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Vom to-do zum to-enjoy! Die Kinder zur Schule bringen, rechtzeitig gut zurechtgemacht zum Meeting im Büro sein, bloß nicht den Arzttermin nach der Arbeit vergessen und abends wollte man sich eigentlich mal wieder mit der besten Freundin treffen - haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Ihr Tag einer einzigen endlos langen to-do-Liste gleicht? Dass Sie fleißig darum bemüht sind, alles unter einen Hut zu bringen, sich selbst bei all der Hetze aber völlig aus dem Blick verlieren? Viele Frauen kennen das - aber hinterfragen wir auch, was das eigentlich für Körper und Seele bedeutet?

Die Biochemikerin Dr. Libby Weaver, Bestseller-Autorin aus Australien, erklärt, welche gesundheitlichen Folgen unser Lebensstil hat und gibt wertvolle Impulse, wie wir aus dieser Spirale herausfinden. Erfahren Sie, wie sich der Dauerlauf im Hamsterrad auf unser Seelenleben auswirkt, aber vor allem auch, welche fatalen biochemischen und hormonellen Prozesse er in unserem Körper auslöst. Entdecken Sie, warum Dinge wie PMS oder Verdauungsbeschwerden eng damit verknüpft sind, was wir uns täglich auflasten - und finden Sie mit den empathischen und alltagsnahen Lösungsansätzen von Dr. Libby zu mehr Gelassenheit!

 

Rushing Woman Syndrom 

Originaltitel: Rushing Woman's Syndrome
Autor: Dr. Libby Weaver
Übersetzer: Imke Brodersen
Verlag: Trias
Erschienen: 04/2017
ISBN: 978-3432104331
Seitenzahl: 280 Seiten


Umsetzung, Verständnis und Zielgruppe
Die Biochemikerin Dr. Libby Weaver ist besonders in ihrer Heimat Australien eine bekannte Autorin und Rednerin, einige ihrer Bücher sind auch ins Deutsche übersetzt worden. Sie prägte auch den Begriff „Rushing-Woman-Syndrom“, der neuerdings immer wieder auftaucht und auch mir vor einiger Zeit in einer Zeitschrift begegnete. In ihrem Buch beschäftigt sie sich vor allem mit den verschiedenen Ursachen für dieses Syndrom, das im Wesentlichen ein Zustand von dauerhafter Eile und permanentem Stress ist, das Gefühl, nie genug zu leisten und niemals fertig zu werden.

Folgerichtig widmen sich die einzelnen Kapitel nach einer Einleitung und einem schnell zu beantwortenden Selbsttest den verschiedenen körperlichen Ursachen für Dauerstress. Es geht um das Nervensystem, das endokrine System, Verdauung und Emotionen. Daran anschließend gibt es ein Kapitel „Der hohe Preis von Dauerstress“, das sich mit den körperlichen Auswirkungen wie Schlafstörungen und sonstigen Beschwerden befasst. Den Abschluss bildet ein Kapitel mit Lösungsansätzen sowie eine sehr emotionale Zusammenfassung der Autorin, die am Ende noch einmal einen sehr knappen Ansatz für all die bietet, die meinen, für mehr als zwei Strategien zu gestresst zu sein.

Dr. Weaver gelingt es dabei über weite Strecken, die biochemischen Zusammenhänge des (weiblichen) Körpers ansprechend und auch für Laien verständlich darzustellen. Hilfreich sind dabei besonders zahlreiche Beispiele aus ihrer Praxis, die das Ganze etwas auflockern. Dabei spricht sie ihre Leser oftmals direkt an mit Formulierungen wie „Sie werden sehen, dass…“ oder „Probieren Sie XXX aus und es wird Ihnen besser gehen.“ Diese Wortwahl erzeugt eine gewisse Nähe zum Leser, kann jedoch nicht vollständig ausgleichen, dass die eigentlichen Tipps bzw. Lösungsansätze erstens für meinen Geschmack zu kurz kommen und zweitens doch recht vage ausfallen. Oftmals wird außerdem auf andere Titel der Autorin verwiesen, um weitergehende Informationen zu erhalten. Konkret sind daher nur wenige Hinweise (Verzichten Sie 4 Wochen auf Koffein und sehen Sie, was das mit Ihnen macht) und etliche Dinge treffen noch lange nicht auf jede(n) zu. Es macht aus meiner Sicht nicht viel Sinn, sich mit Maßnahmen gegen Schilddrüsenprobleme zu befassen, wenn man diese gar nicht hat.

Insgesamt kann Das Rushing-Woman-Syndrom daher natürlich nur Denkanstöße geben und jeder muss für sich herausfinden, wo genau die eigenen Probleme liegen und wie und mit welchem Aufwand man diesen begegnen will oder kann. Dazu ist es aber definitiv erforderlich, sich intensiv mit den Inhalten zu befassen, ein Hin- und Herspringen und punktuelles Lesen reicht da nicht aus.


Aufmachung des Buches
Das Taschenbuch hat einen knallroten Rücken und ein hellgraues Cover. Oberhalb des etwas sperrigen Titels ist eine Uhr gezeichnet, in der wie in einem Hamsterrad eine Frau mit Kleid und Handtasche es offenbar sehr eilig hat. Sehr passend! Innen gibt es sieben große Kapitel, die wiederum in zahlreiche kurze Abschnitte unterteilt sind. Bilder oder Zeichnungen gibt es keine, dafür einige wenige Kästen, in denen fliederfarben unterlegt besondere Tipps oder Impulse gesetzt werden.


Fazit
Das Rushing-Woman-Syndrom ist ein Mittelding aus wissenschaftlicher Abhandlung und Ratgeber für gestresste Frauen, aus dem man mit etwas Einsatz sicher eine Menge für sich gewinnen kann, ganz leicht ist die Lektüre aber nicht.


3 5 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de oder deinem Buchhändler vor Ort

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