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Lily Yus Verbindung mit dem Werwolf Rule Turner sorgt unter den Gestaltwandlern für Unruhe. Doch dies tritt in den Hintergrund, als es zu einer Reihe seltsamer Ereignisse kommt. Rules Bruder Benedict stellt im Clanshaus eine mysteriöse Einbrecherin und in Tennessee tötet ein Werwolf mehrere Menschen. Lily und Rule gehen der Sache nach und stoßen auf eine Fährte, die in die Anderswelt führt. Eine unbekannte Macht scheint es auf die Werwölfe abgesehen zu haben … 

 

Verbotene Pfade 

Originaltitel: Blood Challenge
Autor: Eileen Wilks
Übersetzer: Stefanie Zeller
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: Oktober 2011
ISBN: 978-3-8025-8496-1
Seitenzahl: 592 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Seit der Bekanntgabe der Verlobung mit Rule erhält Lily Drohbriefe, Vandalen beschädigen ihr Auto und eine Gruppierung startet eine Hetzkampagne gegen die Lupi. Als ein Werwolf in Tennessee in Raserei gerät, zahlreiche Menschen verletzt und zwei sogar gestorben sind, scheint die öffentliche Meinung immer mehr zu kippen. Doch dabei konnte es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, denn ein Lupus verletzt niemals eine Frau, geschweige denn tödlich. Lily und Rule nehmen die Ermittlungen auf, doch kurz nach dem Gespräch wird ein Anschlag auf Lily verübt, bei dem sie schwer verletzt und ihr Bodyguard getötet wird. Gleichzeitig erleidet Lilys Chef einen durch Magie ausgelösten Herzinfarkt und auf dem Clangut der Nokolai wird eine mysteriöse Frau festgenommen, die eine fremde Substanz in den Brunnen geschüttet hat ...

Äußerst spannend und perfekt ausgearbeitet ist der 7. Teil der Serie. Die Lage spitzt sich an verschiedenen Fronten zu, was sich im rasanten Schreibstil ausgezeichnet niederschlägt.


Stil und Sprache
Auch dieser Band beginnt mit einem Prolog, der diesmal nicht nur Auswirkungen auf „Verbotene Pfade“ hat, sondern für die zukünftige Entwicklung der Clans wichtig sein wird. Danach geht es geheimnisvoll weiter mit dem ersten von verschiedenen Handlungssträngen, die eng ineinander verwoben sind und sich zu einem großen Strang verdichten.

In dritter Person aus Sicht der Protagonisten und wenigen Nebenfiguren wird die Handlung präsentiert. Die Spannung ist fast von Beginn an da, die Katastrophen kommen fast zeitgleich über Lily, Rule und die Werwölfe. Ein mächtiger Feind hält im Hintergrund die Zügel; welche Fähigkeiten und Macht er hat, wird nur langsam offenbart, was die Neugier zusätzlich weckt. Zahlreiche Höhepunkte sind eingebaut, oftmals kommen sie wie aus dem Nichts, enden mit Verletzten und gar Toten. Emotional gibt es dabei sehr viel für Lily und Rule zu verarbeiten. Einerseits die eigenen Verletzungen und Schuldgefühle, andererseits hängt das Leben von Lilys Chef Ruben am seidenen Faden und Lily fehlt die Unterstützung des FBI. Die Gefühle sind dabei differenziert und überzeugend ausgearbeitet. Auch für die Liebe ist Platz – Rules Bruder Benedict begegnet seiner Auserwählten, was ihn zuerst gar nicht begeistert.

Der Schreibstil ist rasant und äußerst spannend, eine Katastrophe folgt der nächsten, Intrigen und Hinterhalte führen durch die Handlung. Der Feind scheint über fast jeden Zug informiert zu sein. In meinen Augen der bisher spannendste Teil der Serie. Am Schluss spitzt sich die Lage dramatisch zu, drei verschiedene, zeitgleiche Einsätze fordern alles von den Protagonisten ab, weil sie gezwungen sind, sich aufzuteilen. Der Band endet mit einem Cliffhanger, der über die Zukunft der Lupi entscheiden wird.


Figuren
Die Figuren sind wiederum äußerst stark ausgearbeitet. Nicht nur Lily und Rule stehen zuweilen am Abgrund, verfallen in Schuldgefühlen, Zweifeln und Ängsten, auch Rules Bruder Benedict füllt seine Rolle perfekt aus. Er hatte bereits einmal eine Auserwählte, die sich jedoch vehement und bis zu ihrem Tod gegen das Band der Gefährten gewehrt hat. Benedict ist damals fast zerbrochen und befürchtet nun, dass sich diese Geschichte mit Arjenie wiederholen wird. Ihre Liebesgeschichte ist berührend eingebunden und die Emotionen überzeugen.

Der Feind ist diesmal die neu gegründete Organisation „Humans First“, deren eigentliches Ziel – die Ausrottung der Lupi – nur auf den zweiten Blick erkennbar ist. Deren Kopf, Robert Friar, scheint einen mächtigen Verbündeten zu haben, denn er entwickelt Fähigkeiten, die nicht von dieser Welt sind. Im Verlauf der Handlung offenbart sich, wer dies ist und wie gefährlich sie sind.

Die Drachen bekommen immer mehr Bedeutung, vor allem Mika scheint ein Verbündeter zu sein. Lily geht oft zu ihm, um die Gedankensprache zu erlernen. Ab und zu gelingt es Lily bereits, was bei Arjenie sehr nützlich ist, die mit einem Bann an ein Schweigegelübde gebunden ist und über wichtige Informationen verfügt, über die sie nicht sprechen kann.


Aufmachung des Buches
Das Cover des mittlerweile dicken Taschenbuches unterscheidet sich kaum von den anderen der Serie. Der Mond ist dieses Mal auffällig golden abgebildet, die restlichen Farbtöne sind schwarz-grau-blau. Natürlich sticht dabei der rote Schriftzug „Wolf Shadow" schön hervor, der zudem mit einer Lackschicht versehen ist. Zum ersten Mal ist im Anschluss an die Geschichte ein kleiner Glossar eingefügt, der einige Begriffe der Lupi zusammenfasst.


Fazit
Nach dem eher schwächeren letzten Band ist dies ein Feuerwerk an Spannung, das zudem noch mit einem Cliffhanger endet, der einiges für die kommenden Bände verspricht. Unbedingt lesen!


5 Sterne

Hinweise
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Backlist:
Band 2: Magische Versuchung
Band 3: Dunkles Verlangen
Band 4: Finstere Begierde
Band 5: Tödliche Versprechen
Band 6: Blutmagie

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