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33 Tausend Seiten, 44 Millionen Wörter, 10 Milliarden Jahre Geschichte – und 1 Mann, besessen von dem Wunsch, das Wissen der Welt zu erobern. A.J. Jacobs macht sich auf, die Encyclopaedia Britannica von A bis Z zu lesen: Goethe und Pythargoras, die Auster und ein Pantoffeltier, alles wird angeschaut und mit geistreichen Kommentaren versehen. Britannica & Ich ist die Geschichte eines tollkühnen Unternehmens.

 

  Autor: A. J. Jacobs
Verlag: List
Erschienen: 02/2008
ISBN: 978-3-548-60775-7
Seitenzahl: 427 Seiten 


Stil und Sprache
Was zunächst wie ein Lexikon aufgebaut ist, nämlich kleinere Einträge mit alphabetisch aufsteigenden Titeln wie A-AK, A-Capella oder Aachen, entpuppt sich nach dem Lesen der ersten Seiten dieses Buches als ein in Erzählform geschriebener biographischer Roman. Der Autor beschreibt humorvoll, während er nebenbei erwähnt, bei welchem Eintrag der Britannica er gerade ist, wie seine Mitmenschen auf seine Mission reagieren und mit welchen Problemen er zu kämpfen hat. Dabei erläutert er hin und wieder einen Eintrag der Britannica inhaltlich, um ihn dann zu kommentieren. Am liebsten sind ihm dabei skurrile oder unnütze Fakten, die er dazu verwendet, intelligenter zu erscheinen (z.B. beschreibt er, dass im Mittelalter der Amethyst als Mittel gegen Kater beliebt war, um es später bei einer Party zum Besten zu geben. Seine Freunde belohnen ihn daraufhin mit vernichtenden Blicken, da er immer häufiger den Besserwisser herauslässt.).
Insgesamt schreibt Jacobs sehr humorvoll und selbstironisch, ohne dass er dabei langweilig wird.
Das Buch ist zwar als Nachschlagewerk aufgebaut (in Anlehnung an die echte Britannica, die übrigens das englische Pendant zum deutschen Brockhaus ist), aber es liest sich in einem fort, da man immer wissen möchte wie es weitergeht. Daher eignet es sich durchaus als Unterhaltungslektüre, ohne zu kompliziert zu werden, und doch lernt man dabei ein paar Fakten aus der Britannica, die man vorher noch nie gehört hat.


Umsetzung, Verständnis und Zielgruppe
Ein amerikanischer Autor beschließt, die Encyclopaedia Britannica von A-Z durchzulesen und beobachtet und kommentiert dabei in diesem Buch allerlei ungeahnte Entwicklungen seitens seiner Umwelt. Er revidiert außerdem seine Lebenseinstellung und überdenkt seine Prioritäten. Das Buch umfasst in etwa ein Jahr. Das ist die Zeit, die Jacobs gebraucht hat um die Britannica von vorne bis hinten komplett durchzulesen. Gegen Ende erfährt man auch, dass Jacobs bei der amerikanischen Version von „Wer Wird Millionär“ teilnimmt und dabei trotz aller gelernter Fakten nur 16.000 US$ gewinnt, worüber er sehr enttäuscht ist.

Ansprechen soll dieses Buch vermutlich jeden, der den gleichen Wissensdurst des Autors hat und den Leser lehren, dass man trotz einer grotesken Menge an gelernten Informationen weder erfolgreicher noch intelligenter wird und dass sich eine solche Aktion nicht rentiert.


Aufmachung des Buches
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Taschenbuch mit schwarzem Einband, der in Gold gerahmt ist. In der Mitte des Front-Covers befindet sich das Symbol der echten Britannica, nämlich eine schottische Distel in Gold, darunter ist der Titel in goldenen Buchstaben zu sehen.
Insgesamt sieht das Buch aus wie eine kleine Version der Britannica Lexika, nur nicht in Leder gebunden.


Fazit
Das Buch bekommt von mir 4,5 Sterne da ich es sehr unterhaltsam fand und beim Lesen viel gelacht habe. Der Humor des Autors macht es wirklich zu einer gelungenen Lektüre, die allerdings manchmal mit wirklich unnützem Wissen aufwartet. Fazit: trotzdem uneingeschränkt empfehlenswert.


4 5 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

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