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Der Vampir Dante Notte hat bereits davon gehört, dass Liebe wehtun kann – er hat jedoch nicht damit gerechnet, dass sie ihn frontal mit einem Wohnmobil trifft! Und was sind schon gebrochene Rippen und eine verletzte Lunge verglichen mit der Erkenntnis, dass Mary Winslow, die Fahrerin, seine Seelengefährtin ist. Doch was eigentlich ein Glücksfall sein sollte, bedeutet für Mary Gefahr: Denn die Männer, die bereits Dantes Zwillingsbruder gefangen nahmen, sind nun auch hinter ihr her. Nur Dante kann sie jetzt noch beschützen und damit Mary überzeugen, dass sie für immer zusammengehören …

 

Ein Vampir im Handgepaeck 

Originaltitel: Runaway Vampire
Autor: Lynsay Sands
Übersetzer: Ralph Sander
Verlag: Lyx
Erschienen: Februar 2017
ISBN: 978-3-7363-0233-4
Seitenzahl: 368 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Auf der Flucht vor seinen Entführern rennt Dante mitten auf eine einsame Straße vor die Räder eines Wohnmobils und schleppt sich mit letzter Kraft in dessen Schlafzimmer. Als Mary bei ihrem nächsten Halt den Schwerverletzten findet, rettet sie ihm das Leben, kommt dabei aber dem Geheimnis seines Vampirdaseins auf die Spur. Dante kann Mary nicht kontrollieren und trotzdem nimmt sie ihn weiterhin mit, hinter ihnen die Verfolger, die ihre Beute auf jeden Fall zurückhaben wollen. Mit gefährlichen Folgen …

Mary ist bereits 62 Jahre alt und entgegen den meisten Vampiren merkt man ihr das Alter beim Verhalten an. Etwas schwerfällig und nicht immer ganz restlos überzeugend wurde die Geschichte zu Papier gebracht.


Stil und Sprache
Für einmal fand ich nicht sofort den Zugang zur Handlung. Der Unfall steht als Anfang, die Entführung der Zwillinge und Dantes Flucht hingegen wird erst später als Erzählung eingefügt. Wie gewohnt führen die beiden Protagonisten in der 3. Person durch die Handlung und die jeweiligen Gedanken – vor allem die von Mary – sind zahlreich eingefügt. Das Ganze wirkt aber auf mich irgendwie schwerfällig. Mary ist Witwe und man merkt ihr die 62 Lebensjahre sehr an, sowohl im Verhalten, der Einstellung und auch bei den Gedanken, was ja an sich passend ist. Daher kommt auch keine locker-flockige Stimmung auf. Ihre Vergangenheit wird ausgiebig aufgerollt, nimmt für mich ein klein wenig zu viel Platz ein und ihr Verhalten in früherer Zeit wirkt auf mich nicht immer stimmig.

Dazwischen gibt es immer wieder spannende Szenen, denn die Verfolger haben noch längst nicht aufgegeben und es gibt mehrmals Verletzte. Die Emotionen sind teils überzeugend, teils werden sie fast zerredet in den tiefgründigen Gesprächen. Das Ende ist nur ein Zwischenstopp, denn Dantes Zwillingsbruder Tomasso ist noch immer in den Händen der Entführer …


Figuren
Dante und Tomasso wurden in einen Hinterhalt gelockt und entführt. Mit viel Glück kann Dante später fliehen, nur um auf der einsamen Straße von einem Wohnmobil überfahren zu werden. Zunächst scheint alles verloren, denn er kann die Fahrerin nicht kontrollieren. Doch nach einem Zwischenstopp ist er gut genährt und kann sich ganz seiner Lebensgefährtin widmen. Dante hat mir ausgesprochen gut gefallen, seine Zerrissenheit zwischen Marys Sicherheit und dem verschwundenen Zwillingsbruder ist hervorragend ausgearbeitet.

Nicht ganz so gut konnte mich Mary überzeugen. Sie fährt nach dem Tod ihres Mannes ein letztes Mal mit dem Wohnmobil durchs Land, ist einsam, traurig und depressiv. Kein guter Zustand für eine Psychologin, die man ihr in den tiefgründigen Gesprächen um die Vergangenheit sehr gut anmerkt. Ihre Gedanken sind ausgiebig eingefügt, springen von Neugier zu Unglaube und Hoffnung hin und her.

Auf ihrer Reise und Flucht vor den Verfolgern begegnen sie einerseits einigen Freunden von Mary, andererseits den Vollstreckern und auch kurz den Entführern. Die Vampire haben mir hier besser gefallen, die Schurken bleiben blass und agieren lange Zeit aus dem Hintergrund.


Aufmachung des Buches
Die Taschenbücher dieser Serie werden weiterhin als Klappbroschur verlegt, was dem Einband einen stabilen Halt gibt. Der abgebildete Koffer samt Hut hat einen guten Bezug zum Inhalt und ist wie gewohnt mit einer dezenten Lackschicht versehen. Die schwarzen Burgspitzen sind auch auf dem Buchrücken und der Rückseite zu sehen. Darüber sind im blassgrünen Himmel die Angaben zum Romaninhalt zu sehen.


Fazit
Das Fazit ist diesmal durchzogen, ich kann jedoch nicht genau den Finger darauf legen, was mich gestört hat. Zu Mary habe ich nicht wirklich den Draht gefunden, Dante hingegen hat mich für sich eingenommen und beide zusammen sind auf einer mäßig spannenden Flucht. Natürlich lohnt es sich, auch diesen Band zu lesen, denn unterhalten kann er allemal.


3 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 18: Vampir verzweifelt gesucht
Band 19: Ein Vampir für alle Lebenslagen
Band 20: Ein Vampir zur rechten Zeit
Band 21: Ohne Vampir nichts los
Band 22: Tatsächlich ... Vampir

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