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Nach Jahrhunderten der Gefangenschaft ist die Karpatianerin Tatijana endlich frei. Nie wieder will sie sich einschränken lassen. Doch als sie einem Mann mit eisblauen Augen begegnet, ändert sich alles. Kann sie den Fesseln der Leidenschaft entkommen? Will sie es überhaupt?

Fenris ist jahrhundertelang allein gewesen. Er ist ein Ausgestoßener, wird gehasst und gejagt. Erst als er eine Frau mit Haaren wie Feuer trifft, endet seine Einsamkeit. Doch darf er sie lieben, wenn seine bloße Anwesenheit ihr Leben in Gefahr bringt?

 

Das Fluestern des Blutes 

Originaltitel: Dark Lycan
Autor: Christine Feehan
Übersetzer: Ulrike Moreno
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: August 2014
ISBN: 978-3-404-17022-7
Seitenzahl: 595 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Fenris, eigentlich ein Karpatianer, lebte als Lykaner seit Jahrhunderten bei den Werwölfen, nachdem der Bluttausch nach brutalen Schlachten ihn in einen Mischling verwandelte. Für die Lykaner ist dies jedoch eine verbotene Verbindung, die gnadenlos gejagt und zu einem schrecklichen Tod verdammt wird. Daher wurde Fen immer mehr zum Einzelgänger, folgte den Rudeln, die dem Bösen anheimgefallen sind und einem Sange rau – einem Mischling aus Vampir und Lykaner – der Tod und Verderben über alle bringt, ob Mensch, Karpatianer oder Lykaner. Diesmal verfolgt er sie in die Karpaten, wo sich ein gewaltiges Rudel zusammengefunden hat und dort trifft er nicht nur auf viele Bekannte aus seiner Kindheit, sondern auch auf eine aufregende Drachensucherin, die alle Sinne in ihm zum Explodieren bringt …

Neue Gegner und mögliche Verbündete beleben die Serie auf wunderbare Weise. Die Umsetzung ist spannend und perfekt gelungen.


Stil und Sprache
Der Leser wird gleich zu Beginn in die verschiedenen Handlungsstränge eingeführt. Tatijana und Fen begegnen sich im ersten Kapitel und auch die Kämpfe werden eröffnet. Da diesmal Lykaner unter dem Einfluss eines Sange rau-Vampires angreifen, sind die Anschläge äußerst gefährlich, brutal und blutig. Diesmal stehen die Karpatianer einer Macht gegenüber, der sie ohne Training und Anweisung unterlegen sind, da die Werwölfe ganz anders kämpfen und nicht an die Nacht gebunden sind. Dies treibt die Spannung laufend in die Höhe, keiner ist vor den Bestien sicher und die aufgeteilten Rudel greifen zeitgleich an verschiedenen Fronten an. Zwar treffen sie auf eine große Anzahl karpatianischer Jäger, doch die ungewohnten Kampftechniken und Angriffsstrategien zeigen enorme Wirkung. Es ist auch spannend zu lesen, wie sich erfolgreiche Jäger die Zähne ausbeißen, mit allen entsprechenden Reaktionen.

Mitten im Chaos stehen Fen und Tatijana. Sie ist seit kurzem fähig, aus der heilenden Erde zu kommen, erst zwei Jahre sind seit ihrer Befreiung vergangen und einen Gefährten kann sie im Moment gar nicht gebrauchen. Und Fen, der seinem Volk jahrhundertelang fern geblieben ist und als Lykaner gelebt hat, obwohl eine Entdeckung seine gemischten Blutes ihn zum Tode verurteilt, kann keine Gefährtin beanspruchen. Die Auseinandersetzung der beiden, die tiefgründigen Dialoge und überzeugenden Emotionen sind ausgezeichnet gelungen und treiben ihrerseits die Spannung in die Höhe. Wie gewohnt ist die prickelnde Erotik ausgiebig eingebaut und überzeugt mit heißen Szenen, die offen und mit Niveau beschrieben sind. Die Handlung wird abwechselnd in der dritten Person aus Sicht der beiden Protagonisten beschrieben. Auch diesmal wurden die Schauplätze bildhaft in Szene gesetzt.

Der finale Showdown ist ausgezeichnet gelungen, geht über mehrere spannende Stationen und endet mit einem Cliffhanger, der den nächsten Band einläutet.


Figuren
Fen und Tatijana sind beide Einzelgänger mit einer düsteren Vergangenheit. Er hat die Hoffnung aufgegeben, seine Gefährtin zu finden und überhaupt, er kann und darf sie nicht für sich beanspruchen, zu groß ist die Gefahr durch das gemischte Blut. Und Tatijana will zum ersten Mal richtig leben, ohne Einschränkungen oder jemanden, der über ihr Leben bestimmen will. Trotz diesen Voraussetzungen entwickeln sich beide zu einem Paar und bleiben dabei authentisch. Die Emotionen, die Auswirkungen der Vergangenheit aber auch die gewaltige Kraft der Liebe sind ausgezeichnet gelungen, facettenreich und überzeugend.

Auch die Nebenfiguren haben mir ausgezeichnet gefallen. Die Lykaner sind zahlreich und unterscheiden sich im Verhalten deutlich von den Karpatianern. Dimitri, Fens Bruder und Gefährte von Skyler, hat eine wichtige Rolle inne und man lernt ihn viel besser kennen. Auch karpatianische Jäger mit deren Gefährtinnen, Mikhail und seine engsten Vertrauten, greifen aktiv ins Geschehen ein und kommen schon mal in echte Schwierigkeiten.


Aufmachung des Buches
Erstmals ist ein kleinerer Vollmond auf dem Cover zu sehen, das insgesamt viel weniger dunkel ist als die vorangegangenen. So kann man auch die Sonne durch die Wolken andeutungsweise sehen und die Einzelheiten der Umgebung sind diesmal klar zu erkennen. Nicht fehlen darf natürlich der sexy Mann, der wie gewohnt von der Taille an aufwärts unbekleidet ist. Die Rückseite ist jedoch so dunkel, dass außer der Inhaltsangabe kaum mehr etwas zu erkennen ist.


Fazit
Zwei starke Protagonisten, ein neuer Feind und mögliche neue Verbündete zeichnen diesen äußerst spannenden und gefühlvollen Band aus.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 19: Dunkle Gier
Band 20: Heißes Blut
Band 21: Träume der Dunkelheit
Band 22: Die Sehnsucht der Nacht
Band 23: Gefangene der Flammen

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