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Mit vereinten Kräften

Die grausame Schurkin "Mutter" und ihre Organisation holen aus zum entscheidenden Schlag. Mit einem Signal, ausgestrahlt über Satelliten im Erdorbit, machen sie aus normalen Kindern und Jugendlichen auf der gesamten Welt morsdgierige Killer. Es scheint, als stünden Batmans Gefährten Dick Grayson, Red Robin, Red Hood, Bluebird und Spoiler diesmal auf verlorenem Posten. Doch dann bekommen sie schlagkräftige Unterstützung von Damian Wayne und dem Rest der großen Batman-Familie - und von dem düsteren Antihelden Midnighter!

 

Batman Robin Eternal 4 

Originaltitel: Batman & Robin Eternal #19 - 26
Autor: Scott Snyder
Übersetzer: Marc Schmitz
Illustrator: Roge Antonio, Fernando Blanco und weitere
Verlag: Panini Comics
Erschienen: 6. Dezember 2016
ISBN: 978-3-7416-0049-4
Seitenzahl: 188 Seiten
Altersgruppe: ab 12 Jahre (Empfehlung des Rezensenten)

Hier geht's zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
Oberschurkin "Mutter" holt zum letzten Schlag aus. Mit Hilfe ihrer Gehirnwäsche-Methodik will sie alle Kinder und Teenager dazu bringen, die Erwachsenen zu vernichten. Batman, alle Robins und der Rest des Bat-Clans sind gezwungen zusammen gegen "Mutters" ultimativen Schlag zu kämpfen. Nachdem Mutters Geschichte bekannt wird und es zum großen Showdown kommt, ist es kein Racheengel, der Mutter stoppen will, sondern vielmehr ein Verbündeter im Schatten ihrer selbst.

Solide Zeichnungen und satte Farben runden den 4. und letzten Teil der Batman & Robin Eternal-Saga ab. Die ausgearbeiteten bekannten Helden und Bösewichte werden toll in Szene gesetzt und agieren in prächtigen Kämpfen. Lediglich die Story wirkt überdreht und streckenweise zu futuristisch für einen Batman Comic.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Neben Batman treten die zahlreichen Robins im Vordergrund der Serie und rotten sich zum Finale gegen "Mutter" zusammen. Da ist zum Beispiel Dick Grayson, der erste Robin, der nun ein Agent einer anderen Organisation ist. Er wird wie der gesamte Comic in unterschiedlichen Linienstärken gezeichnet, je nachdem was die Szene oder das Bild abverlangt und wie der jeweilige Charakter gezeigt werden soll. Diese Mischung passt hervorragend zu einem farben- und schattenträchtigen Comic wie diesem. Dick hat ein markantes Gesicht und ist nicht mehr der sportliche Jüngling, sondern vielmehr ein Kämpfer. Er wird mit schmalen Augen gezeichnet und transportiert die Hin- und Hergerissenheit seiner Emotionen zwischen seinem Agenten-Dasein und Batman.

Der aktuelle kindliche Robin ist Damian Wayne, Bruce´ Sohn. Er erscheint größtenteils im gewohnten Robin-Kostüm, ist hitzig und gerecht, aber auch zornig. Im Grunde sieht Damian aus wie eine der anderen Robins, nur jünger. Überhaupt wirkt dadurch diese ganze "Robin-Parade" nicht besonders originell. Somit werden alle Robins streckenweise mit viel rot und schwarz in Farbe gesetzt und mit unterschiedlichen Strichstärken und leichten Altersdetails angepasst.

Batman wird wie immer muskulös und fein definiert gezeichnet. Besonders auf seinen trainierten Körper wurde beim Zeichnen wieder viel Wert gelegt. Er wird hart und markant gezeichnet, hat wie so oft eine düstere Aura und spielt meist mit den Schatten der Bilder. Batmans Zeichnungen brillieren vor allem in Kampfszenen und Actionbildern. Neben ihm  wird auch Batgirl im bekannten Kostüm in Szene gesetzt. Sie wird zwar filigraner und sportlicher als Batman gezeichnet, hat aber auch Muskeln vorzuweisen.

Oberschurkin "Mutter" ist das ultimative Böse. Gefühllos und rachedurstig, plant sie ihre eigenen missglückte Vergangenheit in die Zukunft aller Jugendlichen auf der Welt zu transformieren. Sie ist alt und wird mit weißem Haar und Falten akribisch und hart gezeichnet. Sie hat eine gewisse Strenge und transportiert ihr kühles kaltes Wesen in ihren seltenen Emotionen. Generell werden alle Figuren sauber und ordentlich in Szene gesetzt und gut gezeichnet. Auch Actionsequenzen und großflächige Bilder können mit den Charakteren mithalten und runden das Ganze ab.

Zwei Mankos jedoch bleiben zu nennen. Zum einen kann man ja ein Fan von diversen Helden sein und es mögen, wenn diese in gesammelter Mannschaft in einem Werk auftreten. Ich finde allerdings, dass es in diesem Band für meinen Geschmack "too much" ist. Quasi frei nach dem Motto: "zu viele Robins verderben den Brei," tänzeln sie alle durch die Story plus den Rest der gesamten Bat-Family. Es hält sich nicht die Waage und so tritt die Bat-Armee gegen Super-"Mutter" an, die als Bösewicht auch nur mäßig ist, da nicht ihr Wesen oder ihre Kriminalität das Besondere ist, sondern die übertriebene futuristische Technik. Ebenfalls "too much" für einen Batman-Comic.

Letzteres sind Dialoge und Texte. Die sind zweifelsfrei gut eingebaut und durchdacht, orientieren sich an der Story und den Geschehnissen, lassen aber zu wünschen übrig, wenn man im letzten Absatz  bemängeltes mitbetrachtet. So wirkt es teilweise gestreckt und dann wieder zu kurz gekommen und auf der einen Seite geht der Comic in Action und Drama auf, auf der anderen Seite dümpelt er vor sich hin.


Aufmachung des Comics
Batman, alle Robins und diverse andere Helden zieren das farbenprächtige Cover auf silbergrauem Hintergrund. Alle in ihrer jeweiligen Pose und zusammengepfercht wie ein Blumenstrauß, wirkt das Cover überladen und nicht sonderlich originell. Oberhalb steht der Titel der Saga, unterhalb der Seite werden Autoren, Zeichner und Tuscher genannt.

Die Rückseite zeigt alle Robins in diversen Situationen und Posen. Es wirkt eher lose zusammengebastelt als harmonisch gezeichnet. Ein ausführlicher Buchrückentext ziert das obere Drittel der Rückseite und einige Statements wurden abgedruckt.


Fazit
Ein Robin, zwei Robin, drei Robin ... usw. Was zu viel ist, ist zu viel, trotz guter Zeichnungen.


2 5 Sterne


Hinweise
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