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Die junge Blaze ist nur von einem Gedanken beseelt: Rache! Ihr Vater wurde grausam ermordet, und nun setzt sie alles daran, die Killer zur Strecke zu bringen. Doch nicht die Mörder tappen in ihre vorbereitete Falle, sondern ein verführerischer Fremder: der Karpatianer Maksim. In ihm findet Blaze einen ebenso mächtigen wie gefährlichen Verbündeten. Denn er zieht sie auf eine Art und Weise in seinen Bann, der ihr Angst macht. Mit jedem Blick, mit jeder Berührung taucht sie tiefer in seine dunkle Welt der Macht …
 

Im Besitz der Nacht 

Originaltitel: Dark Crime
Autor: Christine Feehan
Übersetzer: Ulrike Moreno
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: April 2016
ISBN: 978-3-404-17404-1
Seitenzahl: 304 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Skrupellose Gangster haben ihren Vater brutal ermordet, um den Verkauf der Bar zu erzwingen und eine der letzten Liegenschaften aus dem Viertel unter ihren Nagel zu reißen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Blaze gemacht, die sich mit Sprengstoff und Waffen ebenso gut auskennt wie ihm Nahkampf. Sie ist eher bereit zu sterben, als die Täter ungestraft davonkommen zu lassen. Daher hat Blaze den vier Hallahan-Brüdern in der Bar eine Falle gestellt, doch bevor der Kampf eröffnet wird, stehen zwei unbekannte Männer vor ihr, deren Macht sie umgibt wie eine natürliche Aura. Plötzlich ist Blaze nicht mehr allein und nicht nur das, einer der Männer, Maksim, weckt in ihr ungeahnte Gefühle, die jede Zelle ihres Körper förmlich überschwemmen …

Der Beginn ist vielversprechend und spannend, die Handlung verliert sich danach jedoch etwas in der ausgiebigen Erotik.


Stil und Sprache
Kurz vor der geplanten ultimativen Schlacht gegen die vier Hallahan-Brüder beginnt das erste Kapitel und man begleitet Blaze in ihrer vermeintlich letzten Stunde. Die Spannung und Neugier ist nach wenigen Sätzen bereits da und man bekommt einen guten Eindruck von Blazes Charaktere. Danach der erste Auftritt der Karpatianer, womit der Fokus sofort auf die Erotik gesetzt wird und dieser Teil für mich zum wichtigsten Bestandteil des ganzen Buches geworden ist. Die Entwicklung zwischen Blaze und Maksim ging mir hier sogar für diese Serie viel zu schnell, so als ob die Autorin vergessen hätte, die Hintergründe der Figuren – mit Ausnahme von Blaze – aufzubauen und einzufügen. Sicher, die erotischen Szenen sind wiederum sehr gelungen, prickelnd, heiß und offen, aber wenn ich einen Karpatianer-Band lese, erwarte ich nicht „nur“ einen Erotikroman mit ein wenig magischem Thriller.

Kenner der Serie können der Grundhandlung zwar folgen, weil in ganz kleinen Häppchen mit Andeutungen die Anknüpfung an die Vergangenheit gegeben ist und die Jagd auf Vampire eröffnet wird. Auch Spannung wird weiter erzeugt, denn die Protagonisten geraten in zahlreiche gefährliche Situationen, die zu packenden Kämpfen führen. Aber ich hatte oft den Eindruck, im Schnelltempo durch die Handlung zu rasen, nur um in einem neuen erotischen Moment eingefangen zu werden, der das gesamte Tempo wieder entschleunigt.

Der Showdown am Ende wirft alles in die Waagschale, was die Protagonisten und Nebenfiguren aufbieten können. Er ist packend und ausgezeichnet gelungen und kommt zu einem Ende, das nur der Auftakt auf eine Fortsetzung sein kann. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Die Handlung wird fast ausschließlich aus Sicht von Blaze in der dritten Person präsentiert. Manchmal sind kurze Szenen aus der Betrachtungsweise von Nebenfiguren eingefügt. Die Schauplätze sind diesmal ebenfalls meistens blass ausgestaltet, bleiben nicht im Gedächtnis haften. Auch hier wie bei den Figuren hätte ich mir mehr Details gewünscht. Einige Seiten mehr hätten der ansonsten schon sehr kurzen Handlung wirklich gut getan.


Figuren
Blaze ist die einzige Figur, die wirklich dreidimensional und mit Hintergrund ausgearbeitet wurde, sodass man ihre Beweggründe versteht, ihre Emotionen erfassen kann, mit ihr leidet, bangt und hofft. Nicht ganz so detailliert aber doch interessant ist Emeline, die beste Freundin von Blaze, mit der sie wie mit einer Schwester aufgewachsen ist. Die restlichen Figuren sind leider alle zu blass, denn man weiß einfach zu wenig über sie, um wirklich einen Zugang zu ihnen zu erhalten. Auch Maksim macht da keine große Ausnahme. Zwar bekommt man von seinen Emotionen durch Blaze Verbindung zu ihm und den telepathischen Gesprächen einiges mit, doch seine Vergangenheit sowie seine eigenen Charaktermerkmale fehlen fast gänzlich. Von den drei karpatianischen Brüdern, die ihnen zu Hilfe kommen, weiß man zum Beispiel fast nur die Namen, Tomas, Lojos und Mataias, aber Gespräche mit Blaze werden fast keine geführt, die Befehle und Absprachen erfolgen alle im Hintergrund über Maksim.


Aufmachung des Buches
Diesmal ist das Cover in verschiedenen, kräftigen Rottönen gehalten und zeigt ansonsten das gewohnte Bild mit See, Ufer, Mann mit nacktem Oberkörper und einen Vollmond im Wolkenhimmel. Trotz der gewählten Farbe wirkt die Aufmachung auf mich diesmal nicht zu süß. Wiederum ist der Titelschriftzug mit einer Lackschicht versehen. Die Rückseite ist um einiges dunkler, sodass man außer dem Mond fast keine Einzelheiten erkennen kann. Die Inhaltsangabe in weiß verdeckt zudem einiges.

Zu Beginn des Bandes sind verschiedene Stammbäume der verschiedenen karpatianischen Familien eingefügt. Dies hat mich einerseits gefreut, andererseits war ich dann enttäuscht, als ich keinen einzigen Karpatianer aus diesem Band darin gefunden habe.


Fazit
Die Spannung und auch der Hintergrund zu den Figuren kommen hier leider viel zu kurz, zu wenige Seiten hat der Band und zu groß ist der Anteil an Erotik. Als Einzelband enttäuschend, außer man steht auf knisternde Erotik, als Teil der Serie muss der Band wohl gelesen werden.


3 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 22: Die Sehnsucht der Nacht
Band 23: Gefangene der Flammen
Band 24: Das Flüstern des Blutes
Band 25: Dunkler Wolf
Band 26: Gefährtin des Blutes

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