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DER LETZTE KAMPF UM DIE FREIHEIT BEGINNT

Carya und Jonan sind vom Hof des Mondkaisers geflohen, im Gepäck ein paar unangenehme Wahrheiten. Gemeinsam machen sie sich auf eine gefahrvolle Reise, um das Rätsel um Caryas Vergangenheit endgültig zu lüften. Ihr Weg führt sie direkt in die Schwarze Zone, aus der es Erzählungen nach keine Wiederkehr gibt. Was Carya dort entdeckt, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Sie muss alles daran setzen, um die Menschen vor einer Zukunft ohne jede Hoffnung zu bewahren.

 

Das geraubte Paradies 

Autor: Bernd Perplies
Verlag: Egmont LYX
Erschienen: 12.09.2013
ISBN: 978-3-8025-8639-2
Seitenzahl: 512 Seiten

Hier geht’s zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
Carya, Jonan und Pitlit sind auf dem Weg in die Schwarze Zone, doch nicht nur dieser verrufene Ort jagt ihnen einen Schauer über den Rücken, schon der Weg dorthin ist mit Gefahren gespickt und fordert einiges von den drei Freunden. So ist die mehr oder minder bequeme Reise in einer von Pferden gezogenen LKW-Karawane nach einem heimtückischen Überfall schon bald vorbei und die drei sind wieder auf sich allein gestellt. Doch wie schon in den vorangegangenen beiden Bänden beweist die kleine Truppe, dass sie sich so schnell nicht unterkriegen lässt. Schon bald muss Carya jedoch feststelle, dass die geheime Erdenwacht ihrem Namen alle Ehre macht, die politischen Intrigen sind äußerst verzwickt und ein Krieg lässt sich wohl kaum noch vermeiden ...

"Das geraubte Paradies" ist ein gelungener Abschluss, der viele Fragen beantwortet und ein schlüssiges Ende bereit hält.


Stil und Sprache
Bernd Perplies bleibt auch im dritten und abschließenden Band der Trilogie seinem bildreichen Stil und der Erzählweise – 3. Person abwechselnd aus Caryas und Jonans Sicht – treu. Dabei geht er auf bereits Geschehenes geschickt ein, indem er Carya am Anfang des Buches einen Brief an ihre Eltern schreiben lässt und so wichtige Ereignisse wieder ins Gedächtnis ruft.

Zunächst ist das Erzähltempo eher gemächlich, es dauert jedoch nicht lange, bis die ersten kleineren Spannungsspitzen für einen schnelleren Lesefluss sorgen. Wie man es vom Autor gewohnt ist, legt er seinen Hauptfiguren das gesamte Buch über Steine in den Weg, lässt sie straucheln und manchmal auch fallen, doch sie rappeln sich immer wieder auf und gehen ihren Weg – wenn sie auch bei weitem nicht immer unbeschadet davon kommen. So schafft Perplies es, das Erzähltempo anzuziehen und die Spannung aufrecht zu erhalten. Wie Pitlit auf Seite 147 treffend sagt: "Einfach toll, wenn man die Wahl zwischen schlechtem Plan und ganz schlechtem Plan hat."
Je näher die Geschichte auf den Höhepunkt zustrebt, desto weniger mag man sie aus der Hand legen – zumal der Autor den Leser immer wieder zu überraschen weiß. Bezeichnend ist, dass Details aus den vorangegangenen Bänden in dem nun vorliegenden wieder Bedeutung beigemessen bekommen – Bernd Perplies hat nichts dem Zufall überlassen. Das Ende selbst ging dann fast schon ein wenig zu glatt über die Bühne, allerdings rettet eine sture und egoistische Figur (mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden) die Szene und sorgt noch einmal für ordentlich Wirbel.


Figuren
In diesem letzten Band der Trilogie trifft man auf deutlich mehr alte Bekannte, als man erwarten würde – umso größer ist bei der einen oder anderen die Freude, während man manch anderer gerne in den Allerwertesten treten würde. Aber auch neue Figuren kommen hinzu, wie die kleine Elje, die man gleich ins Herz schließt. Der quirlige Pitlit nimmt sich dem Mädchen direkt an und trägt wieder einen guten Teil zum Fortlauf der Geschichte bei: "Der Einzige, der wusste was zu tun war, wenn es nichts zu tun gab, und der konsequent danach handelte, war Pitlit." (Seite 362)

Jonan und Carya fehlen selbstverständlich ebenfalls nicht, auch wenn sie bei weitem nicht den ganzen Weg gemeinsam zurück legen. Durch den personalen Erzählstil ist der Leser ihnen besonders nahe, sodass es nicht schwer fällt, sich in die beiden Hauptfiguren hinein zu versetzen. Aber auch alle anderen, weniger wichtigen Figuren sind gut und nachvollziehbar ausgearbeitet worden.


Aufmachung des Buches
Das gebundene und mit einem Schutzumschlag versehene Buch fügt sich nahtlos in die Reihe ein. Die Covergestaltung ist ansprechend und passt hervorragend zum Inhalt, hochglänzende Akzente auf dem ansonsten matt gehaltenen Cover sorgen für das gewisse Etwas. Besondere Erwähnung verdient die Illustration der Vor- und Nachsatzpapiere, die eine Szene aus der Geschichte wiedergibt und mit viel Liebe zum Detail von Max Meinzold gezeichnet wurden.


Fazit
Ein gelungener Abschlussband, der mit reichlich Spannung und unerwarteten Wendungen aufwartet.


4 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

Backlist:
Band 1: Flammen über Arcadion
Band 2: Im Schatten des Mondkaisers

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