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Ein Schlamassel kommt selten allein, das weiß die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum nur zu gut. Als wäre es nicht schlimm genug, einer ausgebüxten Giraffe durch Trentons Straßen hinterherzujagen, muss Stephanie nun auch noch einen skrupellosen Gangster aufspüren: Salvatore Sunucchi, alias „Onkel Sunny“. Sunny wird des Mordes bezichtigt – doch niemand will sich mit ihm anlegen. Selbst Trentons heißester Cop, Joe Morelli, hat wenig Interesse, den Flüchtigen zu stellen. Denn tatsächlich ist „Der Pate“ sein Patenonkel. Als Stephanie nebenbei auch noch über einen Serienkiller stolpert, der es auf alleinstehende Seniorinnen abgesehen hat, ist das Plum'sche Chaos mal wieder perfekt ...

 

Kuess dich gluecklich 

Originaltitel: Takedown Twenty
Autor: Janet Evanovich
Übersetzer: Thomas Stegers
Verlag: Manhattan
Erschienen: 30. März 2015
ISBN: 978-3-442-54741-8
Seitenzahl: 320 Seiten

Hier geht's zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
So richtig leicht zu erwischende Flüchtige hat Kautionsjägerin Stephanie Plum noch nie gehabt, doch dieses Mal soll sie den von allen gefürchteten „Onkel Sunny“ einfangen. Niemand würde ihn freiwillig ausliefern, geschweige denn etwas über ihn verraten. Stephanie steht vor einem schier unlösbaren Problem, doch als wäre das noch nicht genug, treibt auch noch eine freilaufende Giraffe in Trenton ihr Unwesen ...

Stephanie Plum kommt dieses Mal in den Genuss zu erfahren, wie man jemanden fängt, vor dem alle Respekt haben und der von allen gefürchtet wird. Nahezu allein auf weiter Flur muss sie einen Ganoven zur Strecke bringen, der auch dem Leser alles andere als geheuer ist, so dass man hofft, es möge ihr bald gelingen.


Stil und Sprache
Autorin Janet Evanovich feiert mit ihrer chaotischen Protagonistin ein kleines Jubiläum, denn bei dem vorliegenden Band handelt es sich um den zwanzigsten Fall für Kopfgeldjägerin Stephanie Plum. In gewohnt lockerem Stil wird aus der Ich-Perspektive Stephanies erzählt, so dass der Leser ganz nah am Geschehen ist, gleichzeitig aber auch darauf achten muss, den roten Faden nicht zu verlieren, da Stephanies Gedanken mitunter ähnlich chaotisch sind wie sie selbst.

Wer die Reihe regelmäßig verfolgt, weiß um den prinzipiellen Aufbau beziehungsweise Verlauf der Handlung. Da die Autorin jedoch immer wieder mindestens ein Schmankerl einbaut, das für mehr als nur Überraschung sorgt, wird man nicht müde, auch den inzwischen zwanzigsten Fall noch mit Begeisterung zu verfolgen. Die Fettnäpfchen blinken schon meilenweit im Voraus, gleichwohl bleibt die Spannung trotzdem vorhanden, denn man kann nie wissen, wer oder was hinter der nächsten Ecke auf den Einsatz wartet.

Neben der von Anfang bis Ende vorhandenen Spannung, die durchweg eine solide Basis bietet, egal ob die Handlung gerade vorangetrieben wird oder nicht, legt Janet Evanovich ein recht hohes Tempo vor. So muss man zwangsläufig am Ball bleiben, um dem Geschehen und den Gedanken Stephanies folgen zu können, damit man dem vermeintlichen Abschluss des Falls möglicherweise schon früher auf die Schliche kommt.


Figuren
Auch wenn es sich bei „Küss dich glücklich“ bereits um den zwanzigsten Band handelt, so stellt Stephanie Plum sich zu Beginn noch immer kurz vor, so dass auch Neulinge einen ersten Einblick in ihren Charakter und ihre Arbeit erhalten. Allerdings wird diese Einführung sehr kurz gehalten, damit auch regelmäßige Leser keine Langeweile befällt. In Stephanies Gefühlsleben geht es nach wie vor drunter und drüber; eine hundertprozentige Kehrtwende ist noch nicht in Sicht, sie weiß sich geschickt aus der Affäre zu ziehen, um keine endgültige Entscheidung treffen zu müssen. Nicht für jedermann mag ihr Verhalten diesbezüglich nachvollziehbar sein, aber eins ist es in jedem Fall: unterhaltsam.

Die Tiefe der Charakterdarstellungen von Nebenfiguren fehlt auch dieses Mal, obwohl man den ein oder anderen doch gerne näher kennengelernt hätte. Dies ist aber der Erzählperspektive geschuldet, so werden hauptsächlich Protagonisten ausführlich betrachtet, die für Stephanie von hoher Wichtigkeit sind.


Aufmachung des Buches
Diese Klappenbroschur besticht durch ein kräftiges Grün, das scheinbar leicht mit Türkis gemischt wurde. Im Vordergrund befinden sich zwei küssende Giraffen oder eine gespiegelte, so genau lässt sich das nicht sagen. Dieses Element findet sich im Inhalt wieder, denn auch hier nicht nicht ganz klar, was tatsächlich sichtbar ist und was nicht. Auf dem Autorennamen tänzelt mutmaßlich Stephanies kleiner Hamster, der immer wieder zur Erheiterung beiträgt, ohne etwas dafür tun zu müssen. Wirklich neugierig macht das Cover dieses Mal nicht, spiegelt aber doch ein wenig vom Inhalt wider.


Fazit
Auch der Jubiläumsband kommt gewohnt chaotisch daher, holt den Leser aber wie gewollt ab und bereitet ihm die ein oder andere amüsante und zugleich spannende Lesestunde.


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:

Band 15: Kuss mit Soße
Band 16: Der Beste zum Kuss
Band 17: Küsse sich, wer kann
Band 18: Kuss Hawaii
Band 19: Küssen und küssen lassen

Zusätzlich sind noch folgende Zwischenbände erschienen:

  • Der Winterwundermann (zwischen 13 und 14)
  • Liebeswunder und Männerzauber (zwischen 14 und 15)
  • Glücksklee und Koboldküsse (zwischen 15 und 16)
  • Traumprinzen und Wetterfrösche (zwischen 16 und 17)
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