ist.


Stil und Sprache
Nach der aus den vorangegangenen Bänden bekannten kurzen Erklärung zur Geisterplage in England wendet sich Lucy – die Ich-Erzählerin von „Das grauenvolle Grab“ – direkt an den Leser und leitet somit die Beschreibung eines Einsatzes ein, der „schlicht zu grauenvoll [war], um ihn schriftlich [im Auftragsbuch] festzuhalten.“ (S. 14) Die Neugier des Lesers wird dadurch sofort geweckt, zumal Lucy direkt mit dem Besuch der Truppe im titelgebenden grauenvollen Grab beginnt. Was folgt sind fünfhundert spannende Seiten, voller überraschender Wendungen, phantastischer Geistererscheinungen und fesselnder Kämpfe. Eine wirkliche Erholungspause gibt es zwischendrin nicht und so würde man das Buch am liebsten in einem Rutsch lesen. Die losen Fäden der vorangegangenen Bücher werden alle zu einem überzeugenden Abschluss geführt. Alte Freunde haben nochmals ihren Auftritt und auch den einen oder anderen Feind treffen Lockwood und sein Team wieder. Die Erklärung der Geisterplage ist durchaus logisch und der finale Kampf ist zugleich der actionreiche Höhepunkt der ganzen Reihe. Zusammen mit dem großartigen Schreibstil, der die Geistererscheinungen gruselig und doch realistisch beschreibt, ergibt sich wieder ein herausragendes Jugendbuch – wobei ich der Verlagseinordnung ab 12 Jahren nicht ganz zustimmen kann, dafür sind die Beschreibungen teilweise für mein Empfinden zu explizit und grausam.


Figuren
Die meisten Figuren aus „Das grauenvolle Grab“ sind mittlerweile wie gute Bekannte oder gar Freunde für den Leser. Man begleitet Lucy, George und Lockwood auf ihrem mittlerweile fünften Abenteuer und so fühlt sich die literarische Rückkehr in die Agentur Lockwood & Co. ein wenig wie nach Hause kommen an. In diesem Band wachsen die drei Hauptfiguren und ihre Freunde nochmal über sich hinaus. Sie müssen sich alles abverlangen, aufeinander vertrauen und auch durchaus das eine oder andere Opfer bringen. Besonders gut haben mir dabei die Interaktionen zwischen Lucy und dem Schädel gefallen. Die Dialoge waren bissig-witzig und doch hat man gemerkt, wie sie sich über die Zeit angenähert haben. Die Gegenspieler fand ich ebenfalls gut gelungen. Ihre Motive waren glaubwürdig und insbesondere im letzten Drittel sorgten sie für einige gruselige Momente und viel Spannung.


Aufmachung des Buches
Passend zur Reihe ist auch „Das grauenvolle Grab“ als Hardcover mit Schutzumschlag erschienen. Der Grabstein samt Schädel auf dem Cover passt zum Titel und zur bisherigen Aufmachung, allerdings nicht direkt zum Handlungsschauplatz. Dafür ist die Veredlung des Schutzumschlags ein Highlight: nicht nur, dass der Titel erhaben geprägt ist, sondern auch der Grabstein ist mit Spotlack veredelt und die Rauchfäden im Hintergrund lassen sich ebenfalls ertasten. Im Buchinneren ist jedem Kapitel eine kleine Zeichnung vorangestellt. Als Extra wartet zum Schluss das bekannte Glossar mit den Geisterbegriffen auf den Leser.


Fazit
„Das grauenvolle Grab“ ist ein spannendes Fantasy-Buch von der ersten bis zur letzten Seite – ein würdiger Abschlussband für die großartige Lockwood & Co. Reihe, die von Buch zu Buch besser wurde.


5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Die seufzende Wendeltreppe
Band 2: Der wispernde Schädel
Band 3: Die raunende Maske
Band 4: Das flammende Phantom

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