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Ihre Hochzeitsreise hatte sich Gestaltwandlerin Mercy Thompson anders vorgestellt: Statt romantisch mit ihrem Werwolf Adam am Ufer des Columbia River zu campen, bekommt sie es mit einer uralten Kreatur zu tun, die in den Tiefen des Flusses erwacht ist und zahlreiche Opfer fordert. Mercy ist entschlossen, den Flussteufel aufzuhalten, doch um ihren Gegner besiegen zu können, muss sie zuerst das lange gehütete Geheimnis ihrer Familie lüften …
 

Siegel der Nacht 

Originaltitel: River Marked
Autor: Patricia Briggs
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Verlag: Heyne
Erschienen: September 2011
ISBN: 9783-453-52831-4
Seitenzahl: 400 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Mercy lässt sich nicht so leicht überraschen, aber ihre Mutter hat es zusammen mit Jesse, Adams Tochter, geschafft, heimlich eine Hochzeit zu organisieren. So schreitet Mercy, die eigentlich durchbrennen und heimlich heiraten wollte, mitten durch Kirche, sämtliche Rudelmitglieder, Familie, Freunde und Bekannte an ihrer Seite. Die Hochzeitsreise führt Mercy und Adam an einen einsamen Campingplatz am Columbia River. Was so schön und harmonisch beginnt, bleibt natürlich nicht lange. Mercy stößt auf ihre Vergangenheit, ein gefräßiges Flussmonster und noch andere Unwegsamkeiten, die äußerst gefährlich sind …

Diesmal sind Mercy und Adam längere Zeit auf sich alleine gestellt, was eine besondere Dynamik ergibt. Wiederum spannend und perfekt umgesetzt.


Stil und Sprache
Mercy und Adam schweben auf Wolke sieben. Nach ihrer Überraschungshochzeit, die Tränchen der Rührung hervorrufen könnten, gehen die beiden auf Hochzeitsreise. Es ist wunderbar, sie dabei zu begleiten, ihr Glück beinahe zu spüren und doch zu wissen, dass im Hintergrund bereits die nächste Gefahr lauert. So greift die Spannung und Neugier von Beginn weg, der harmonische Teil ist einfach zum Genießen, bevor die Gefahr und Spannung in die Höhe schießen. Ein gefährliches Monster frisst ahnungslose Menschen und hat Mercy als seine Beute auserkoren. Und die Feen haben ihre Hände mit im Spiel. Mächtige Wesen, die seit Anbeginn der Zeit auf der Erde wandeln, und ein Medizinmann der Indianer sind ihre Verbündete, doch kann man ihnen wirklich trauen?

Je mehr Seiten gelesen sind, je spannender wird die Handlung, sodass ich aus Ungeduld einige Abschnitte zuerst überlesen habe, um meine Neugier zu befriedigen und erst danach den gesamten Text nochmals gelesen habe. In diesem Band geht es zeitweise äußerst blutig zu und her, es gibt Verletzte und Tote und bringt sogar Mercy dazu, vor der ultimativen Schlacht an alle ihre Lieben je einen Brief zu schreiben. Dramatisch, packend, einfach perfekt.

Im personalen Erzählstil führt wie immer Mercy durch die Handlung. Ihre Emotionen – wie auch die der anderen Figuren – sind dabei ausdrucksstark und perfekt eingebunden. Zu Beginn eher im gemächlichen Tempo steigert sich der Schreibstil in rasante Spitzen. Ganz zum Schluss ist der Brief abgedruckt, den Mercy an Adam geschrieben hat.


Figuren
Mercy und Adam sind auf Hochzeitsreise und man kann ihr Glück beim Lesen beinahe spüren. Sie ergänzen sich ausgezeichnet, obwohl sie ihre Rolle in der Beziehung teilweise noch finden müssen. Adam tut sich schwer damit, Mercy ohne Schutz – das Rudel ist weit weg – alleine zu lassen und fürchtet nichts mehr, als sie zu verlieren. Mercy kämpft jeweils kurz um ihre Unabhängigkeit, weiß um seine Probleme und gewöhnt sich langsam an die Gefährtenverbindung. Beide wachsen in diesem Band wieder mal über sich hinaus, kommen an ihre Grenzen und sind dem Tod fast näher als dem Leben.

Die Nebenfiguren sind einerseits verschiedene ortsansässige Indianer, andererseits uralte Wesen – Kojote, Wolf, Donnergott und andere Mächtige versuchen, einen Weg zu finden, den Flussteufel zu vernichten. Sie alle haben ihrer Rolle entsprechende Charaktereigenschaften. Mitglieder des Rudels, Familienangehörige und Freunde haben zu Beginn kürzere Auftritte, sie sind mir teilweise schon richtig ans Herz gewachsen, weil man sie so gut kennt, dass man beinahe vergessen kann, dass es nur Romanfiguren sind.


Aufmachung des Buches
Das Cover des sechsten Bandes der Serie schlägt völlig aus der Reihe. Sowohl das Tor als auch die Tieraugen fehlen ganz. Dafür ist Mercy samt Pfotentattoo vor einer mit Strichen bemalten Wand zu sehen. Die Rückseite ist diese Mal total in einem matten Schwarz gehalten. Lediglich die Inhaltsangabe kann dort gelesen werden. Schade, solche markanten Änderungen der Covers innerhalb einer Serie mag ich gar nicht.


Fazit
Viele mystische Figuren, ein gefräßiges Flussmonster und ein glückliches Brautpaar kämpfen in einer spannenden Handlung ums Überleben. Hervorragende Unterhaltung!


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Ruf des Mondes
Band 2: Bann des Blutes
Band 3: Spur der Nacht
Band 4: Zeit der Jäger
Band 5: Zeichen des Silbers

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