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Familie und andere Dämonen

Deathstroke, der gefährlichste Auftragskiller des DC-Universums, wurde von seiner eigenen Tochter verraten und ist nun ihr und ihrem mysteriösen Verbündeten ausgeliefert! Trotzdem gibt Slade Wilson nicht auf und schließt sogar mit Ra´s al Ghul, dem Anführer der Mordliga, einen Pakt! Doch natürlich hat Batmans alter Erzfeind eigene Pläne mit Deathstroke und dessen schwierigen Kindern ...

 

Deathstroke 4 

Originaltitel: Deathstroke #17 – 20, Deathstroke Annual #2
Autor: James Bonny
Übersetzer: Jörg Fassbender
Illustrator: Tyler Kirkham, Arif Prianto
Verlag: Panini Comics
Erschienen: 31. Januar 2017
ISBN: 978-3-7416-0075-3
Seitenzahl: 132 Seiten
Altersgruppe: ab 12 Jahre (Empfehlung des Rezensenten)

Hier geht's zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
Deathstroke trifft endlich auf Lawman, der dessen Tochter Rose unter telepathischer Kontrolle hat und sie dazu bringen will, Deathstroke zu töten. Mit Hilfe von Jericho gelingt es, Lawmans Plan fürs Erste zu verhindern. Um Rose zu helfen, die unter Lawmans Einfluss stark leidet, geht Deathstroke einen Deal mit Ra´s Al Ghul ein, der seine eigenen Ziele verfolgt. Deathstroke ahnt zwar dessen Hinterhältigkeit, wird aber ebenso überrascht, wie die gemeinsamen Feinde, was wirklich hinter Al Ghuls Absicht steckt.

Mit präzisen Zeichnungen und einer fundierten Auswahl an Farben bringen Zeichner und Autor Deathstroke ins Finale. Die ausgeklügelten und detailreichen Superhelden fügen sich harmonisch in ein passendes Gesamtbild zur Story ein und ein ausbalancierter Text rundet den Gesamteindruck des Action-Comics vollends ab.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Der Söldner Slade Wilson wird reif und gealtert dargestellt. Er hat harte Züge, eine Augenklappe verdeckt sein rechtes Auge und als sehr muskulöser Kämpfer schießt er sich von Auftrag zu Auftrag. Da Slade nur kurz gezeigt wird und Deathstroke eine verhüllende Gesichtsmaske trägt, ist es schwer seine Emotionen sichtbar zu deuten. Hier kommen aber eindeutig der Text, sprich Slades Monologe, zu Hilfe. Deathstroke erinnert in seinem Kampfanzug streckenweise an einen technisch hoch versierten Roboter. Er trägt eine halb schwarze, halb goldgelbe Maske, die ausdruckstechnisch immer nur die engen angespannten Augenschlitze zeigt. Sein Anzug wurde zeichnerisch sehr muskulös definiert, so dass der Leser erahnen kann, dass Deathstroke durchaus fit und sportlich ist. Kolorativ wurde er sehr strukturiert in zwei Hauptfarben gehalten, wobei technische Details des Anzugs in Silber herausstechen.

Wilsons offensichtlicher Feind Lawman erscheint in einem „Wild-Western-Outfit“, wie es in jedem guten Cowboy-Film zu finden ist. Dabei trägt er eine Totenkopf-Maske, die nur grinst. Auch hier wird das Ablesen von Emotionen eher gehemmt, wobei man sagen kann, dass Lawmans Grundzug Rache ist. Er wird in den Umrissen fein gezeichnet und detailliert ausgearbeitet. Auch er wirkt in seinem Dress muskulös und in Form und farblich werden die Accessoires in typischen Jeans und Westen-Farben gehalten.

Viel emotionaler geht es Deathstrokes Tochter Rose. Zunächst wird sie sehr kühl, hart und wild entschlossen dargestellt. Sie verzieht keine Mimik, sondern wartet verbissen auf ihren Auftritt. Rose wird mit sehr starken Oberschenkeln und kräftigen Armen gezeichnet, hat aber auch einen vollen Busen, der der sehr trainierten Frau letztlich nichts an Weiblichkeit abspricht. Sie trägt ein schwarz-ro- elastischen Anzug, der hauteng und passend für den Kampf sitzt. Ihre Waffe ist ein langes Schwert, und eine halbseitige Gesichtsmaske verdeckt teilweise ihr Antlitz. Was Rose so kühl wirken lässt, ist nur der Bann, unter dem sie steht. Es gibt zahlreiche Facetten, wo der Zeichner sie mit diversen anderen Gefühlen konfrontiert. So ist sie ein Paradebeispiel für Leid, Zufriedenheit, Angst, Wut und Hass.

Wie üblich brilliert auch dieser amerikanische Comic durch stahlharte, detaillierte Helden und dämonische Bösewichte. Besonders die präzisen Zeichnungen und die pikierten Details machen jede Figur einzigartig und zeigen die Arbeit, die der Zeichner in die facettenreichen Charaktere gesteckt hat. Daneben runden die klug gewählten Farben und Farbmischungen, aber auch Licht- und Schatteneffekte das Gesamtbild der Story ab.

Im Allgemeinen werden Panels sehr strukturiert, aber durchaus auch abwechslungsreich angesetzt, wodurch Bilder überlappend, aber auch großflächiger dargestellt werden können. Soundwörter werden passabel eingesetzt und letztes Lob geht an den Text. Besonders die ausgeklügelten Monologe von Deathstroke führen den Leser durch den Comic und erklären alles. Die Dialoge tun ihren Rest zum Verständnis und abwechslungsreiche Unterhaltungen und ein gewisser Humor dürfen auch nicht fehlen.


Aufmachung des Comics
Deathstroke und seine Kinder Rose und Jericho zieren das Finale Cover des vier Bände starken Auftritts des Söldners und Einzelkämpfers. Deathstroke kniet in gebeugter Haltung und schussbereit mit riesiger Waffe am Boden und wartet auf seine Gelegenheit. Hinter ihm steht Rose in typische engem Dress und mit kampfbereitem Schwert. Ängstlich rechts dahinter wirkt Jericho, als würde er seinen Vater stoppen wollen oder hätte vor irgendetwas gewaltige Angst. Im eigenen Design steht oberhalb der Titel des Helden sowie rechts unten Autor, Zeichner und weitere Mitwirkende.

Die Rückseite zeigt oberhalb den Buchrückentext hinter blau-grauem Grund. Der Rest der Rückseite zeigt ein Panel, in dem Ra´s Al Ghul mit einem großen arabischen Schwert auf Deathstroke einstechen will. Dieser kriecht hilfesuchend am Boden und streckt dem Betrachter die Hand entgegen.


Fazit
Gelungenes Finale mit vielen Wendungen und vermeintlichen Höhepunkten. Zeichnerisch ganz vorn!!!


4 Sterne


Hinweise
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