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 ohne Inhaltsbeschreibung

 

Sherlock Holmes Gesammelte Werke 

Autor: Arthur Conan Doyle
Übersetzer: Adolf Gleiner, Margarete Jacobi, Louis Ottmann, Rudolf Lautenbach
Verlag: Anaconda Verlag GmbH
Erschienen: 5. Oktober 2012
ISBN: 978-3866478503
Seitenzahl: 1008 Seiten


Die Idee, Stil und Sprache
In diesem Buch finden sich 39 Kurzgeschichten von Doyle mit seinem Helden Sherlock Holmes und dessen Freund Dr. Watson. Sie sind von unterschiedlicher Länge – von 17 bis 32 Seiten, einzig die bekannte "Der Hund der Baskervilles" ist weit länger, eher ein Kurzroman denn eine Kurzgeschichte. Den Inhalt verraten hieße den Geschichten die Spannung zu nehmen und wäre bei so vielen Geschichten auch ein zeitraubendes Unterfangen. Grob gesagt geht es um Mord, Diebstahl und Freiheitsberaubung. Holmes wird mal von Klienten beauftragt, mal greift er der Polizei unter die Arme. Er tut das zuweilen auf recht eigenwillige Art und Weise, in der Regel aber erfolgreich. Geschildert werden die Fälle aus Sicht Dr. Watsons, er betätigt sich sozusagen als Chronist und es ist ihm ein Anliegen, das Genie seines Freundes einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen. Aus diesem Grund blickt er meistens aus einigen Jahren Entfernung zurück und beginnt seinen Bericht mit dem Erscheinen des Klienten, der dann den Auftrag erteilt. Die allermeisten Geschichten sind spannend bis zum Schluss. Wer allerdings alle Geschichten fortlaufend liest, dem wird auffallen, dass sich Motive wiederholen und auch Geschichten sich ähneln. Trotzdem macht es Spaß mitzuraten und dem Täter auf die Spur zu kommen. Nun ja, Watson und ich sind gleich "doof", Holmes ist uns immer ein Stück voraus und so gehört sich das ja auch für den klügsten aller Detektive.

Nebenbei erhält der heutige Leser noch einen kleinen Einblick in die Gesellschaft und die Zustände in der Zeit von ca. 1880 bis zur Jahrhundertwende; den berüchtigten Londoner Nebel eingeschlossen. 


Figuren
Die Hauptrolle hat natürlich der berühmte Sherlock Holmes inne und Dr. Watson glänzt auch nicht gerade durch Bescheidenheit. Er hält sich einiges darauf zu Gute, der vertraute Freund von Holmes zu sein. Wer da nun wen benutzt, diese Frage lässt sich nicht so gut beantworten wie die nach der Glaubwürdigkeit der Figuren. Bis in die Nebenrollen hinein wirken die meisten authentisch, lediglich hin und wieder sind Bösewichte etwas stereotyp geraten. Das fällt aber nur dann auf, wenn man "am Stück" liest. Laut Dr. Watson kann Holmes Frauen, außer "Der Frau", nicht leiden, wenn er sich ihnen gegenüber auch höflich und zuvorkommend verhält. Doyle scheint da anders gestrickt zu sein, denn seine Frauenfiguren sind häufig selbstbewusst und selbstbestimmt. Verhält es sich anders, dann gehört das zur Geschichte und hat seinen Grund.


Aufmachung des Buches
Das Buch kann man ruhigen Gewissens als "dicken Wälzer" bezeichnen, 1008 Seiten sind eine Menge Papier. Dieses ist stabil, ebenso der olivgrüne, leinene Einband des gebundenen Buches. Das Cover ist sehr zurückhaltend gestaltet: Titel und Autorenname sind in Gold aufgedruckt, oben rechts wurde der Detektiv als Schattenriss platziert, ebenfalls in Gold. Mit dem Quellenverzeichnis schließt der Band ab.


Fazit
Der Sammelband ist ein Muss für alle Holmes-Fans und solche, die es werden wollen. 


4 5 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de oder deinem Buchhändler vor Ort

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