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Robert Bruce hat sein Ziel erreicht: Er ist der gekrönte König Schottlands. Doch er hat den Zorn Edwards von England auf sich gezogen. Unter dem gefürchteten Drachenbanner zieht Edward in den Norden, entschlossen, Schottland zurückzuerobern. Die Engländer sind nicht Roberts einzige Feinde. Nach dem Mord an seinem Rivalen John Comyn hat sich das Reich geteilt, seine Truppen sind erschöpft und viele seiner Männer haben sich gegen ihn gestellt. Bruce hat die Krone, doch er hat kein Reich, er hat den Willen, ein Anführer zu sein, doch er hat keine Autorität mehr. Sein Ziel ist es nun, sich den Respekt seiner Nation zurückzuverdienen …

 

Koenig des Schicksals 

Originaltitel: Kingdom
Autor: Robyn Young
Übersetzer: Nina Bader
Verlag: Blanvalet Verlag
Erschienen: 21. Dezember 2015
ISBN: 978-3734100765
Seitenzahl: 640 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Mit „König des Schicksals“ vollendet Robyn Young ihre Trilogie über Schottlands Heldenkönig Robert the Bruce.
Band 2 endete im Jahre 1306 mit seiner Krönung, aber sein Kampf geht weiter, denn Edward I. von England, aber auch viele seiner Landsleute erkennen ihn nicht an und führen den Krieg gegen ihn fort.
Spannend und authentisch schildert die Autorin Roberts Bemühungen, seine Krone zu sichern und seinem Reich endlich die Unabhängigkeit zu erkämpfen.


Stil und Sprache
Die Geschichte Schottlands ist durch viele blutige Fehden der Clans untereinander geprägt. Edward I. von England machte sich das zu Nutze, um selbst Einfluss zu nehmen und die ganze britische Insel unter seine Kontrolle zu bringen. Dabei fand er auch Verbündete unter Roberts Landsleuten, die dessen Thronanspruch nicht unterstützten und lieber gegen ihr eigenes Volk, oft sogar ihre Familienangehörigen, kämpften.
Da dieser Roman 3 Monate nach Roberts Krönung beginnt, also unmittelbar an den zweiten Band anknüpft, sollte man die ersten beiden Teile unbedingt gelesen haben, um die sehr komplexen historischen Zusammenhänge besser zu verstehen.

Robyn Young gelingt es auch diesmal wieder mühelos, ihr Publikum für Roberts Schicksal – und das seiner Familie und seines Landes – zu interessieren. Ihr Erzählstil ist so anschaulich und plastisch, dass der Leser sich sehr gut in die jeweilige Situation hineinversetzen kann. Von den Schlachtfeldern an der Grenze bis zu König Edwards Krankenzimmer, Roberts Unterschlupf auf einer entlegenen Insel und Königin Elizabeths Gefängnis hat man die verschiedenen Schauplätze praktisch vor Augen und ist somit immer auf Höhe des Geschehens. Der Spannungsbogen liegt von Anfang an sehr hoch und steigert sich kontinuierlich bis zum furiosen Höhepunkt - der legendären Schlacht von Bannockburn.
Dabei hält sich die Autorin nah an die bekannten historischen Fakten und verbindet sie mit den sehr stimmigen fiktiven Elementen zu einer überaus authentischen und glaubwürdigen Erzählung.


Figuren
Fast alle Personen dieses Romans sind historisch bekannte Persönlichkeiten.
Edward I. von England steht am Ende seines Lebens und ist von Krankheiten geschwächt, aber noch immer hat er den Ehrgeiz - ganz Großbritannien zu beherrschen - nicht aufgegeben. Seine Rache an seinem Gegner Robert Bruce, die brutale Gewalt gegen dessen Familie, machen wirklich fassungslos, aber sie sind tatsächlich historisch verbürgt und geschehen.
Robert ist zerrissen zwischen der Sorge um seine Angehörigen und dem Wort, das er seinem Großvater gegeben hat: Den Anspruch auf den Thron aufrecht zu erhalten. Dafür kämpft er mit allen Mitteln und unter großen persönlichen Verlusten.
Anders, als in den ersten beiden Büchern, berichtet Robyn Young hier auch ausführlich über das Unglück von Roberts Ehefrau – Elizabeth de Burgh – seiner Tochter Marjorie und seiner Brüder und Schwestern, die – bis auf Edward Bruce – alle als Geiseln in die Hände der Engländer fielen und König Edwards Wut und Grausamkeit zu spüren bekamen.
Sie schildert alle ihre Figuren sehr detailliert und mit großem Einfühlungsvermögen. Es sind lebendige Menschen, deren Schicksal auch nach so vielen hundert Jahren noch immer berührt und beim Leser Mitleid, Abscheu oder auch Bewunderung erweckt.


Aufmachung des Buches
Wie bereits bei den zwei Vorgängern bildet ein bunter Wandbehang mit mittelalterlichen Kampfszenen den Hintergrund für die Cover des Taschenbuches.
Der Schild auf der hinteren Seite rahmt den Klappentext ein, auf der Vorderseite prangt mit dem aufsteigenden Löwen das Wappentier Schottlands.
Darüber steht in großen, grünen Lettern der Name der Autorin, darunter der Titel  in erhaben geprägten roten Buchstaben. Ebenfalls in Prägeoptik liegt quer über der rechten, unteren Ecke eine Hellebarde, die auf der dunkelgrünen Innenseite deutlich als  Ausformung zu erkennen ist.
Damit passen alle Bände der Trilogie wunderbar zusammen.

Zwischen dem Prolog von 1292 und dem Epilog von 1329 gliedert sich die Handlung in 6 Teile und 50 Kapitel, die großteils datiert und mit Ortsangaben versehen sind und den Zeitraum von 1306 bis 1314 umfassen.
Eine Karte Britanniens von 1306, ein umfangreiches Personenverzeichnis, ein Glossar, sowie eine Danksagung bilden die weitere Ausstattung des Buches.
Sehr aufschlussreich sind die ausführlichen Anmerkungen der Autorin wann und warum sie die - oft sehr wenigen - gesicherten historischen Fakten durch fiktive Elemente ergänzt hat.


Fazit
König Robert the Bruce ist eine der bekanntesten Gestalten der schottischen Geschichte.
Der Leser begleitet ihn in Robyn Youngs Büchern über einen Zeitraum von 28 Jahren und erlebt dadurch einen sehr intensiven Einblick in die Geschehnisse auf der britischen Insel um die Wende zum 14. Jahrhundert. Roberts Kampf um die Krone und die Freiheit seines Landes haben ihn zum Nationalhelden gemacht und die Autorin hat ihm mit dieser wunderbaren Trilogie ein angemessenes Denkmal gesetzt.


5 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de oder deinem Buchhändler vor Ort

Backlist:
Band 1 : Rebell der Krone
Band 2 : Krieger des Friedens

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