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Mercy Thompson ist Automechanikerin – vor allem aber ist sie eine Walkerin mit der Fähigkeit, sich in einen Kojoten zu verwandeln. Als es im Reservat des Feenvolks zu einer blutigen Mordserie kommt, muss sie beweisen, dass ihr alter Mentor Zee unschuldig ist. Und als wäre das nicht genug, fordert Adam, der attraktive Anführer des örtlichen Werwolfrudels, endlich eine Entscheidung von Mercy, ob sie bereit ist, seine Gefährtin zu werden …
 

Spur der Nacht 

Originaltitel: Iron Kissed
Autor: Patricia Briggs
Übersetzer: Regina Winter
Verlag: Heyne
Erschienen: Januar 2009
ISBN: 978-3-453-52478-1
Seitenzahl: 416 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Eigentlich müsste Mercy inzwischen wissen, dass eingeforderte Gefallen in einer Katastrophe enden und trotzdem begleitet sie ihren alten Freund und Mentor Zee in das Reservat des Feenvolkes. Mehrere Morde sind geschehen und Mercy soll in der Gestalt des Kojoten durch ihren besonders ausgeprägten Geruchssinn den Täter ermitteln. Und tatsächlich kann Mercy den entscheidenden Hinweis geben, doch als Zee den Mörder stellen will, ist dieser bereits tot und die anrückende Polizei verhaftet Mercys Freund als Hauptverdächtigen. Dass Mercy entgegen den Anweisungen des Feenvolkes nicht kampflos zusieht, wie Zee von seinem eigenen Volk als Sündenbock hingerichtet wird, versteht sich von selbst und bringt sie und ihr gesamtes Umfeld in große Gefahr …

Wiederum äußerst spannend und mit teils sehr berührenden Momenten am Schluss hervorragend gelungen.


Stil und Sprache
Für einmal dauert es einige Seiten, bis die erste brenzlige Situation über Mercy hereinbricht, aber nicht sofort in Form von Kämpfen. Mercy ermittelt im Reservat des Feenvolkes und trifft da auf außergewöhnliche Geschöpfe und Landschaften. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, Zee wird verhaftet und Mercy stellt sich gegen die Entscheidung der Feen, Zee als Sündenbock sterben zu lassen. Die Spannung steigt in verschiedene Spitzen, unerwartete Wendungen und plötzlich auftauchende Gegner lassen den Leser am Buch kleben. Eine verschlungene Verschwörung, gefährliche Wesen und magische Gegenstände treiben die Spannung in die Höhe bis zu einem packenden Showdown, mit dramatischen Ereignissen samt emotionalen Katastrophen.

Wie gewohnt führt Mercy als Ich-Erzählerin durch die Handlung. Ihre Gefühle werden hervorragend in die Handlung eingebaut und auch die anderen Figuren überzeugen perfekt. So gibt es Stellen zum Schmunzeln sowie Lachen und herrlich sarkastische Sprüche, die teils die rasante Handlung kurz auflockern. Dann sind auch sehr belastende Szenen mit Angst, Wut, Verzweiflung und Scham enthalten, die den Leser mitreißen. Hervorragend ausgearbeitet.


Figuren
Mercy bleibt auch in diesem Band ihren Überzeugungen treu und geht dabei Risiken ein, die sich als viel größer herausstellen, als gedacht. Ständig steht sie im Fokus von Feinden, teils offensichtlichen, teils aus völlig unerwarteter Seite. Mercy wird gejagt, verletzt und beinahe getötet. Auch diesmal ist sie zwar eine starke Frau, muss aber kräftig einstecken und wird emotional beinahe gebrochen. Einige Szenen sind so berührend, dass es auch die starken Werwölfe an ihre Grenzen bringt.

Samuel und Adam möchten beide Mercy endgültig für sich gewinnen und zwar auf eine Art und Weise, dass es Mercys Entscheidung ist. Die Unsicherheit schlägt sich auch auf das gesamte Rudel nieder, doch Adam bleibt stark. Seine Figur hat mir wie immer ausgezeichnet gefallen. Als er an seine Grenzen stößt, ist seine Wut und Verzweiflung beinahe beim Lesen spürbar.

Einen kleinen Einblick in das Volk der Feen wird gewährt, einerseits beim Besuch des Feenhügels, andererseits wird Mercy als Freiwild betrachtet und gejagt. Zee und der Barbesitzer Mike lernt man besser kennen. Der eigentliche Bösewicht kommt jedoch von ganz unerwarteter Seite, verschleiert lange Zeit seine Gefährlichkeit und treibt sein ganz eigenes Spiel.


Aufmachung des Buches
Auch der dritte Band der Serie ist aufgrund des Covers sofort entsprechend erkennbar. Diesmal ist das Tor wieder geschlossen und gelbe Tieraugen starren den Betrachter an. Der gelbe Titelschriftzug ist mit einer Lackschicht versehen. Die Augen und der angedeutete Tierkopf sind auf der Rückseite wiederum über der Inhaltsangabe zu sehen.


Fazit
Zuerst eher gemächlich steigern sich das Tempo und die Spannung immer mehr, bis es kaum noch auszuhalten ist. Schreckliche Szenen mit tiefen emotionalen Folgen fesseln ebenso wie die großartigen Charaktere und die packenden Wendungen.


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Ruf des Mondes
Band 2: Bann des Blutes

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