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Eva_Hueppen


Wann bzw. wie hast du deine Liebe zur Literatur entdeckt?

Da gibt es eigentlich keinen bestimmten Zeitpunkt. Bei uns zu Hause wurde schon immer viel gelesen, meine Eltern waren Mitglied in einem Buchclub und da war es ganz selbstverständlich, dass ich dort auch regelmäßig Bücher bekam. Als ich ungefähr 8 Jahre alt war, hat dann unsere Kirchengemeinde eine kleine Leihbücherei eröffnet, dort gab es so ziemlich alle Bücher von Enid Blyton (für alle jungen Leser: Enid Blyton hat sich zum Beispiel die „Fünf Freunde“ ausgedacht), die ich dann auch verschlungen habe. Seitdem habe ich eigentlich nie wieder mit dem Lesen aufgehört.


Kannst du dich noch an dein Lieblingsbuch aus deiner Kindheit erinnern?

Oh, da gab es viele, ein einziges reicht da gar nicht aus. Neben den „Geheimnis“-Büchern von Enid Blyton waren da natürlich „Die drei ???“ sowie so ziemlich alles von Astrid Lindgren. Irgendwann habe ich einen Dreifach-Band mit den Pippi-Langstrumpf-Büchern zu Weihnachten bekommen, den habe ich immer heiß geliebt und unzählige Male gelesen. Das Buch habe ich übrigens noch und meine Kinder liebten es auch, schon bevor sie selbst lesen konnten.


Welches (Hör-)Buch bzw. welche (Hör-)Bücher magst du (derzeit) am liebsten?

Schon wieder so eine schwierige Frage … ich lese ungefähr 120 Bücher im Jahr, da fällt die Auswahl wirklich nicht leicht. Aber bei den Hörbüchern fand ich im letzten Jahr „Erebos“ von Ursula Poznanski sehr beeindruckend, bei den gedruckten Büchern hat mich „Das finstere Tal“ von Thomas Willmann fasziniert; wie dieser Mann mit Sprache umgeht, einfach toll!


Welche Genres haben es dir besonders angetan?

Ich lese fast ausschließlich Krimis und Thriller und dabei am liebsten die nordischen, außerdem ab und zu Jugendbücher oder historische Romane.


Welche Autoren liest du am liebsten?

Ann Cleeves ist zur Zeit eine meiner Favoritinnen, außerdem mag ich Jeffery Deaver, Arne Dahl und Jussi Adler-Olsen sehr gern.


Hast du „Leserituale“? Liest du beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten, an speziellen Orten, immer ein Buch nach dem anderen oder mehrere gleichzeitig?

Meistens lese ich mehrere Bücher parallel, zwei oder drei gleichzeitig dürfen es schon sein. Da ist dann für jede Stimmung etwas dabei. Die anspruchsvolleren Sachen lese ich zu Hause, je nach Jahreszeit am liebsten auf der Terrasse oder vor dem Kamin, gern auch abends im Bett, wenn ich die nötige Ruhe dafür habe. Die schnellen Thriller für zwischendurch gehen dann auch im Büro in der Mittagspause oder wenn ich irgendwo warten muss, da reicht es immer für ein paar Seiten.


Hörst oder liest du lieber Bücher?

Ganz klar, ich lese lieber selbst. Erstens bin ich dann unabhängig, was das Tempo angeht, ich lese einfach viel schneller, als ich hören kann. Zweitens kann ein ungeeigneter Hörbuchsprecher viel kaputt machen und dann ärgere ich mich einfach zu sehr. Allerdings gibt es durchaus Situationen, in denen Hörbücher praktisch sind, sei es bei der Hausarbeit oder auf langen Autofahrten. Dafür habe ich fast immer etwas „auf Reserve“, greife dann aber auch gerne zu Hörspielen (siehe oben, „Die drei ???“ sind da sehr vielseitig mit mittlerweile über 140 Folgen).


Wie bist du dazu gekommen, (Hör-)Bücher nicht nur zu lesen/hören, sondern diese auch zu rezensieren?

Vor mittlerweile zweieinhalb Jahren wurde ich auf eine Internetseite aufmerksam, auf der man vorab Leseproben von noch nicht erschienenen Büchern bewerten und so Freiexemplare dieser Bücher gewinnen konnte. Im Gegenzug wurde dann erwartet, dass man eine Rezension zum Buch verfasst. Ich hatte direkt bei meiner ersten Bewerbung Glück und so fing alles an.


Was macht dir am Rezensieren Spaß, was vielleicht weniger?

Ich finde es einfach toll, meine Meinung mit anderen zu teilen, mich über Bücher mitzuteilen und anderen meine Begeisterung zu vermitteln. Das Interessante daran ist ja auch, erst einmal für sich selbst herauszufinden, was einem denn so gut oder so schlecht an einem Buch gefällt. Das bei jedem Buch neu zu entdecken und in Worte zu fassen, macht mir unglaublich viel Spaß. Und wenn dann womöglich noch eine nette Reaktion des Autors oder Verlags auf meine Rezension kommt, ich merke, dass sie gelesen - und ernst genommen -  wird, das ist einfach unglaublich spannend.

Weniger schön ist es, wenn man sich durch ein Buch quält, das einfach kein Ende zu nehmen scheint, man aber trotzdem dem Autor halbwegs gerecht werden möchte, der sich im Idealfall viel Mühe mit seinem Werk gegeben hat, und deshalb natürlich bis zum bitteren Ende durchhält. Dann eine negative Kritik zu formulieren, ohne böse zu werden, ist gar nicht so einfach und ruft nicht immer Begeisterung bei Autoren und Verlagen hervor.

Schwierig zu bewerten sind auch diese absoluten Durchschnittsbücher, die nicht allzu schlecht, aber auch nicht besonders gut sind. Da muss man ja sein Urteil auch irgendwie begründen können, das ist manchmal gar nicht einfach.


Bei der Menge an Literaturportalen stellt sich die Frage, warum du dich entschieden hast, die Leser-Welt mit deinen Rezensionen zu unterstützen?

Ich bin vor fast zwei Jahren auf die Leser-Welt aufmerksam geworden, als in einem anderen Portal der Hinweis kam, dass dort noch Rezensenten gesucht würden. Daraufhin habe ich mir die Seite angesehen und fand sie sehr übersichtlich und professionell aufgemacht. Ein paar Mails später war ich dann Rezensentin der Leser-Welt und habe es bisher nicht bereut. Die Rezensionen hier sind immer gut begründet und ausführlich, der Umgangston ist familiär und freundlich. Dazu kommt, dass ich mir die Bücher aussuchen kann, die ich rezensieren möchte und nicht auf bestimmte Titel festgelegt werde. Seit einigen Monaten unterstütze ich die Leser-Welt auch redaktionell, arbeite im Hintergrund mit und konnte eine Menge lernen, viele nette Kontakte knüpfen, was will man mehr?


Vervollständige bitte folgenden Satz: Lesen ist für mich …

…die perfekte Entspannung, der Ausgleich zum Beruf, mein liebstes Freizeitvergnügen.

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