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DIE LETZTEN VAMPIRE KÄMPFEN UM DAS SCHICKSAL DER WELT

Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegründet wurde: die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose, attraktive Anführer der BLACK DAGGER, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren ...

Krieger im Schatten 

Originaltitel: THE BEAST (PART 1)
Autor:  J.R. Ward
Übersetzer: Corinna Vierkant
Verlag: Heyne
Erschienen: Oktober 2016
ISBN: 978-3-453-31770-3
Seitenzahl: 368 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Die Gefahr durch die Lesser, die auf der Jagd nach den Krieger der Black Dagger sind, nimmt immer weiter zu und der Adel der Vampire heckt eine weitere Verschwörung zum Sturz von König Wrath aus. Neue Allianzen müssen geschmiedet und alte Feinde bekämpft werden. Und mitten drin befinden sich Rhage und Mary in einer persönlichen Krise. Rhage fühlt eine innere Leere, die ihn unvorsichtig werden und trotz Warnungen und einer Vision unnötige Risiken eingehen lässt. Im Kampfgetümmel kommt es zum Schlimmsten, Rhage wird von einer Kugel mitten ins Herz getroffen ... 

Mary engagiert sich immer mehr im Frauenhaus und hat sich unbemerkt emotional von Rhage distanziert. Als sie an den Schauplatz der Schlacht gerufen wird, um Abschied von ihrem Gefährten zu nehmen, wirft sie alles in die Waagschale und entfesselt das mörderische Biest in ihm …

Natürlich ist das nicht der einzige Handlungsstrang, aber diesmal möchte ich nicht weiter darauf eingehen, um nicht zu viel zu verraten. Zum ersten Mal habe ich nicht richtig in die Handlung hineingefunden, konnte die Reaktionen der Protagonisten nicht restlos verstehen. Und was mir in dieser Serie noch nie passiert ist: Zuweilen habe ich den Überblick bei den Nebenfiguren verloren, weil es inzwischen so viele Brüder mit Gefährten oder Gefährtinnen gibt und die Einschübe zu vergangenen Ereignissen teils äußerst knapp vorhanden sind. Die Umsetzung fand ich diesmal nicht ganz gelungen.


Stil und Sprache
Kurz vor einer gefährlichen Schlacht gegen eine ganze Armee von Feinden steigt man in die Handlung ein und gleich darauf fliegen die Fetzen. Ein erster Höhepunkt ist da mit einer spannenden Schlacht, packenden Emotionen, die in eine ruhigere Phase übergehen. Und genau mit diesem Rest hatte ich so meine Mühe. Viele Handlungsstränge aus früheren Bänden sind eingebunden, werden weitergeführt ohne für meinen Geschmack genügend kurze Erinnerungsstützen oder Hintergrundangaben. Gefahr, Action und Spannung sucht man hier beinahe vergebens, der Fokus ist stark auf die emotionalen Probleme der beiden Protagonisten gerichtet und die Festigung von neuen Bündnissen. Sicher, auch die Emotionen von Rhage, Mary und dem Waisenkind Bitty bieten Unterhaltung, sind teils berührend und wecken die Neugier, aber das reicht meiner Meinung nach nicht aus, um genügend zu fesseln. Erotische Szenen sind sporadisch eingefügt, prickelnd und heiß bei Rhage und Mary, emotionslos als Mittel zu Informationsbeschaffung innerhalb der Aristokraten.

Wie gewohnt führen hauptsächlich Rhage und Mary in der dritten Person durch die Handlung. Dazwischen sind kurze Passagen aus Sicht von anderen Brüdern und Nebenfiguren eingefügt. Ein kleiner Handlungsstrang ist aus Sicht einer Menschenfrau geschrieben, bei dem die Hintergründe und vor allem das Ziel noch nicht erkennbar sind. Wir immer, seit der Originalband in zwei deutsche Veröffentlichungen aufgeteilt ist, endet die Handlung unvermittelt an einer nicht sehr spannenden Stelle.


Figuren
Rhage und Mary haben sich in einem früheren Band gefunden und stecken in einer emotionalen Krise. Erst Rhages tödliche Verletzung bringt die beiden dazu, ihre Probleme überhaupt zu erkennen. Rhage fühlt in sich eine Leere, die ihn immer mehr von Mary entfernt und ihn Risiken eingehen lässt. Und Mary versteckt sich hinter ihrer Tätigkeit als Therapeutin, sorgt sich um andere mehr als um sich selbst. Ihr neuster Schützling ist die neunjährige Bitty, ein Waisenkind, das über Jahre misshandelt wurde.

Die Nebenfiguren sind meist bekannt und trotzdem hatte ich zuweilen Mühe, einzelne Namen mit ihrer Vergangenheit zu verknüpfen. Inzwischen sind es auch so viele Charaktere, dass eine Auflistung im Glossar sehr hilfreich wäre. Sehr gut gefallen hat mir bei den Nebenfiguren Assail, der für die Brüder im Adel spioniert. Ob man ihm wirklich vertrauen kann und ob er nicht doch an der Heroinsucht untergeht, steht noch offen.


Aufmachung des Buches
Das Motiv des Covers gefällt mir sehr gut und es sieht aus, als ob ein Mann aus einem See auftauchen würde, um ihn herum ein Sturm und zahlreiche schwarze Fledermäuse. Die Rückseite ist fast komplett schwarz, nur am oberen Rand ist ein blauer Ausschnitt mit Regen und Fledermäusen zu sehen, darunter die hervorgehobenen Schriftzüge der Autorin sowie des Seriennamens und die immer gleich gehaltene Inhaltsangabe.


Fazit
Die erste Hälfte des englischen Originalbandes bietet für sich alleine einfach nicht genug Handlung und kann nur zu Beginn packende Spannung aufbauen. Sicher, die emotionalen Stürme mit Rhage und Mary sind interessant, aber das alleine reicht nicht für großartige Unterhaltung.


3 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 22: Sohn der Dunkelheit
Band 23: Nachtherz
Band 24: Königsblut
Band 25: Gefangenes Herz
Band 26: Entfesseltes Herz

Die Originalausgabe „The Beast“ wurde für den deutschsprachigen Raum getrennt veröffentlicht in „Krieger im Schatten“ (Band 27) und „Ewig geliebt“ (Band 28).

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