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Lesung Unser Wildes BlutAm Freitag, den 15. April 2016, hat die Buchhandlung Wittwer in Stuttgart ihre Jugendbuchabteilung im Erdgeschoss wieder in einen Veranstaltungsraum umgewandelt und zur Lesung eingeladen. Diesmal waren Wolfgang Schnellbächer und Nur Öneren zu Gast und präsentierten ihren ersten gemeinsamen Roman „Unser wildes Blut“. Das Buch handelt von vier Jugendlichen, die sich über die kulturellen Grenzen hinweg verlieben und versuchen, an dieser Liebe, die eigentlich nicht sein darf, festzuhalten.

Pünktlich um 18 Uhr übergab Doreen Klotz, eine Mitarbeiterin vom Wittwer, den beiden Autoren das Wort. Diese begannen nicht direk vorzulesen, sondern stellten in ein paar Worten ihren Roman vor und stimmten das Publikum schon mal auf die Konflikte im Buch ein. Dann las Nur Öneren die erste Szene vor und gab einen ersten Eindruck von einem der beiden Ich-Erzähler des Romans. Auch die weiteren Szenen, die abwechselnd von Nur Öneren und Wolfgang Schnellbächer vorgelesen wurden, handelten jeweils von diesem Erzähler – der zweite Erzähler kam bei der Lesung bewusst nicht zu Wort, um das Publikum nicht mit zu vielen Handlungssträngen durcheinander zu bringen. So gut durchdacht wie die Lesungsauswahl war die gesamte Lesung der beiden. Gut vorbereitet hatten sie sich nicht nur vorher überlegt, was sie vorlesen würden, sondern auch genau bedacht, welche Informationen sie dem Publikum zusätzlich noch mitgeben wollten. So war die Lesung, auch wenn man das Buch nicht kannte, unterhaltsam und kurzweilig. Die vorgelesenen Ausschnitte haben definitiv neugierig gemacht und das Publikum wurde bestens unterhalten.

Im Anschluss konnte das Publikum noch Fragen stellen und die Autoren haben diese ebenso sympathisch beantwortet, wie man es nach der bisherigen Lesung auch erwartet hatte. So haben sie zum Beispiel verraten, dass es zwar länger dauert ein Buch in ständiger Abstimmung miteinander zu schreiben, weil alles ausdiskutiert werden muss. Aber gerade diese Diskussionen haben „Unser wildes Blut“ auch zu einem besseren Buch gemacht. Der Titel lehnt sich an ein türkisches Wort an, was vor allem für junge Männer verwendet wird. Es kann dabei sowohl positiv als auch negativ behaftet sein und wurde gerade wegen dieser Ambivalenz für das Buch gewählt. Auch dass ihnen wichtig ist, nicht eine der Kulturen als besser darzustellen, haben sie erzählt. Denn die Sichtweisen mögen sehr verschieden sein, aber jede hat auf ihre Art recht und sollte deswegen respektiert werden.

Zum Abschluss der gelungenen Lesung konnte man noch die mitgebrachten oder vor Ort erworbenen Bücher signieren lassen und im persönlichen Gespräch weitere Fragen stellen. Alles in allem war es wieder eine ausgesprochen schöne Veranstaltung, die wirklich neugierig auf das Buch gemacht hat. Vielen Dank dafür an Wolfgang Schnellbächer und Nur Öneren und natürlich auch an das Team der Buchhandlung Wittwer.

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