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HALT DICH FERN VON DEM BLITZESCHLEUDERNDEN IRREN!

Thor, der nordische Donnergott, ist nicht nur ein Aufschneider und ein Rüpel, sondern viel schlimmer – er hat viele Leben vernichtet und unzählige Unschuldige auf dem Gewissen. Atticus O’Sullivan, der letzte der Druiden, und sein Anwalt Leif unternehmen alles, um diesen nordischen Albtraum ein für alle Mal loszuwerden.

 

Gehaemmert 

Originaltitel: The Iron Druid Chronicles 3. Hammered
Autor: Kevin Hearne
Übersetzer: Alexander Wagner, Friedrich Mader
Verlag: Klett-Cotta
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3-608-93933-0
Seitenzahl: 366 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Zwar ist die Schlacht gegen die Hexen gewonnen, doch den Verbündeten musste Atticus einiges versprechen. Und der letzte der Druiden hält sein Wort! Zuerst stiehlt er in Asgard einen der goldenen Äpfel, was hohe Wellen wirft und beinahe in einer Katastrophe endet, nur um kurze Zeit später nochmals mit seinen beiden Freunden Leif und Gunnar loszuziehen, um sie in die nordische Götterwelt zu bringen und ihnen zu helfen, den Donnergott Thor zu vernichten …

Gefühlt ist dieses Buch spannend von der ersten bis zur letzten Seite, eine haarsträubende Schlacht folgt der nächsten. Die Umsetzung ist dabei hervorragend gelungen.


Stil und Sprache
Die Handlung schließt nahtlos an den letzten Band an und diesmal ist mir der Einstieg wieder leicht gefallen. Atticus selbst führt als Ich-Erzähler durch die Handlung, wobei wieder ausgiebige witzige Gespräche mit seinem Hund Oberon eingebaut sind. Und auch mit anderen Wesen nimmt er im Verlauf der Handlung telepathisch Kontakt auf. Diese Passagen sind jeweils in Kursivschrift eingefügt.

Atticus befindet sich an einem Scheideweg. Er hätte die letzte Schlacht mit den Hexen und den Kabbalisten nicht ohne seine Verbündeten überlebt, musste dafür jedoch einige Versprechen abgeben, die ihn nicht minder in Gefahr bringen oder schier ausweglos sind. Die Warnungen von Morrigan und Jesus selbst tragen nicht gerade zu seinem Seelenfrieden bei. Die Spannung ist von Beginn weg da und schießt laufend in die Höhe, um nur kurz abzusinken und in die nächste Spitze zu gelangen. Jeder Showdown ist einzigartig, voller Action und überraschenden Elementen, sodass man vor lauter Spannung das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Ich habe den Band jedenfalls an einem schönen Sonnentag in einem Schwung gelesen.

Doch Atticus ist nicht einfach eine Tötungsmaschine. Er ist zwar eine Naturgewalt, doch bekümmert ihn jeder Verlust, ob er den Gefallenen länger gekannt hat oder nicht. Die Emotionen sind dann auch überaus stark und überzeugend eingebaut. Vor der letzten großen Schlacht gibt es eine Besonderheit. Fünf Verbündete erzählen ihre Geschichte, wieso sie Thor so hassen und ihn unbedingt vernichten wollen. Es sind Ereignisse weit aus der Vergangenheit, meistens aus der Zeit, als sie noch als Menschen lebten. Auch von Atticus erfährt man an anderer Stelle viel über seine Vergangenheit.

Die alles entscheidende Schlacht führt über einige Etappen, ist wendungsreich und dramatisch, da zahlreiche Verluste zu beklagen sind. Doch auch nach der Rückkehr ist die Handlung nicht vorbei. Zahlreiche lose Fäden, die wie Damoklesschwerter über Atticus schweben, lassen den Leser äußerst gespannt zurück.


Figuren
Atticus und Oberon haben mir wieder ausgezeichnet gefallen. Oberon hat zwar eine eher kleine Rolle, doch dafür sind die Unterhaltungen mit Atticus wieder einwandfrei gelungen und lassen den Leser schmunzeln. Zuerst ist Atticus auf sich alleine gestellt, zeigt bei seinem Raub des goldenen Apfels einige seiner Talente, schlägt mit seiner Aktion jedoch auch hohe Wellen, die ihn schneller einholen, als ihm lieb ist. Atticus ist gewitzt, voller haarsträubenden Ideen, die ihm oft in letzter Minute noch das Leben retten, auch wenn er dabei verletzt wird. Seine Aufrichtigkeit und Prinzipientreue sind imponierend, sein trockener Humor ansteckend.

Sein vampirischer Freund und Anwalt Leif und der Alphawolf Gunnar hassen beide Thor bis aufs Blut, ihre Gründe erfährt der Leser aus ihren persönlichen Geschichten. Mit anderen Gleichgesinnten, die ebenfalls mit zahlreichen Facetten ausgestattet wurden, bricht Atticus nach Asgard auf. Neben dem Donnergott sind noch andere Götter, die Walküren und weitere magische Wesen mit von der Partie, die aus der Sagenwelt stammen und über entsprechende Fähigkeiten verfügen. Manche kennt man bereits aus den ersten Bänden und sie bekommen neue Charakterzüge, andere hingegen sind neu. Gefallen haben mir ausnahmslos alle!


Aufmachung des Buches
Das etwas größere und schwere Taschenbuch zeigt ein äußerst passendes Cover. So stelle ich mir Atticus vor, mit seinem Zauberschwert mitten in der Schlacht. Der in Weiß gehaltene Titel leuchtet hell aus dem dunklen Bereich heraus. Die Rückseite ist im dunklen Grün-Schwarz gehalten und zeigt lediglich die Inhaltsangabe.

Leider weist das Buch nach nur einmaligen sorgfältigen Lesen bereits Falten am Buchrücken auf.


Fazit
Ich bin begeistert! Viel Action, überzeugende Figuren und Atticus in Höchstform. Ein Wermutstropfen ist lediglich, dass das Ende an sich ein großer Cliffhanger darstellt, weil viele offene Fäden, Feinde und Prophezeiungen bestehen bleiben, sodass man unbedingt den nächsten Band so bald wie möglich in Händen halten will.


5 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de oder deinem Buchhändler vor Ort

Backlist:
Band 1: Die Hetzjagd
Band 2: Verhext

Zusätzliche Information des Rezensenten: Der erste Band „Die Hetzjagd“ wurde als Taschenbuch unter dem Titel „Gehetzt“ veröffentlicht.

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