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Yuzu ist sich ihrer Gefühle für Mei bewusst geworden. Aber nicht nur der Liebeskummer macht ihr Probleme, sondern auch Himeko, die Vizepräsidentin des Schülerrats. Diese kennt Mei bereits seit dem Kindergarten und scheint auch mehr als Freundschaft für sie zu empfinden. Yuzu wird somit unverhofft zur Rivalin erklärt und muss um Meis Herz kämpfen!

 

Citrus 2 

Originaltitel: citrus Vol. 2
Autor: Saburouta
Übersetzer: Verena Maser
Illustrator: Saburouta
Verlag: Tokyopop
Erschienen: Juni 2015
ISBN: 978-3-8420-1186-1 
Seitenzahl: 168 Seiten
Altersgruppe ab 15 Jahre (Verlagsempfehlung)


Die Grundidee der Handlung
Yuzu hat realisiert, dass sie in ihre neugewonnene Schwester verliebt ist. Doch wohin mit den Gefühlen, wenn Mei Yuzu nur als Schwester sieht? Oder liegt Yuzu damit falsch? Hat am Ende Mei doch tiefer gehende Emotionen für Yuzu? Anstatt sich darauf konzentrieren zu können, was das alles für Yuzu bedeutet und wie sie mit ihren Emotionen fertig werden soll, taucht eine Kindergartenfreundin Meis auf. Die Vizepräsidentin des Schülerrats sieht kurzerhand Yuzu als Rivalin.

Im zweiten Band lässt die Mangaka ein paar spannende Elemente mitschwingen, die den Band dramatisch machen. Durch das Auftauchen der Rivalin für Yuzu gibt es Konflikpotenzial, doch auch im  Bezug auf Meis Familienstand wird dem Leser eine neue Seite offenbart.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Passend für einen Shojo, der zugleich in die Girls Love Sparte einzuordnen ist, ist das Augenmerk auf Äußerlichkeiten gerichtet. So sind Yuzu, aber auch Mei sehr weiblich dargestellt. Beide haben lange Haare, Yuzu hat im Vergleich zu Mei hellbraunes Haar. Gespielt wird mit den Frisuren insofern, dass man Yuzus Haare mal offen sieht, dann zu einer Hochsteckfrisur geflochen, deren Strähnen das Gesicht umrahmen. Dabei vervollständigen große Augen das Gesicht, in denen man all die Emotionen, die Yuzu durchlebt, ablesen kann.
Mei hingegen ist das komplette Kontrastprogramm: sie hat langes schwarzes Haar, welches eigentlich immer offen ist. Aufwändige Frisuren sieht man bei ihr nicht. Und auch im Bezug auf ihre Mimik ist sie deutlich introvertierter als Yuzu. Ebenfalls sehr offenherzig und auch gegenüber Yuzu klar feindlich eingestimmt, ist die Kindergartenfreundin Meis. Himeko ist nicht nur von ihrem Verhalten ein Kontrast zu Mei. Auch im Verglich zu Yuzu sticht sie hervor, was sich im Äußeren ebenfalls abzeichnet. Himeko trägt eine sehr aufwändige Frisur. So sind ihre Haare zu Ringellöckchen gedreht, die ihr ein herrausstechendes Auftreten geben, zugleich hat sie neben der Frisur sehr ausgeprägte Augenbrauen, die ihre Mimik oft unterstützt.

Obwohl Meis Miene sonst eher verschlossen ist, zeigt sie besonders im vorliegenden Band weitere Gefühlsausbrüche, die sie einem auch als Leser lebendig machen, wenngleich man sie noch nicht ganz fassen kann. Nicht nur der Leser ist verwirrt, man ist es gleichermaßen mit Yuzu. Insgesamt ist es schon so ausgelegt, dass man mehr mit Yuzu und ihren Gefühlen mitleidet, dennoch vernachlässigt die Mangaka Mei nicht. Als ebenfalls neue Figur auftauchend, treffen Yuzu und Mei auf ihren Vater, der nie Zuhause ist, was Mei unglücklich macht. Ihr Vater ist rein äußerlich gegenüber anderen männlichen Figuren  - die allerdings nicht so häufig vorkommen, da es eher frauendominert ist – sehr verschieden. So trägt er einen Dreitagebart, lockere Klamotten, zudem lässt er seine Haare einfach in Strähnen ins Gesicht fallen. Meis enge Beziehung zu ihrem Vater wird klar, allerdings gelingt ihr ein Zugehen auf ihren Vater nur durch Yuzu. Es wird dem Leser deutlich, dass die neue Schwester Meis ihr eine Stütze wird. Als Leser hofft man, dass Mei sich dieses Aspekts bewusst wird und dass sie Yuzu zukünftig anders sieht.

Die Zeichnungen sind im gesamten Band gleichbleibend weich und fein gezeichnet, durch den Einsatz von Rasterfolie bekommen die Panel ihre nötige Struktur. Es werden Details dadurch hervorgehoben, Schatten und Lichteinsätze werden dargestellt. Auch die Soundwörter und eingesetzten Speedlines, sofern sie nötig sind, geben den Bildern ihre Dynamik, der Leser ist in den Szenen stets dabei. Der Fokus liegt allerdings fast immer auf den Gesichtern, die großen Augen spiegeln die Emotionen  der Protagonisten gut wider.


Aufmachung des Manga
Das Cover zeigt eine emotional aufgewühlte Yuzu, die mit zerknautschter Kleidung auf der eher teilnahmslosen Mei liegt. Die gesamte Körpersprache macht klar, was Yuzus Absicht war, dass aber scheinbar die Gefühle als Schwester im Weg stehen. Die Zerrisenheit, die im Band zu spüren ist, wird hier mithilft eines Bildes eingefangen. Die Farben sind schön satt, zugleich aber nicht aufdringlich. Alles ist in einem Braun-Beige gezeichnet, lediglich das grüne Haarband und die rosa Bluse stechen ein wenig aus der erdigen Farbpalette hervor. Anhand des Covers wird der Leser neugierig gemacht, zudem lässt sich gleich auf das Genre schließen.

Der Manga selbst besitzt 2 Farbseiten, die keine Illustrationen enthalten, sondern die ersten Seiten des Kapitels. Als Extra enthält der Manga ein paar Vier-Panel-Comics und eine Fortsetzung einer Szene aus dem Band. Gedruckt ist er in dem Softcoverformat von Tokyopop.


Fazit
Yuzu hat es schwer, eine Schwester für Mei zu sein, wo sie doch Gefühle für diese hegt. Das eigene Gefühslchaos nicht in den Griff bekommend, hat sie sich nun auch noch mit Himeko, Meis Kindergartenfreundon herumzuschlagen. Yuzu ist verzweifelt und weiß auch nicht, wie sie Meis Verhalten ihr gegenüber werten soll. Nicht nur Yuzu, auch der Leser ist gespannt, wie es im dritten Band mit den beiden neugewordenen Schwestern weitergeht.


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
- Band 1

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