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Foto: Cecil Beaton 


Geburtsdatum:
28.05.1908 in London, Großbritannien
Todestag: 12.08.1964 in Canterbury, Großbritannien


Ian Fleming wurde als eines von 4 Kindern geboren. Sein Vater fiel 1917 im Ersten Weltkrieg, so dass Ian und seine Geschwister von der Mutter großgezogen wurden.

Fleming besuchte zunächst das Eton College und lernte dort französisch, russisch und deutsch. Zum Ende der College-Zeit musste er wegen einem Vorfall mit einem Mädchen das College verlassen. Danach besuchte Flemmng die Militärakademie Sandhurst, musste aber auch von dieser bald wegen einem ähnlichen Umstand abgehen.

Auf Antrieb seiner Mutter zog Ian Fleming nach Kitzbühel / Österreich und studierte an diversen europäischen Universitäten Sprachen und Psychologie. Nach dem Studium bewarb sich Fleming beim Auswärtigen Amt, nachdem die Chancen aber schlecht aussahen, arbeitete er zunächst 4 Jahre lang als Journalist bei Reuters. In deren Auftrag reiste Fleming in die Sowjetunion und machte sich mit Berichten über einen Spionageprozess einen Namen. Da die Verdienstmöglichkeiten schlecht waren, nahm Fleming Arbeit als Wertpapierhändler bei den Londoner Banken „Cull & Co“ und „Rowe & Pitman“ auf. Zudem war er als Korrespondent für die Times tätig, arbeitete aber tatsächlich als Spion für das Auswärtige Amt in der Sowjetunion.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Fleming eingezogen und war seit 1939 beim Marine-Nachrichtendienst, wo er schnell zum Lieutenant und persönlichen Assistenten des Direktors John Godfrey aufstieg. 1941 wurde er zum Verbindungsoffizier mit dem Rang eines Commander beim US-Geheimdienst, etwa ab Ende 1943 führte er das Kommando über eine speziell ausgebildete Einheit der Royal Marines, die „Fleming’s Red Indians“ genannt wurden. Durch seine Arbeit beim Geheimdienst war er u.a. 1940 dafür zuständig, Gibraltar und Südspanien vor der Radar-Überwachung zu schützen. Diese Operation, bei der sich auch die „Fleming’s Red Indians“ sehr gut schlugen, hatte den Decknamen „Goldeneye“.

Vor Ende des Krieges kaufte Fleming auf Jamaika ein Strandgrundstück, entwarf ein Haus (das er Goldeneye nannte) und plante die Entführung von Martin Bormann, dem Leiter der Parteikanzlei der NSDAP. In den Wintermonaten schrieb Fleming in diesem Haus seine Geschichten und Romane. Hier lernte er auch seine künftige Frau kennen, 1952 fand die Hochzeit mit Anne Rothermere statt, am 12.08.1952 wurde sein Sohn Caspar geboren.

Fleming nahm nach dem Krieg wieder Arbeit als Journalist an, 1953 verfasste er dann seinen Roman „Casino Royale“. Nach drei weiteren Romanen wollte Fleming seine Arbeit mit James Bond beenden und sich anspruchsvolleren Aufgaben stellen, jedoch war diese Figur so beliebt, dass weitere Gesichten folgten. Mit der Figur des James Bond wurde Fleming weltberühmt, Albert R. Broccoli übernahm die aufwendigen Verfilmungen der Romane, wobei die Verfilmungen teilweise gravierend von den Romanvorlagen abweichen bzw. in einigen Fällen nur den Titel gemeinsam haben.

Nebenbei schrieb Ian Fleming noch 2 Sachbücher, diverse Artikel für Zeitungen und ein Kinderbuch für seinen Sohn.

1964 erkrankte Fleming an einer Brustgrippe, die sich zu einer Brustfellentzündung ausweitete und – zusammen mit seinem ungesunden Lebenswandel, seinen Vorlieben fürs Rauchen, Alkohol, reichlich fette Kost und Weltreisen – erlag am 12.08.1964 einem Herzinfarkt. Fleming wurde auf einem Friedhof in Sevenhampton nahe Swindon und der Grafschaft Wiltshire beerdigt und liegt neben seinem Sohn, der bereits 1975 an einer Drogenüberdosis starb, und seiner Ehefrau, die am 12.07.1981 verstarb.


Werke von Ian Flemming:
- 1953: „Casino Royal“ (Roman)
- 1954: „Leben und sterben lassen“ („Live and let die“; Roman)
- 1955: „Moonraker“ (Roman)
- 1957: „Liebesgrüße aus Moskau“ („From russia with love“; Roman)
- 1957: „The diamond smuglers“ (Sachbuch)
- 1958: „James Bond jagt Dr. No“ („Doctor No“; Roman)
- 1959: „Goldfinger“ (Roman)
- 1960: „For your eyes only“ (Sammlung von Kurzgeschichten; verfilmt als „Im Angesicht des Todes“)
- 1961: „Feuerball“ („Thunderball“; Roman; Vorlage für die Filme „Feuerball“ und „Sag niemals nie“)
- 1962: „Der Spion, der mich liebte“ („The spy who loved me“; Roman)
- 1963: „Im Geheimdienst Ihrer Majestät”  („On her majesty’s secret service”; Roman)
- 1963: „Thrilling Cities” (Sachbuch)
- 1964: „Man lebt nur zweimal“ („You only live twice“; Roman)
- 1964: „Chitty Chitty Bang Bang” (Kinderbuch)
- 1965*: „Der Mann mit dem goldenen Colt” („The man with the golden gun”; Roman)
- 1966*: „Octopussy” (Sammlung von Kurzgeschichten)


unveröffentlicht:
- 1921-26: „The black Daffodil“
- 1921-26: „The true tale of Captain Kidd’s treasure“
- 1927: „Death on two occasions”
- 1945-46: „Mercury refence book”
- 1960: „State of excitement – Impressions of Kuwait”
- 1966*: „The poppy is also a flower”

* aufgefunden bzw. veröffentlicht nach seinem Tod


Quellen:
http://de.wikipedia.com
http://www.ianfleming.de

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