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Lesung Bjoern Springorum 1Am Freitag, den 12. Februar 2016, hat die Stuttgarter Buchhandlung Wittwer ihre Jugendbuchabteilung wieder in einen Veranstaltungssaal verwandelt. Anlass war diesmal die Premierenlesung von Björn Springorums neuem Roman „Der Ruf des Henkers“. Das Jugendbuch erscheint am 15. Februar 2016 im Thienemann Verlag und ist bereits der dritte Roman des Stuttgarter Autors. Die Moderation der Veranstaltung hat die Bloggerin Anka übernommen, die ich bereits vom Stuttgarter Bücherstammtisch kenne. Ihren Blog findet ihr hier, dort wird es diese Woche auch noch einen Mitschnitt der Lesung geben.

Die Jugendbuchabteilung wurde diesmal nicht nur durch viele Stühle für die Zuhörer ergänzt, sondern auch durch einen wirklich hübsch arrangierten Büchertisch. Dieser enthielt neben vielen druckfrischen Exemplaren des Jugendbuchs auch einen zum Cover-Motiv passenden kleinen Galgen. Für die richtige Stimmung war also gesorgt, als die Lesung pünktlich um 18:30 von einer Mitarbeiterin der Buchhandlung eröffnet wurde. Was darauf folgte, war eine der besten und unterhaltsamsten Lesungen, die ich bisher erlebt habe und ich habe begeistert noch am selben Abend mit dem Roman angefangen. Aber beginnen wir am Anfang:

Zuerst hat Anka das Publikum mit ein paar Worten an die Thematik des Buches und den Autor herangeführt und diesem auch direkt einige Fragen gestellt. Wir haben unter anderem erfahren, dass er schon immer gerne schreiben wollte, dass der eine oder andere „Übungs-Roman“ in seiner Schublade schlummert und dort wohl auch bleiben wird. Seine Begeisterung für London hat er uns ebenso nähergebracht wie die Geschichte, wie er zu einem berüchtigten Henker als Romanfigur kam. Die Neugier war also geweckt und so ging es direkt weiter mit dem ersten gelesenen Romanausschnitt. Dafür hat Björn Springorum die erste Szene von besagtem Henker William Calcraft gewählt und wir konnten einen guten Eindruck vom humorvoll-sarkastischen Schreibstil und der Atmosphäre des Romans gewinnen. Auch dank der großartigen Lesestimme des Autors tauchte das Publikum vollkommen in die Geschichte ein und folgte dem Ich-Erzähler in die nebelverhangene Küstenlandschaft Englands. Dass man eigentlich in einer lichtdurchfluteten deutschen Buchhandlung saß, war da schnell vergessen.

Eingeleitet von einem weiteren kurzen Geplauder mit Anka folgte direkt die nächste Szene, diesmal aus der Sicht des Protagonisten Richard Winters, der im Roman recht überraschend und beinahe unfreiwillig Lehrling des berüchtigten Henkers wird. Spätestens da hatte ich meine geplante Leseliste über den Haufen geworfen und beschlossen, den Roman direkt im Anschluss weiter zu lesen.

Lesung Bjoern Springorum 2Der abschließende Fragenteil gab dem Publikum die Möglichkeit, selbst noch die eine oder andere Frage an den Autor loszuwerden. Das verlief ein bisschen stockend – da das Buch offiziell noch gar nicht erschienen war, hatte es ja noch niemand gelesen und viele allgemeine Fragen waren im vorherigen Gespräch schon beantwortet worden. Zum Glück lockerte Anka die Situation mit viel Humor auf (O-Ton: „Ich bin Buchbloggerin, ich hab zur Not wirklich genug Fragen, aber ich wollte euch auch mal die Gelegenheit geben.“) und es traute sich doch der eine oder andere eine Frage zu stellen. Diese hat Björn Springorum ebenso humorvoll wie direkt und ehrlich beantwortet. So erfuhren wir zum Beispiel, dass es ihm im Raum viel zu hell ist, weil es ihn noch deutlich nervöser macht, wenn er all die Zuschauer direkt sieht. Auch dass er kein Fan von bemüht in die Länge gezogenen Reihen ist und eher Einzelbände liest, verriet er uns. Und trotzdem London für ihn die tollste Stadt der Welt ist, wird sein nächster Roman wohl nicht mehr in London spielen – aber der übernächste wieder, da ist er sich ziemlich sicher.

Zum Abschluss des Abends konnte man sich „Der Ruf des Henkers“ signieren lassen und auch noch die eine oder andere Frage im direkten Gespräch stellen. Danach ging es in den heimischen Lesesessel, um die Geschichte von Richard und Calcraft weiter zu lesen. Vielen lieben Dank an das Team der Buchhandlung Wittwer für eine weitere großartig organisierte Lesung und auch dafür, dass wir das Buch schon vorm offiziellen Erscheinungstermin kaufen konnten. Vielen Dank an Björn Springorum für den tollen Abend und das ebenso tolle Buch. Und auch dir, liebe Anka, vielen Dank für die tolle Moderation!

Für all diejenigen, die die Lesung im Wittwer verpasst haben, aber dieses Jahr zur Leipziger Buchmesse fahren: Björn Springorum hat bereits verraten, dass er dort auch bei der einen oder anderen Lesung vertreten sein wird. Lasst euch das nicht entgehen – er liest wirklich großartig und das Buch lohnt auf jeden Fall einen näheren Blick.

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