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1902: Der Mount Pelée bricht aus, tötet 30.000 Menschen und lässt das Schiff eines deutschen Wissenschaftlers sinken.

Heute: Nach einem Angriff täuscht Juan Cabrillo die Vernichtung der Oregon vor. Doch beinahe zu spät erkennt er, dass sein Gegner ihm immer noch einen Schritt voraus ist. Ein verräterischer Waffenentwickler hat die Arbeit des vor dem Mount Pelée gestorbenen Wissenschaftlers vollendet. Durch eine unschlagbare Waffe bedroht, muss die Crew der Oregon alles daran setzen, ihren Gegner aufzuspüren – bevor er die vernichtende Wirkung der Waffe erneut entfesselt!

 

Piranha 

Originaltitel: Piranha
Autor: Clive Cussler, Boyd Morrison
Übersetzer: Michael Kubiak
Verlag: Blanvalet
Erschienen: Juli 2016
ISBN: 978-3-7341-0309-4
Seitenzahl: 512 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Ein korrupter Wissenschaftler hat sich abgesetzt und eine Maschine entwickelt, die eine weltweite Überwachung mit Bild und Ton möglich macht und ihn an die Spitze der Macht auf dem gesamten Erdball bringen soll. Juan Cabrillo und sein Team stolpern eher zufällig über diesen schier allmächtigen Feind, denn er ist unerklärlicherweise gut informiert und immer an Ort und Stelle, um die Aufträge von Juan und seinem Team zu sabotieren. Doch die Zeit drängt, denn im Fokus eines allwissenden Auges zu sein, ist äußerst gefährlich …

Die haarsträubenden Aktionen wurden zu Gunsten eines soliden Thrillers etwas zurückgenommen. Zwar weiß man längere Zeit nicht, woher der Feind seine Informationen nimmt, doch meine frühen Vermutungen haben sich gewissermaßen bestätigt – wenn auch in anderer Form – sodass es die Spannung ein wenig beeinträchtigt hat.


Stil und Sprache
Der Prolog mit den Ereignissen von 1902 weckt die Neugier, denn eigentlich gibt er sein Geheimnis in keiner Weise preis. Das erste Kapitel, ebenfalls neun Monate in der Vergangenheit, gibt schon eher einen Einblick und lässt den Leser in der Folge laufend über Hintergründe spekulieren. Es dauert denn auch einige Zeit, bis man sich in die aktuelle Situation eingelesen hat und obwohl die ersten Angriffe nicht lange auf sich warten lassen, kann die Spannung zuerst nicht so richtig greifen. Ein Muster kristallisiert sich früh heraus, indem bei jeder Aktion von Juan Cabrillo und seinem Team ein Gegner bereits auf sie wartet. Die Konfrontationen selbst sind hingegen gewohnt spannend ausgearbeitet sowie mit überraschenden Wendungen und pfiffigen Ideen für schier ausweglose Situationen gespickt. Als die Crew dann selbst auf die Jagd geht, steigt die Spannung immer höher und fesselt den Leser ans Buch. Ein Feind nach dem anderen muss ausgeschaltet werden, wobei Tote und Verletzte den Weg pflastern.

Juan Cabrillo im speziellen und andere Haupt- und Nebenfiguren führen in der dritten Person durch die Handlung. Der Schreibstil ist flüssig, das Tempo steigert sich zuweilen drastisch und die Schauplätze sind meist bildhaft in Szene gesetzt.


Figuren
Juan Cabrillo und sein Team treten diesmal als geschlossene Einheit mit gleichmäßig verteilten Rollen auf. War der Fokus im letzten Band noch markant auf Cabrillo gerichtet, nehmen diesmal einige Mitglieder seines Teams ausgeprägte Rollen ein und sind mit ihm zusammen oder auch auf kleinere Teams aufgeteilt in zahlreichen Missionen unterwegs. Neues über diese Figuren erfährt man dadurch eigentlich nicht, aber mittlerweile kennt man sie schon ausgiebig und freut sich einfach, sie durch die Handlung zu begleiten.

Zahlreiche Schurken und Handlanger sind mit von der Partie, die meisten sind Söldner oder Soldaten und wurden vom Kopf hinter dem Ganzen angeheuert. Dieser versteckt sich dabei lange Zeit hinter seinen Leuten und auch ein machthungrigen General Venezuelas weiß nicht, wer hinter der Stimme mit den Informationen steckt. Einige Schurken haben dabei ausgedehnte Rollen und man lernt sie und ihre Beweggründe gut kennen, andere bleiben eher unscheinbares Kanonenfutter.


Aufmachung des Buches
Das Cover des Taschenbuches ist passend zum Prolog gestaltet. Im Hintergrund spuckt ein Berg glühende Lava in die Luft und erhellt den Nachthimmel. Im Vordergrund ist ein Schiff in tosender See zu sehen, das von den glühenden Geschossen getroffen wird. Die Schriftzüge sind am oberen sowie unteren Rand angeordnet, wobei der Name „Clive Cussler“ wie gewohnt erhaben aufgeprägt ist. Die Rückseite zeigt eine etwas dunklere Version des Covermotivs ohne das Schiff darin. Im oberen Bereich ist die Inhaltsangabe abgedruckt, darunter sind die Covers der letzten drei Bände zu sehen.


Fazit
Es dauert ein wenig, bis die Spannung richtig zu greifen vermag, denn viele kleine Kämpfe müssen ausgefochten und Anschläge pariert werden. Erst als Cabrillo und sein Team selbst auf die Jagd gehen, steigt die Spannung und fesselt den Leser ans Buch.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 5: Seuchenschiff
Band 6: Kaperfahrt
Band 7: Teuflischer Sog
Band 8: Killerwelle
Band 9: Tarnfahrt

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