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Nach den Winterferien, zu Beginn des neuen Trisemesters, geht es Haru wieder gut, aber Natsume ist dafür umso deprimierter. Eines Tages erzählt sie den anderen ihre Geschichte und den Grund dafür, dass sie sich von Jungen lieber fern hält. Dabei fällt ihr auf, dass sie womöglich in Mitchan verliebt ist und macht im kurz darauf einen Antrag.

Romance mal ganz anders ... aus der spitzen Feder von Ribico!

 

My little monster 5 

Originaltitel: Tonari no Kaibutsu-kun Vol. 5
Autor: Robico
Übersetzer: Claudia Peter
Illustration: Robico
Verlag: Egmont Manga (EMA)
Erschienen: Dezember 2014
ISBN: 978-3-770-48317-4
Seitenzahl: 192 Seiten
Altersgruppe: ab 13 Jahren (Empfehlung des Rezensenten)


Die Grundidee der Handlung
Nachdem im letzten Band Haru und Shizuku im Zentrum standen und es um ihr Gefühlschaos ging, ist es nun Natsume und ihre Vergangenheit, die präsentiert wird. Zu ihrem Umglück hat sie sich allerdings – trotz ihrem Entschluss, sich von Jungs fernzuhalten – in Mitchan verliebt ... Ob das gut gehen kann? Neben Natsumes Gesichte erleben wir Haru eher nachdenklich und so gar nicht wie er selbst.
Wie wird es für Shizuku und Haru weitergehen? Wird Haru es schaffen, dass Shizuku seine wirklichen Gefühle versteht und hinter seine Fassade blickt?

Trotz der vielen witzigen Elemente weiß die Mangaka Robico auch die ernsten Töne in den Beziehungen mit und zwischen den Figuren darzustellen. Sie beschreibt sehr plastisch die Irrungen und Wirrungen junger Leute, die zum Teil bittere Erfahrungen gemacht haben, zugleich weiß sie mit Witz, Charme und großen Gefühlen eine spannende Story zu erzählen.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Den Figuren der Künstlerin sieht man an, dass sie mittlerweile Routine in ihrem Zeichnen bekommen hat, und nun werden dem Leser nur noch feine Nuancen präsentiert. Wo der Stil zuvor bereits sauber und feingliedrig war, überzeugt er nun – da die Story auch einen Punkt erreicht hat – mit der Darstellung weicherer Gesichtsausdrücke, im Besonderen bei Haru und Shizuku. Durch das Eingestehen der eigenen Gefühle (zum einen sich gegenüber, aber auch gegenseitig) erscheint Haru wesentlich weniger verpeilt wie noch in früheren Bänden, und auch Shizuku verliert häufig ihren harten, desinteressierten Blick. So errötet sie z.B. stärker, da ihre neuen Gefühle Unsicherheit bedeuten. Haru hingegen reflektiert stärker, es stellt sich heraus, dass er anders ist, als uns noch in Band 1 präsentiert wurde.

Aber auch in dem ernsten, ersten Teil des Bandes sehen wir Abweichung nicht nur im emotionalen Sinne bei Haru und Shizuku. Durch den Besuch einer Trauerfeier legt sich Haru in Schale, so trägt er einen Anzug und ist auch von seiner Art sehr nachdenklich und weniger der chaotische Junge, den man kennengelernt hat. Als Kontrast sozusagen zu Haru und Shizuku agiert in diesem Band stark Natsume und ihre eher traurige Vergangenheit. So zeigt sich auf ihrem Gesicht eine wahre Flut an Gefühlen, zum einen errötet sie stark, wenn sie an ihre Gefühle für Mitchan denkt, zum anderen ist sie weinerlich, gelangweilt oder erbost, je nach Situation. Mit dem Präsentieren dieser Gefühle wird eine eigentliche Nebenfigur plötzlich interessant und auch die Nebenfigur Yamaken wird dem Leser bereits seit dem letzten Band stärker gezeigt. Dieses Fokussieren auch auf Nebenfiguren macht die Stärke der Reihe aus, und ist nur positiv zu bewerten, da es in anderen Serien häufig zu fehlen scheint bzw. es nur bei wenigen Manga so stark auftaucht.

Vordergründig in diesem Band ist das Verwenden von Closups und eher schmalen Panel, die einzelne Seiten dominieren. Daneben werden diese Closeups mit Hilfe von Rasterfolie gut unterstützt und den Bildern Tiefe gegeben. Bewegungen wie beim Ausflug zur Skihütte und dem dazu gehörenden Wintersport machen den Manga dynamisch und bringen inhaltlich Witz rein. Zum Teil entsteht bei dem Leser aber auch Verwirrung ob der vielen auftauchenden Figuren. Einen Überblick zu behalten ist da zuweilen etwas schwer, zugleich macht es den Band plastischer, da so keine isolierte Figurengruppe auftaucht, die nicht mit anderen interagiert.
Durch den Wechsel zu einem Wintersportort kann erneut, wie in Bänden davor, mit verschiedener Kleidung und optischen Merkmalen gespielt werden. Der Ortswechsel bietet neue Kulissen, die sich eignen, um gewisse Gefühle der Figuren zu präsentieren.


Aufmachung des Manga
Das Cover zeigt diesmal passend zu Inhalt Shizuku, Haru und Natsume, alle drei machen die gleiche Pose, nur ihre jeweiligen Gesichter unterscheiden sich, was eine gewisse Komik erzeugt.
Der Band ist ein typisches Softcover, welches von rechts nach links gelesen wird. Der Klappentext der Rückseite ist auf dem weißen, schlichten Hintergrund gedruckt, einzig eine Illustration mit Yamaken, Mitchan und Yuzan in Anzug bzw. Alltagskleidung schmücken ihn. Der Band selbst enthält Bonusscomics zum Teil in Form von 4 Panelstrips. Sonst enthält er keine Farbseiten oder weitere Extras.


Fazit
Der fünfte Band steht ganz im Zeichen von Natsume und ihrer Vergangenheit. Shizukus und Harus Beziehung wird zwar auch präsentiert, allerdings scheint es eher auf der Stelle zu treten bzw. scheinen beide nicht den nächsten Schritt wagen zu wollen. Die Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit machen diese Folge, aber auch die Reihe allgemein zu einer Perle im Shojomangabereich und wendet sich von gängigen Stories ab.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
- Band 1
- Band 2
- Band 3
- Band 4

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