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30 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte

Die Wirtin, sagt man, sei die Seele eines Gasthauses. Und tatsächlich: Schon beim Betreten der Wirtsstube oder des Restaurants ist die weibliche Hand spürbar. Meist sind diese Häuser noch ein wenig gemütlicher, das Ambiente ist noch ein wenig geschmackvoller und die Menüs sind noch ein wenig liebevoller komponiert. Oft steht die Wirtin selbst am Herd und verwöhnt ihre Gäste mit regionalen Köstlichkeiten: vom einfachen Strudel bis zu schmackhaften Wildgerichten, vom deftigen Braten bis zu hauchzartem Fisch. Neben gutem Bier legt sie auch Wert auf eine gepflegte Weinkarte.

Einige Rezepte sind echte Schmankerl, andere wiederum eher Gerichte für den Alltag. Erfrischend geschrieben, führt das Buch durch die bayerische „weibliche“ Wirtshauskultur mit fundierten Tipps, vielen Anekdoten und amüsanten Plaudereien. Eine Übersichtskarte und eine Liste weiterer empfehlenswerter Gaststätten, die von Frauen geführt werden oder in denen Frauen am Herd stehen, ergänzen das Buch.
  Autor: Hannelore Fisgus (Text), Barbara Lutterbeck (Fotos), Ria Lottermoser-Fetzer (Idee, Konzeption und Realisation)
Verlag: Hädecke
Erschienen: 2009
ISBN: 978-3-775-0056-0
Seitenzahl: 144 Seiten 


Stil und Sprache
Manche Bücher wissen zu überraschen. Die „Weiberwirtschaft'n“ ist so ein Buch. Ich war schon von der Aufmachung begeistert und der Inhalt hat mich dann endgültig überzeugt. In den Texten werden 30 Wirtinnen und ihre Wirtshäuser vorgestellt. Im Anschluss daran folgt jeweils ein kurzer Ausflugstipp. Zuletzt geben die Wirtinnen jeweils 1-4 Rezeptempfehlungen.
Die Texte sind in einem spritzig-erfrischenden Stil verfasst. Man bekommt sofort Lust, sich von den sympathischen Wirtinnen verwöhnen zu lassen. Im Zusammenhang mit (oft) traditionellen Wirtschaft'n fand ich die sprachlich-stilistische Umsetzung sehr gelungen, weil sie sich auf erfreuliche Weise von den altbackenen Publikationen in dem Bereich abhebt.


Umsetzung, Verständnis und Zielgruppe
Der gelungene Mix aus lebensnahen Anekdoten und interessanten Informationen macht das Buch zu etwas Besonderem. Man hat das Gefühl, die sympathischen Wirtinnen tatsächlich näher kennen zu lernen. Dies macht das Buch auch so unterhaltsam.
Die erfrischenden Texte und die gelungene Aufmachung tragen dazu bei, dass das Buch nicht nur für ältere Menschen, die sich für traditionelle Gaststätten erwärmen können, sondern auch für ein junges Publikum geeignet ist.


Aufmachung des Buches
Das Buch ist fest gebunden und liebevoll aufgemacht. Auf dem Cover ist eine klassische „Servierszene“ abgebildet, die uns in ein helles, freundliches Wirtshaus führt. Aufgrund des weißen Rahmens wirkt die Aufmachung auch sehr edel. Dieser Eindruck wird im reich bebilderten Innenteil fortgesetzt. Dort findet man zahlreiche Farbfotografien. Die jeweilige Wirtin in Großaufnahme sowie Bilder von den Gasthäusern vermitteln schon mal einen guten Eindruck von der vorherrschenden Atmosphäre. Geht es eher „zünftig“ oder eher „gehoben“ zu, sind die Räume eher rustikal oder sehr hell? Die Fotos von den leckeren Gerichten, deren Zubereitung beschrieben wird, machen Lust aufs Nachkochen.


Fazit
Die weibliche Seite der bayerischen Wirtshauskultur wird dem Leser und Betrachter hier auf sehr sympathische Weise näher gebracht. Das Konzept ist in meinen Augen rundum gelungen und bietet genau die richtige Mischung aus Tradition und erfrischender Moderne. Ein tolles Buch, das Lust auf viele Ausflüge – von Bischofswiesen bis Bad Kissingen – macht. Ich finde außerdem, dass das Buch ein wunderschönes Geschenk ist. Sehr zu empfehlen!



Hinweise
Rezension von Sigrid Grün


Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

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