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Sie kamen, um uns zu vernichten: die 'Anderen', eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ...

 

Der letzte Stern 

Originaltitel: The Last Star
Autor: Rick Yancey
Übersetzer: Thomas Bauer
Verlag: Goldmann
Erschienen: Oktober 2016
ISBN: 978-3442313365
Seitenzahl: 384 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Vier Wellen haben sie entgegen jeder Wahrscheinlichkeit überlebt. Sie sind gemeinsam vor der infiltrierten Armee geflohen, haben Anschläge, Verrat und Hunger überlebt. Doch nun kommen Cassie, Ben und ihre Freunde an ihre Grenzen. Zwei Freunde vermisst, andere tot oder verletzt, es scheint wenig Hoffnung zu geben. Doch insbesondere Ben ist nicht bereit aufzugeben und so macht er sich auf die Suche nach Ringer, wohl wissend, dass er dafür mitten durch Feindesland muss. Und das während die fünfte Welle kurz bevorsteht …

Mit „Der letzte Stern“ bringt Rick Yancey seine Science Fiction Trilogie zum Abschluss und schickt seine Figuren noch einmal in aufzehrende Kämpfe und dramatische Situationen. Trotz einiger Schwächen ist der Abschluss gut gelungen und bietet für Fans der Reihe ein passendes Ende.


Stil und Sprache
Der Einstieg in „Der letzte Stern“ fiel mir recht schwer. Der Autor verwendet wenig Zeit auf Wiederholungen und schmeißt den Leser stattdessen direkt ins Geschehen. Dadurch braucht man erstmal eine Weile, um sich wieder zurechtzufinden und zu rekapitulieren, was im ersten und zweiten Band geschehen ist. Wie gewohnt wird die Handlung aus wechselnden Perspektiven erzählt, vorrangig aus der von Cassie, Ringer und Ben. Die Perspektivwechsel werden geschickt zum Spannungsaufbau genutzt und den Charakteren bleibt auch kaum eine ruhige Minute. Eine Katastrophe jagt die nächste. Für Spannung ist also durchgängig gesorgt, mir war die Handlung aber etwas zu wirr. In den Dialogen gibt es viele Anspielungen, die man – wenn der letzte Band nicht mehr hundertprozentig präsent ist – nicht alle auf Anhieb versteht. Zusätzlich fließen immer wieder beinahe philosophische Diskussionen über die Beweggründe der Anderen ein. Das alles ist durchaus interessant, springt aber zu viel hin und her und strengt damit beim Lesen an. Das große Finale entschädigt dafür aber zum Glück. Besonders die finale Wendung hat mir gut gefallen, denn sie kam ziemlich unerwartet und wirkte stimmig. Die Frage, wer die Anderen sind und was sie auf der Erde wollen, wird zwar nicht final geklärt, aber die Andeutungen reichten mir aus. Ein kurzer Blick in die Zukunft der überlebenden Figuren rundet das Buch schließlich ab.

Der Schreibstil gefällt mir in „Der letzte Stern“ unverändert gut. Besonders in Bens Passagen bringt Rick Yancey einiges an Humor ein und es macht Spaß, diese zu lesen. Auch in den anderen Perspektiven findet er die richtigen Worte und fängt die Schrecken der neuen Welt brutal, aber passend ein. Er schont weder die Charaktere noch den Leser, sodass seine Handlung zwar erschreckend, dafür aber auch realistisch rüberkommt. Das macht für mich die Stärke des Romans aus und hebt ihn von vielen vergleichbaren Dystopien ab.


Figuren
Nachdem man Cassie und ihre Freunde bereits durch zwei Bände begleitet hat, sind sie alte Bekannte und man freut sich, ihnen wieder zu begegnen. Natürlich sind die Erlebnisse nicht spurlos an ihren vorüber gegangen – sie alle haben mittlerweile ihr Päckchen zu tragen und drohen an den erlebten Schrecken zu zerbrechen. Rick Yancey ist diese Verzweiflung, die Angst und zugleich die letzte Hoffnung gut gelungen und seine Charaktere wirken glaubwürdig. Je nachdem wie lange das Lesen des zweiten Bands her ist, braucht man allerdings ein wenig, um sich wieder auf die Figuren einzulassen.

Eine große Schwachstelle waren erneut die Gegenspieler. Für mich kam einfach nicht rüber, warum sie tun, was sie tun und sie wirkten stellenweise geradezu unmotiviert. Zusätzlich bleiben sie mit wenigen Ausnahmen eine gesichtslose Masse.  Schade, da hätte der Autor noch einiges mehr draus machen können.


Aufmachung des Buches
Passend zu den ersten beiden Bänden erschien auch „Der letzte Stern“ als gebundenes Buch mit Schutzumschlag. Dieser ist glänzend und zeigt ein bronzenes Bild vor schwarzem Hintergrund. Ehrlich gesagt, kann ich das Bild diesmal keiner speziellen Szene zuordnen, aber es passt von der Machart in die Reihe, deswegen stört mich das nicht wirklich. Hübsch anzusehen ist es auf jeden Fall und die Aufmachung ist gewohnt hochwertig.


Fazit
„Der letzte Stern“ ist ein solider Abschluss für die Reihe rund um Cassie, Ben und ihre Gefährten, kann durch ein paar Schwächen in meinen Augen aber nicht ganz mit den vorherigen Bänden mithalten. Dafür entschädigt aber zum Glück der spannende, überraschende Schluss des Buches.

3 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Die 5. Welle
Band 2: Das unendliche Meer

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