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Kaum haben sich die Überlebenden der Zombie-Plage mit dem Leben in der ehemaligen Strafanstalt abgefunden, wird die Gruppe aufs Neue aus ihrer Deckung gelockt - heraus aus dem Gefängnis, welches unter der Belagerung der Untoten zu einer Zuflucht geworden ist. Polizist Rick Grimes und seine Freunde geraten unversehens in die Fänge eines grausamen und gefährlichen Gegners - der eine weit größere Bedrohung darstellt, als es die Zombies jemals waren ...

 

The Walking Dead Die beste Verteidigung 

Originaltitel: The Walking Dead #25-30
Autor: Robert Kirkman
Übersetzer: Marc-Oliver Frisch
Illustrator: Charlie Adlard und Cliff Rathburn
Verlag: Cross Cult Verlag
Erschienen: 24. Oktober 2007
ISBN: 978-3-936480-35-1
Seitenzahl: 144 Seiten
Altersgruppe: ab 16 Jahre (Verlagsempfehlung)

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Die Grundidee der Handlung
Ein Hubschrauberabsturz zwingt Rick und einige Mitglieder der Gruppe dazu, dass Camp zu verlassen um zu helfen. Dort angekommen, müssen sie feststellen, dass die möglichen Überlebenden bereits geborgen worden sind. Gibt es in der Nähe eine andere Gruppe? Oder gar ein anderes Camp? Schon bald wünschten sich Rick und seine Freunde, sie hätten die Antwort darauf nie erfahren, treffen sie doch auf den zwielichtigen Gouverneur und seine ganz andere Truppe von Überlebenden!

Mit gewohnten Zeichnungen und viel Schattentechnik schicken Autor und Zeichner Rick in sein nächstes Abenteuer. Spannend umgesetzt mit einem tragischen Höhepunkt und zahlreichen Wendungen, präsentieren die Macher den fünften Band, der zum Abschluss ein Versprechen allererster Sahne auf dem sechsten Band macht.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Trotz anfänglicher gewohnter Situation schnellt der Comic von einem Höhepunkt zum nächsten. Rick wird diesmal in voll geschützter Gefängnismontur gezeichnet, um so Angriffe der Toten stand zu halten. Die Ausrüstung ist überwiegend in Schwarz gehalten und macht den schon sportlichen Rick breiter. Sein Gesicht ist gezeichnet von Wunden und Narben und er trägt seit langem einen Bart. Rick wird sehr markant männlich dargestellt und immer auf das Wohl der Gruppe bedacht. Dieser Umstand erlaubt es den Zeichnern, ihm diverse passende Emotionen ins Gesicht zu zeichnen und so die schwierige Lage des Polizisten zu transportieren.

Der neueste Gegenspieler ist der Gouverneur. Dieser teils charmante, aber undurchdringliche Pate lässt schnell durchblicken, wer das Sagen hat. Er hat längere leicht gewellte Haare, trägt einen Bart und wird mit sehr großer Nase gezeichnet. Er wirkt sehr markant und wird mit stechenden Augen dargestellt. Sein teils wahnsinniger Charakter bringt alles an einem Bösewicht mit, was dieser in einer kranken Welt voller Untoter benötigt: Vergewaltigung, Tod, Misshandlung und Größenwahn. Er trägt klobige Boots, einen Rollkragenpullover und eine zweckmäßige Jacke mit vielen Taschen.

Mitstreiterin Michonne wird ebenfalls sehr herb gezeichnet und ein Kampfass. Leider wird ihr die Waffe abgenommen, was sie nicht hindert, dem Wahnsinn des Gouverneurs Einhalt zu gebieten. Sie wird mit dunklen Rastazöpfen und einem Stirnband gezeichnet. Michonne gerät im Laufe der Geschichte in eine sehr mitleidige Position, wo ihr scharfer Charakter zur Geltung kommt. Anstatt sich zu fügen wie ein schwaches Mäuschen, zeigt ihr Gesicht den Hass und die Verachtung, die kein Feind auf sich laden sollte. Hier gelingt den Zeichnern ein Geniestreich. Die sonst so ruhige und undurchsichtige Frau zeigt ihr wahres Ich und Wut und Rache werden ihr ins Gesicht gezaubert. Allein dieser Charakter bereitet so viel Freude auf den folgenden Band und die Fortsetzung der Story, dass man es gar nicht abwarten kann, weiter zu lesen.

Im Kern der Zeichnungen sind es die Figuren und Charakterzeichnungen, die den Comic den größten Schliff verpassen. Akribisch und emotional mit feinen Strichen und viel Schatten und Effekten, zeichnen die Macher jeden Typ individuell mit Wideererkennungswert und eigenem Charakter. Daneben sind Hintergrundzeichnungen und Details der restlich ausmachende Punkt der Zeichnungen, welcher Szenen und Bilder zum Leben erweckt und dem Betrachter ein Comicvergnügen ganz eigener Art liefert. Zwar gewöhnt man sich im Laufe des fünften Bandes endlich an die doch sehr eigenwilligen Zeichnungen, trotzdem sei gesagt, dass eben dieser Stil für viele sehr ungewohnt und abschreckend sein kann.

Neben dem Illustratorischen brilliert wie immer der Text. Es gibt massig zu lesen, viele Unterhaltungen und Monologe, Erklärungen und Planungen der Gruppe, die die Situationen vollends erklären und komplett unterstützen. Obgleich es sehr viel Text ist, hat man nie den Eindruck dass die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wird oder Unterhaltungen langatmig gestreckt werden. Die Texte stützen den Charakter und liefern ein Lesevergnügen aller bester Art.


Aufmachung des Comics
Das Cover ist in zwei Panels geschnitten, die sich teilweise überlappen. Links befindet sich einer der Freunde in voller Gefängnismontur und trägt ein Schutzschild, der voll mit Blut verschmiert ist, ebenso zeigt der Schirm des Helmes diverse Blutspritzer. Darunter im Panel ist eine Horde Zombies, die im Allgemeinen unansehnlich und dennoch detailversessen gezeichnet sind. In grüner Schrift steht oberhalb des Covers der Titel des Bandes, und darüber Autor und Zeichner.

Die Rückseite zeigt auf grünem Hintergrund den üblichen Einstellungstext zur bekannten Zombie-Saga, sowie einen ausführlichen Buchrückentext zum laufenden Band.


Fazit
Ein drastischer Wendepunkt, drei knallharte Charaktere und viel Action machen aus dem 5. Band der Sage den bisher spannendsten Teil.


4 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Gute alte Zeit
Band 2: Ein langer Weg
Band 3: Die Zuflucht
Band 4: Was das herz begehrt

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