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In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden... War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve sein Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, aber zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Doch wer ist der Unbekannte, der Dean Reeve nacheifert? Ein atemloser Thriller, in dem die kühle Frieda Klein sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt. 

 

Blutroter Sonntag 

Originaltitel: Sunday Morning Coming Down
Autor: Nicci French
Übersetzer: Birgit Moosmüller
Verlag: C. Bertelsmann
Erschienen: 30. Oktober 2017
ISBN: 978-3-570-10316-6
Seitenzahl: 448 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Nachdem die Leiche eines Privatdetektivs in Friedas Haus unter den Bodendielen gefunden wurde, muss auch der letzte Zweifler einsehen, dass Dean Reeve noch am Leben ist. Denn auf ebenjenen hatte die Psychoanalytikerin den Detektiv angesetzt. Als dann auch noch ihre Nichte entführt und einer ihrer besten Freunde brutal zusammengeschlagen wird, ahnt Frieda, dass es noch jemanden gibt, der ein abartiges Spiel mit ihr spielt – auf Kosten ihrer Lieben.

Die Reihe rund um Frieda Klein ist der Beweis dafür, dass nicht jeder weitere Band einer Serie zwangsläufig schwächer wird. Der nun vorliegende bewegt sich erneut im oberen Bereich und weiß den Leser noch immer zu verblüffen.


Stil und Sprache
Auch wenn der Leser bereits durch den Klappentext von der unangenehmen Überraschung erfährt, die Frieda Klein zu Hause erwartet, so ist man doch nicht auf das darauf aufbauende Ausmaß der Ereignisse gefasst. Mit jeder Seite steigt das Risiko einer neuerlichen Attacke, gegen ihr Umfeld oder auch Frieda gegen Frieda selbst, schließlich weiß man nicht so genau, was der Täter bezweckt. Dass es sich jedoch um jemanden handeln muss, der quasi auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist, scheint offensichtlich. Selbst wenn man ihn bereits im Vorfeld enttarnt, bedeutet dies keinen Spannungsabfall. Im Gegenteil, Denk- und Handlungsweisen sind absolut verworren, Überraschungsmomente entsprechend vorprogrammiert.

Das Autorenduo behält den eingängigen, flüssigen Schreibstil erfreulicherweise bei, auch wenn es inhaltlich immer persönlicher und düsterer wird. Zusätzlich lädt auch die Atmosphäre sich mehr und mehr auf, um den Ereignissen noch mehr Nachdruck zu verleihen. Es mag ein, zwei Passagen geben, die ein wenig langwieriger angelegt sind und die Spannungskurve somit senken, auf Grund des ansonsten recht hohen Tempos geraten diese jedoch schnell wieder in Vergessenheit. Es ist unbedingt notwendig, geistig am Ball zu bleiben, zu schnell hat man Informationen überlesen, die für den Kontext wichtig sind. Wer die Reihe bereits von Anfang an verfolgt, ahnt bereits, wie der Schluss aufgebaut sein wird, zu großartigen Wendungen kommt es hier nicht mehr.


Figuren
Erneut steht Psychoanalytikerin Frieda Klein im Mittelpunkt, die ihre Emotionen in der Regel nicht offen zur Schau stellt. Als jedoch nicht nur sie ins Visier des Täters gerät, sondern vor allem die Menschen, die sie liebt, ändert dies alles. Es geht eine Entwicklung vonstatten, die oberflächlich betrachtet nur minimal erscheint, jedoch ist es wichtig, auch zwischen den Zeilen zu lesen. Denn erst dort ist Frieda Klein bereit, ihre wahren Charaktereigenschaften preiszugeben und ihre Gefühle und Gedanken offenzulegen – zumindest in Teilen.

Zwar nimmt Friedas enges Umfeld recht viel Raum innerhalb der Geschichte ein, tiefgründigere Entwicklungen sind hier jedoch nicht zu verzeichnen. Vielmehr konzentriert sich das Autorenduo auf die Darstellung des Täters, der zunächst im Geheimen, später auch offensiv agiert. Um den Leser nicht sofort auf die Lösung zu bringen fällt die Beschreibung passenderweise recht schwammig aus. Überhaupt ist die Persönlichkeit als solche schwer zu fassen, vielleicht weiß er selbst nicht so recht, wohin die Reise gehen soll...


Aufmachung des Buches
Ein roter Doppeldeckerbus düst regelrecht durch die Straßen Londons, wie es scheint mit Überschallgeschwindigkeit, denn die restliche Szenerie spielt sich in normalem Tempo ab. Es braut sich etwas zusammen, was nicht nur die Blitze am Himmel signalisieren. Das Cover des siebten Bands reiht sich charakterlich nahtlos in die Serie ein, das Bild strahlt eine gewisse Düsternis aus, die allerdings an keinem Element so recht festgemacht werden kann. Die Klappenbroschur weiß jedoch erneut auf den ersten Blick zu faszinieren und zieht den Leser fast schon magisch an.


Fazit
Nach der spannungsgeladenen Lektüre lässt sich eigentlich nur noch sagen: Auf zum Finale, die Neugierde auf den Abschluss ist und bleibt ungebrochen.


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 2: Eisiger Dienstag
Band 3: Schwarzer Mittwoch
Band 4: Dunkler Donnerstag
Band 5: Mörderischer Freitag
Band 6: Böser Samstag

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