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„Darf ich vorstellen: James Gerald, Agent des Secret Intelligence Service im Ruhestand.“

Mittelmeerkreuzfahrten sind nicht jedermanns Sache. Das denkt sich auch James Gerald, der sich mit seinen 70 Jahren unter all den „Grauköpfen“ an Bord noch jung fühlt. Doch Langeweile kommt gar nicht erst auf, denn plötzlich ist ein Passagier spurlos verschwunden. Und James hat einen kniffligen Fall zu lösen ...

 

Null Null Siebzig Agent an Bord 

Autor: Marlies Ferber
Verlag: dtv
Erschienen: 01. Januar 2013
ISBN: 978-3-423-21418-6
Seitenzahl: 352 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
James Gerald ist schon lange im Ruhestand und nach seinem letzten nervenaufreibenden Abenteuer hatte er eigentlich vor, es wieder ruhiger angehen zu lassen. Seiner früheren Kollegin Sheila zuliebe begibt er sich auf eine Kreuzfahrt, um den neunzigsten Geburtstag von Sheilas Mutter zu feiern. Die Gesellschaft besteht aus Charakteren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Plötzlich passiert das Unfassbare: Eine Person aus der Geburtstagsgesellschaft verschwindet spurlos... und sie bleibt nicht die einzige...

Rätsel und Verbrechen auf hoher See, gar nicht so einfach, auf begrenztem Raum Spannung und Nervenkitzel zu erzeugen. Hier zeigt sich mal wieder, dass es gar nicht unbedingt viel Drumherum bedarf, um eine gute, spannende Geschichte zu erzählen.


Stil und Sprache
Marlies Ferber erzählt die Geschichte aus der beobachtenden Perspektive, lässt den Leser aber die meiste Zeit des Geschehens ans James' Seite verbringen. So wird nicht zuviel vorgegriffen und man kann in aller Ruhe mit dem rüstigen Rentner rätseln. Wie bereits in seinem ersten Fall tritt James Gerald auch hier hin und wieder dennoch in den Hintergrund, so ergibt sich eine lebendige und authentische Atmosphäre. Im wirklichen Leben legt man schließlich seinen Fokus auch nicht ausschließlich auf eine Person.

Ihren lockeren und leichten Schreibstil hat die Autorin beibehalten, auch wenn man sich an ein paar wenigen Stellen noch mehr Pep gewünscht hätte. Mit viel Witz wickelt sie den Leser schnell um den Finger, so dass dieser sich kaum noch von der Lektüre lösen kann. Auch wird die Spannung nicht vernachlässigt, wobei auch hier zu sagen ist, dass sich die ein oder andere Länge eingeschlichen hat, was im ersten Band nicht der Fall war. Keine Frage, spannend und weitestgehend unvorhersehbar ist die Geschichte dennoch, man ist nur sehr versucht, immer zu vergleichen.

Um diesen zweiten Fall nachvollziehen zu können, ist es nicht unbedingt notwendig, den ersten Band gelesen zu haben. Die wichtigsten Ereignisse aus dem ersten Abenteuer werden an den relevanten Stellen erläutert, so dass der Leser im Bilde ist und über genügend Hintergrundinformationen verfügt. Dies sollte natürlich niemanden davon abhalten „Operation Eaglehurst“ zu lesen, sofern noch nicht geschehen, die Reihenfolge ist jedoch im Grunde unerheblich.


Figuren
Auch in seinem zweiten Fall plaudert James nicht aus dem Nähkästchen, was bedeutet, dass weiterhin über seine Vergangenheit geschwiegen wird. Das wird damit erklärt, dass schließlich alles, was beim Geheimdienst geschah, auch geheim bleiben muss. Das weitet er einfach mal großzügig auch auf sein Privatleben aus. Das macht es auch dieses Mal nicht unbedingt einfacher, ihn richtig einzuschätzen. Die Frage nach Sympathie stellt sich nicht, aber im Grunde würde man schon gerne mehr über den Menschen James Gerald erfahren. Allerdings würde natürlich dann auch das Geheimnisvolle von ihm abfallen, wodurch seine Wirkung generell vermutlich eine andere wäre.

Wie bereits im Vorgängerband wird auch diesmal alles Wichtige über die anderen Charaktere von ihnen selber erzählt. Auch besitzen alle Figuren wieder individuelle Züge, die es leicht machen, sie wiederzuerkennen, selbst wenn sie eine Zeit lang nicht auf der Bildfläche erscheinen.


Aufmachung des Buches
Das Cover des Taschenbuchs aus dem dtv-Verlag ist an den ersten Band angeglichen, um den Reihencharakter darzustellen. Wieder besteht der Hintergrund aus einem, in Rosa- und Rottönen gehaltenem, Blütenmuster, das wie eine Tapete wirkt. Mittig befindet sich ein Bullauge, durch welches man an Bord des Kreuzfahrtschiffes schauen kann. Der Betrachter befindet sich folglich mit auf dem Schiff, scheinbar in einer Kabine. Durch das Bullauge lässt sich erkennen, dass Sheila und James wohl an Deck stehen. Beide mit Sonnenbrille und harten Gesichtszügen, sie blicken in eine gemeinsame Richtung, es ist jedoch nicht zu erkennen, wen oder was sie beobachten. James hat seine Waffe gezückt und sogar den Finger am Abzug. Wieder macht das Cover neugierig darauf, was den beiden wohl dieses Mal wiederfahren wird.


Fazit
Im Vergleich zum ersten Fall ein wenig schwächer, jedoch immer noch ein unheimliches Lesevergnügen. Man kann einfach nicht genug von James und Sheila bekommen.


4 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

Backlist:
Band 1: Operation Eaglehurst

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