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Für einen Job muss die Unsterbliche Alexandrina Argenis ins kalte Kanada reisen. Aber inmitten ihres Auftrags trifft sie auf Harpernus Stoyan – und erkennt sofort ihren Seelenpartner in ihm. Doch eine Gefährtin ist leider das Letzte, wonach der gutaussehende Vampir sucht, denn er leidet noch unter dem Verlust seiner verstorbenen Frau. Drina muss ihr ganzes spanisches Temperament aufbieten, um Harpers Herz doch noch zu gewinnen ...

 

Rendezvous mit einem Vampir 

Originaltitel: The Reluctant Vampire
Autor: Lynsay Sands
Übersetzer: Ralph Sander
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: Juli 2013
ISBN: 978-3-8025-8992-8
Seitenzahl: 352 Seiten


Die Grundidee der Handlung
Die junge Unsterbliche Stephanie McGill, Schwester von Dani aus Band 11 Vampire und andere Katastrophen, muss weiterhin vor den Abtrünnigen Vampiren geschützt werden. Dafür ist Drina wie geschaffen, zumal sie nach Marguerites Meinung perfekt zu Harper passt, der ebenfalls dort stationiert ist. Stephanie hadert mit ihrem Schicksal, wurde sie gegen ihren Willen entführt und gewandelt. Doch die junge Frau zeigt ein ausgesprochenes Talent, wenn es darum geht, Harper in ein Netz aus Anziehung und Verführung zu spinnen und ihn näher zu Drina zu drängen. Denn Harper ist noch immer verzweifelt nach dem Verlust seiner Gefährtin und alles andere als bereit für eine neue Liebe. Und dann beginnen die ersten Anschläge ...

Wieder eine direkte Fortsetzung eines früheren Bandes, die mit viel Spannung eher einem Thriller entspricht, dem eine Liebesgeschichte beigemischt wurde. Besonders Stephanie ist dabei erfrischend und bringt neben Überraschungen auch viel Schwung in die Handlung.


Stil und Sprache
Die Handlung ist in verschiedene Stränge aufgeteilt. Einerseits ist da die ständige Bedrohung durch einen unsichtbaren Feind, der einen Anschlag nach dem anderen startet und unverhofft zuschlägt. Dadurch ist die Spannung permanent hoch und mündet in diverse Spitzen. Andererseits ist in diesen Thriller die ungewöhnliche Werbung um Harper eingebaut. Drina weiß von Beginn weg, dass Harper ihr Gefährte ist, darf sich ihm jedoch nicht zu erkennen geben. Zusammen mit Stephanie spinnt Drina ein Netz aus Verführung mit ideenreichen Mitteln, die oft zum Schmunzeln oder Lachen anregen. Harper ist wie ein Fisch an der Angel, der den Haken noch nicht bemerkt hat. Die Funken sprühen, die Anziehung wird immer offensichtlicher und mündet in die bekannte, heiße und offene Erotik. Stephanie steigert zudem die Neugier, denn ihre Fähigkeiten und besonderen Gaben müssen erst noch restlos erkannt werden. Sie bietet einige Überraschungen, ist die treibende Kraft in der Verführungsstrategie und überzeugt mit Ideen, gegen die Harper keine Chance hat. Einfach nur köstlich!

Wie gewohnt wird die Geschichte aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Vergangenheit wie auch eine mögliche Zukunft spielen dabei eine Rolle, und Gegebenheiten aus früheren Bänden sind in die Handlung eingebunden. Es wird jedoch nur sehr knapp auf vergangene Ereignisse eingegangen, sodass es nicht immer einfach ist, sämtliche Zusammenhänge und Familienzugehörigkeiten im Kopf zu behalten, wenn seit dem Lesen der entsprechenden Bände einige Zeit vergangen ist. Darum: unbedingt in der Reihenfolge der Veröffentlichung lesen, es lohnt sich.


Figuren
Harper Stoyan ist seit rund eineinhalb Jahren fest in der Trauer und den Schuldgefühlen zum Verlust seiner Gefährtin gefangen. Hätte er nicht versucht, sie zu wandeln, wäre sie heute noch bei ihm. Mehr aus Langeweile und zum Selbstschutz wohnt er im Quartier der Jäger und hilft beim Schutz von Stephanie. Dass er von Drina Stück für Stück verführt wird, bemerkt er lange Zeit nicht. Er schiebt viele Symptome auf seine frühere Gefährtin zurück und merkt nicht, dass sich einiges verändert hat. Kurze Einsichten und die Reaktionen auf die kleinen Fallstricke rütteln ihn zunehmend auf und machen ihn äußerst sympathisch.

Drina wurde von Marguerite Argeneau zum Schutz von Stephanie ausgewählt, weil sie ihrer Meinung nach zu Harper gehört. Und Marguerites Gespür lag in der Vergangenheit immer richtig. Sobald bekannt wird, dass sie jemanden gezielt ausgewählt hat, geraten alle ungebundenen, direkt beteiligten Männer in Aufregung, wer wohl gemeint ist. Drina weiß um Harpers Vergangenheit und dass sie sehr vorsichtig vorgehen muss. Ihr spanisches Temperament macht ihr jedoch ab und zu einen Strich durch die Rechnung. Auch Drina ist vielschichtig und sympathisch, offen, zielstrebig und erzählt zahlreiche Episoden aus ihrer Vergangenheit.

Von den Nebenfiguren hat mir Stephanie am besten gefallen. Sie ist zwar erst fünfzehn, aber für ihr Alter hat sie bereits Weisheiten parat, die verblüffen und doch glaubwürdig sind. Ihr Talent ist es, auch bei sehr alten Unsterblichen Gedanken zu lesen. Doch nicht nur das, sie kann auch vergangene Ereignisse aus deren Erinnerungen herausfiltern. Stephanie wurde vom Abtrünnigen Leonius entführt und gewandelt. Sie ist eine Edentantin, eine Unsterbliche ohne Vampirzähne mit Talenten, die stark ausgeprägt, selten und teils noch unbekannt sind.


Aufmachung des Buches
Natürlich ist das Taschenbuch sofort als Teil der Argeneau-Serie zu erkennen. Für Drinas spanische Herkunft stehen der Fächer und der Herzanhänger mit Kreuz, die einen Großteil der schwarzen Gebäudesilhouetten verdecken. Wie gewohnt sind Fächer und Anhänger mit einer glänzenden Schicht versehen. Auf der Rückseite sind im unteren Bereich die schwarzen Burgspitzen zu erkennen, im oberen Bereich ist der Text zur Inhaltsangabe im roten Himmel abgedruckt.


Fazit

Jeder Band ist auf seine Weise einzigartig, obwohl die Verflechtung in der Serie zeitweise sehr ausgeprägt ist. Starke Protagonisten und eine spannende Handlung überzeugen ebenso wie die humorvolle Verführungsstrategie von Stephanie und Drina, die natürlich über einige Umwege zu einem Happyend führt.


4 5 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

Backlist:
Band 10: Im siebten Himmel mit einem Vampir
Band 11: Vampire und andere Katastrophen
Band 12: Vampire küsst man nicht
Band 13: Vampir zu verschenken
Band 14: Vampir à la carte

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