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Bevor Stephanie auch nur einen Fuß aus dem Flieger von Hawaii nach New Jersey setzen kann, steht sie schon wieder knietief im Morast. Nicht nur, dass sich der erhoffte Traum- zum Albtraumurlaub entwickelt hat, auf dem Heimflug musste sie auch noch stundenlang neben einem äußerst streng riechenden Schnarcher ausharren. Der ist mittlerweile tot. Ermordet. Die Leiche steckte in einer Mülltonne, und Stephanie steckt in der Klemme. Denn plötzlich sind das FBI sowie eine Menge zwielichtiger Gestalten hinter einem verschwundenen Foto her, das das Opfer bei sich trug. Und es gibt nur eine, die weiß, wo das Bild ist: Stephanie Plum. Unvermutet wird die Kopfgeldjägerin selbst zur Gejagten. Da können bloß noch Lula, Morelli und Ranger helfen – und natürlich Hamster Rex.

 

Kuss Hawaii 

Originaltitel: Explosive Eighteen
Autor: Janet Evanovich
Übersetzer: Thomas Stegers
Verlag: Manhattan
Erschienen: 978-3-442-54709-8
ISBN: 09. Juni 2014
Seitenzahl: 336 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Neben ihrer Arbeit als Kopfgeldjägerin lernt Stephanie plötzlich auch die andere Seite kennen. Denn unverhofft wird sie selbst zur Gejagten. Diejenigen, die hinter ihr her sind, wollen alle nur eins: das Foto. Niemand ahnt, was es wirklich damit auf sich hat und Stephanie weiß nicht einmal genau, wo sich dieses Foto befindet, hat sie es doch achtlos in den Mülleimer geworfen. Doch ihre Gegner lassen sich nicht so einfach abschütteln, da muss sie zu anderen Mitteln greifen ...

Dass Stephanie Plum alles andere als organisiert ist und ihr Privatleben nicht auf die Reihe bekommt, ist inzwischen hinreichend bekannt. Dieses Mal kommt neben den üblichen Problemen noch ein weiteres dazu, das den Leser wahrlich fesselt, denn dies ist einfach mal eine andere Variante eines Plum-Romans.

 
Stil und Sprache
Wer die Romane rund um die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum kennt, weiß, dass die Ereignisse aus ihrer eigenen Perspektive erzählt werden. Dies geschieht hin und wieder leicht chaotisch, passend zu ihrem Charakter, lockert das Geschehen aber auch immer ungemein auf. Der gewohnte Witz bleibt auch dieses Mal erhalten, obwohl man schon eine gewisse bedrückende Atmosphäre wahrnimmt, da Stephanie im Fokus gleich mehrerer Verbrecher steht, die teilweise nicht gerade zimperlich sind, wenn es ums Beseitigen von Zeugen geht.

Auf Grund des neuen Aspekts, dass Stephanie die Gejagte ist und man nicht weiß, mit wem man es wirklich zu tun hat, ist das Spannungsniveau relativ hoch. Es tauchen ständig neue Gegner auf, die man nicht sofort einschätzen kann. Daher weiß man nie, wer auf welcher Seite steht und worauf das Ganze am Ende hinauslaufen wird. Man erhält zwar hin und wieder Hinweise auf den weiteren Verlauf beziehungsweise den Hintergrund der Fotojagd, doch erst zum Schluss erfährt man, was es wirklich damit auf sich hat. Somit wird der Leser ständig bei Laune gehalten und auf verschiedene Fährten geschickt, die ihn mal mehr, mal weniger näher an die Lösung heranbringen. Außerdem bleibt so das Tempo innerhalb des Geschehens erhalten, so dass keine Langeweile auftritt, auch wenn inhaltlich gerade nicht allzu viel passiert.


Figuren
Ein grundlegendes Thema in jedem Band der Reihe ist: Stephanie und ihre Männer. Sie kann nicht mit, aber auch nicht ohne und eine Entscheidung fällen kann sie schon mal überhaupt nicht. Entsprechend schwierig gestaltet sich ihr Privatleben. Auf Grund der Erzählperspektive und des Stils kann man aber beim besten Willen nicht ernst bleiben bei dem Thema, sondern amüsiert sich köstlich, auch wenn es eigentlich nicht zum Lachen ist. Es scheint allerdings, als würde ihr Charakter langsam aber sicher eine Wandlung vollziehen. Ob dem tatsächlich so ist, zeigt sich aber vermutlich erst im Nachfolgeband.

Da die Protagonistin wieder einmal voll und ganz mit sich selbst beschäftigt ist, fällt die Darstellung der weiteren Charaktere entsprechend gering aus. Sicherlich werden vor allem ihre Gegner mehr oder minder detailliert beschrieben, doch zumeist bleibt es bei einer oberflächlichen Betrachtung. Für das Verständnis der Ereignisse reicht die gegebene Darstellung aber vollkommen.


Aufmachung des Buches
Dieses Cover der Klappenbroschur täuscht den Betrachter, denn auf den ersten Blick würde man nicht knallharte Verfolgungsjagden erwarten, wenn man es anschaut. Der knallrote Hintergrund, sowie Frauenbeine, deren Füße in rosa Flip-Flops stecken und rosa Blüten im Vordergrund, nicht zu vergessen Hamster Rex mit einer ebensolchen Blüte in der Pfote, vermitteln eher den Eindruck von Urlaub und Entspannung. Ist man regelmäßiger Stephanie Plum-Leser, weiß man natürlich, dass man etwas ganz anderes bekommt als das Titelbild vermuten lässt, Neulinge könnten jedoch etwas irritiert sein.


Fazit
Die Jagd auf Stephanie ist eröffnet und niemand weiß, was es mit dem ominösen Foto auf sich hat, hinter dem alle her sind. Spannung und Witz verbinden sich zu einem gelungenen 18. Band.


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 13: Ein echter Schatz
Band 14: Kuss mit lustig
Band 15: Kuss mit Soße
Band 16: Der Beste zum Kuss
Band 17: Küsse sich, wer kann

Zusätzlich sind noch folgende Zwischenbände erschienen:

  • Der Winterwundermann (zwischen 13 und 14)
  • Liebeswunder und Männerzauber (zwischen 14 und 15)
  • Glücksklee und Koboldküsse (zwischen 15 und 16)
  • Traumprinzen und Wetterfrösche (zwischen 16 und 17)
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