Smaller Default Larger

Als ich das Herbst-Lesungsprogramm der Stuttgarter Buchhandlung Wittwer das erste Mal sah, fiel mir ein Termin direkt ins Auge und wanderte kurz darauf als Pflichtveranstaltung in meinen Kalender: Ursula Poznanski liest am 19. September um 18 Uhr aus ihrem neuen Jugend-Thriller „Layers“. Am vergangenen Samstag war es nun endlich soweit und die Fans der sympathischen Österreicherin strömten zahlreich in die Buchhandlung. Als ich eine Stunde vor Lesungsbeginn ankam, konnte ich zwar noch einen Platz ergattern, aber die Jugendbuchabteilung, in der die Lesung stattfinden sollte, war bereits ziemlich voll. Zum Glück waren die Beschäftigten der Buchhandlung aber schon eifrig dabei neue Stühle und sonstige Sitzgelegenheiten zu organisieren. So fanden am Ende doch fast alle Fans ein Plätzchen und den wenigen Stehenden wurde von der Autorin direkt angeboten, dass sie sich zur Not gerne einfach seitlich auf den Boden setzen dürften.

Ursula PoznanskiUrsula Poznanski traf trotz des Stuttgarter Verkehrschaos frühzeitig ein und nutzte die freien Minuten vorm Lesungsbeginn für ein paar Gespräche mit den wartenden Fans und das eine oder andere Foto – ein besonders schönes Bild findet ihr auf ihrer Facebook-Seite. Pünktlich um 18 Uhr wurde die Lesung vom Geschäftsführer der Buchhandlung Wittwer, Rainer Bartle, eröffnet und das Mikrophon an Ursula Poznanski übergeben. Die Autorin stellte sich kurz vor und widmete sich dann auch direkt dem Buch, um das es gehen sollte: „Layers“. Ohne weitere Vorrede las sie die ersten paar Seiten vor und so begann eine spannende dreiviertel Stunde, die einen sehr guten ersten Einblick in den Roman bot. Neben der Eröffnungsszene wurden drei weitere Schlüsselszenen vorgelesen, die spannend und interessant waren, aber noch nicht zu viel vorweg nahmen. Zwischendurch erklärte Ursula Poznanski die Verbindungen zwischen den Szenen. 

Nachdem an einer ausgesprochen spannenden Stelle die Lesung beendet wurde, hatten wir noch fast eine halbe Stunde Zeit, um Fragen zu stellen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass Ursula Poznanski eher chaotisch arbeitet und dass sie zwar das Ende des Buches vorher kennt, aber doch jedes Mal überrascht ist, wie alle Fäden letztendlich zusammen laufen. Sie braucht durchschnittlich sechs Monate für ein Buch und schreibt entsprechend zwei Bücher pro Jahr. Eine wirkliche Auszeit hat sie da zwischendurch nicht. Lediglich direkt nachdem ein Buch abgeschlossen ist, legt sie mal eine schreibfreie Woche ein, aber dann geht es direkt weiter. Sehr erleichtert waren wir zu hören, dass sie auch dann weiterschreiben würde, wenn sie es finanziell nicht mehr müsste.
Auch zu dem im Oktober erscheinenden Roman „Fremd“, den sie mit Arno Strobel zusammen geschrieben hat und zu dem es bei uns im Forum eine Leserunde geben wird, wurden einige Fragen gestellt. Nicht zuletzt interessierte uns natürlich, wie es zu der Zusammenarbeit kam und wie es lief (die Zusammenarbeit entstand nach einem weinreichen Abend als eigentlich zum Scheitern verurteilter Versuch, weil sie sich beide sicher waren, dass man nicht zu zweit ein Buch schreiben kann. Dafür lief die Zusammenarbeit dann aber sehr gut und sie hatten jede Menge Spaß beim Schreiben). Und zu guter Letzt kamen wir auch auf ihre Lesegewohnheiten zu sprechen. Zwischen befreundeten Autoren gibt es wohl einen regen Bücheraustausch und so liest sie tatsächlich recht viel. Allerdings kann sie ihren Beruf da nicht so ganz ausblenden und redigiert das Gelesene oftmals im Kopf mit. Lediglich wirklich gute Bücher schaffen es, dass sie das völlig ausblenden kann.

An dieser Stelle wurde die Fragerunde dann leider schon wieder beendet, weil keine Zeit mehr blieb. Urusula Poznanski hat auf alle Fragen so offen, direkt und humorvoll geantwortet, dass die Fragerunde gerne noch viel länger hätte dauern können. Aber so hatten wir wenigstens vorm Schließen der Buchhandlung Wittwer noch die Gelegenheit, die Bücher der Autorin zu erwerben und signieren zu lassen. Auch da blieb die Autorin genauso freundlich, wie man sie während der Lesung erlebt hat. Sie hat gerne weitere Fragen beantwortet und nahm sich tatsächlich für jeden Fan die nötige Zeit.

Alles in Allem war es wieder eine ganz tolle Veranstaltung! Vielen Dank an die Buchhandlung Wittwer, dass sie so großartige Autoren einladen und den Lesungen den perfekten Rahmen verleihen. Und vielen Dank auch an Ursula Poznanski – für ihre spannenden Romane und den super freundlichen Umgang mit den Fans!

  • Keine Kommentare gefunden

Partnerprogramm

amazon

Mit einem Einkauf bei amazon über diesen Banner unterstützt du unsere Arbeit an der Leser-Welt. Vielen Dank dafür!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Für deinen Blog:

leser-welt.de wird überprüft von der Initiative-S