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Aufgrund unglücklicher Umstände befindet sich die junge Archäologin Caroline Snyder in den Händen eines gefährlichen Drogenkartells in Kolumbien. Der Mann, der ihr zu Hilfe eilt, ist niemand anderer als Special Agent Can Smith. Ausgerechnet der Mann, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat.

Can hat Caroline nie vergessen. Er plant, sie aus der Gefangenschaft zu befreien, jedoch legt dieses Unterfangen nicht nur seine Gefühle für sie wieder frei, sondern bringt auch eine Vergangenheit voller Lügen als Tageslicht, welche die ganze Mission und viele Menschenleben, darunter auch Carolines und sein eigenes, in Gefahr bringt. 

 

Toedliche Schuld 

Autor: Alia Cruz
Verlag: Sieben
Erschienen: Mai 2017
ISBN: 978-3-864437-01-4
Seitenzahl: 284 Seiten


Die Grundidee der Handlung
Eigentlich hätte Cans Auftrag relativ einfach sein sollen. Ein korrupter NSA-Agent hatte Caroline Snyder entführt, doch wurde dieser getötet und Caroline vor Cans Augen vom Maza-Kartell verschleppt. Ohne zu zögern setzt Can alles daran, seine einstige Liebe zu finden und zu befreien. Auf die Unterstützung der SAJ oder deren früheren Corey Snider kann er leider nicht zählen. Als jedoch Corey undercover selbst auf Mazas Hazienda auftaucht, geht die ganze Mission plötzlich schrecklich schief …

Ein etwas ungewohnter Plot, in dem für einmal nicht mal die Guten zusammenarbeiten. Zahlreiche Verwicklungen aus der persönlichen Vergangenheit und Ereignisse aus den bisherigen Bänden wurden eingefügt, sodass die vielen unerwarteten Wendungen einen spannenden, teils packenden Thriller ergeben haben.


Stil und Sprache
Es dauert nur wenige Seiten und der Einstieg ist problemlos geschafft. Schon von Beginn weg sind immer wieder kurze Einschübe eingebaut, in denen vergangene Ereignisse – meist aus früheren Bänden – dem Leser näher gebracht werden. Verschiedene Handlungsstränge sind ineinander verwoben, laufen lange Zeit parallel und wechseln sich immer wieder ab. So begleitet man Can auf seiner Himmelfahrtsmission, Corey als reichen Pferdeinteressenten aus Amerika und Caroline durch ihre Gefangenschaft. Sie präsentieren dabei jeweils in der dritten Person ihre Sichtweise, zu denen sich Alfonso Maza als skrupelloser Drogenbaron hinzu gesellt. Für lange Zeit ist es daher ein stetiges Hin und Her und vor allem die fehlende Zusammenarbeit auf Seiten der Guten lässt einiges schief gehen. Die Spannung wird im Prolog gesetzt, bleibt zunächst eher etwas flach, um ab der Mitte hochzuschnellen und beibehalten zu werden. Mit der Zeit häufen sich die Katastrophen, sodass man nur so durch die Seiten fliegt, weil man wissen will, wie das alles enden wird.

Der Schreibstil ist flüssig, auch wenn der Aufbau der verschiedenen Handlungsstränge zuerst seine Zeit dauert. Die Schauplätze sowie Kämpfe sind bildhaft in Szene gesetzt, sodass sie ohne Probleme als Kopfkino vor dem Leserauge entstehen können.


Figuren
Die Handlungen und Reaktionen der Figuren werden zwar hinreichend erklärt, die Emotionen konnten mich aber nicht immer restlos überzeugen. Caroline als Opfer ist zuweilen sehr besonnen, Corey als Vater stur und geht in meinen Augen unnötige Risiken ein. Carolines Mutter Lydia hingegen hat sich stark geändert und offenbart eine Mutterliebe sowie Reue, die bisher nicht beschrieben waren. Zugegeben, das ist Kritik auf hohem Niveau und nur im Vergleich zu den bisherigen Bänden.

Can hat mir am besten gefallen. Er zeigt passend die ganze Gefühlspallette, weiß um das hohe Risiko und tut trotzdem alles für Carolines Rettung, was nötig ist. Auch Alfonso Maza als brutaler Drogenbaron ist dreidimensional ausgearbeitet und seine Handlungen bereiten zuweilen Gänsehaut. Die restlichen Nebenfiguren sind ihrer Rolle entsprechend eingefügt und auch hier gibt es ganz interessante Charaktere.


Aufmachung des Buches
Die Bände gleichen sich in ihrer Aufmachung sehr und können kaum auseinandergehalten werden. Der Abschlussband ist wiederum in hellen Blautönen gehalten und die Schriftzüge haben als Hintergrund helle Blitze. Im oberen Bereich sind das küssende Liebespaar und die Kette mit den SAJ-Abzeichen dargestellt. Die Rückseite ist etwas dunkler gefärbt mit wenigen Blitzen, die als Hintergrund für die Inhaltsangabe dienen.


Fazit
Der letzte Teil der SAJ-Serie bietet packende Unterhaltung und ein Ende, das den Leser wehmütig zurücklässt. Can ist ein wunderbarer Protagonist und über solche Männer und ihre Liebsten könnte ich noch stundenlang weiterlesen.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Stürmische Gefahr
Band 2: Feindliches Herz
Band 3: Spiel mit dem Risiko
Band 4: Unheilvolle Jagd

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